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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung neu

30.07.2019 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Erkrankt ein Arbeitnehmer während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit anderweitig, kann sich der Zeitraum der Entgeltfortzahlung über sechs Wochen hinaus verlängern. Im Zweifel muss diese Frage durch ein Sachverständigengutachten beim Arbeitsgericht geklärt werden.

Guten Tag!

Aufgrund einer Operation bin ich seit knapp zwei Wochen bis morgen krankgeschrieben.

Leider geht es mir weiterhin nicht gut, wobei auch andere Symptome hinzugekommen sind. Daher weiß ich nicht, ob dies überhaupt auf die OP zurückzuführen ist. Ich nehme allerdings an, dass eine neue/weitere Erkrankung vorliegt und sich nicht mit dem ICD-10-Code der Diagnose der ersten AU deckt.

Ich befinde mich in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis in NRW.

Meine Frage lautet nun:

Ist es aus arbeitsrechtlicher/sozialversicherungsrechtlicher Sicht für mich relevant, ob ich bei meinem Operateur ggf. eine Folgebescheinigung (AU) erhalte, oder morgen (am letzten Tag der AU) zu einem Hausarzt gehe und dort ggf. eine AU erhalte? Ist es dann relevant, ob es sich um eine Erst- oder Folgebescheinugung handelt zumal ich ansonsten erst ab Donnertag wieder arbeiten müsste.
Oder müsste ich den Arzt über die Erstbescheinigung, welche noch bis zum gleichen Tag läuft, in Kenntnis setzen, auch wenn es ggf. eine neue Erkrankung ist?

In der AU-Richtlinie für Ärzte habe ich leider nichts zu diesem Fall gefunden, sonder nur für einen neuen Erkrankungs-/AU-Zeitraum.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie jetzt wegen einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig sind, beginnt für Sie der sechswöchige Entgeltfortzahlungszeitraum erneut. Wenn Ihre aktuelle Erkrankung eine Folge der Operation ist, endet die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers in gut vier Wochen. Sie wären dann auf das Krankengeld angewiesen. Ob Sie jetzt eine Erst- oder Folgebescheinigung erhalten und von welchem Arzt diese stammt, ist hierbei unwichtig. Ausschlaggebend ist nur, ob Ihre aktuelle Arbeitsunfähigkeit auf derselben Erkrankung beruft wie die der letzten knapp 14 Tage. Dies muss im Zweifelsfall durch ein medizinisches Sachverständigengutachten bei Gericht geklärt werden.

Diese Frage können Sie auch nicht steuern, indem Sie jetzt zum einen oder zum anderen Arzt gehen. denn beide Ärzte dürften sich wohl eine Meinung bilden können, ob Sie aktuell noch wegen der Folgen der Operation erkrankt sind oder an etwas Anderem leiden. Diese würde dann entsprechend der Krankenkasse kommuniziert, könnte dann aber noch einmal im Zweifel gerichtlich überprüft werden. Wenn Sie meinen, dass Ihr Hausarzt aktuell der richtige Ansprechpartner ist, dann gehen Sie da bitte hin.

Mit freundlichen Grüßen

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