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Arbeitsunfähigkeit nach Aussteuerung - Hat die Krankenkasse recht und ich darf erst nach Ende der Bl

| 22.07.2012 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer


Guten Tag,

folgende Fallkonstellation hat sich ergeben:

- Aussteuerung wegen Ende Krankengeldhöchstanspruchsdauer (78 Wochen) zum 30.11.11. Krankheiten A, B und C.

- Zum 01.02.12 neues Arbeitsverhältnis.

- Ab 01.04.12 erneut arbeitsunfähig (nur) wegen Krankheit A. Dies ist eine Bronchitis.

Die Krankenkasse sieht einen Zusammenhang zwischen der Bronchitis, die unter anderen Erkrankungen zur Aussteuerung führte, und der momentan akuten Bronchitis und zahlt deshalb kein Krankengeld.

Ist Bronchitis gleich Bronchitis? Meines Erachtens hat die heutige Bronchitis nichts mit der vergangenen zu tun. Ich habe eine Erkältung verschleppt, was ohne Zweifel als akute Erkrankung anzusehen ist.

Hat die Krankenkasse recht und ich darf erst nach Ende der Blockfrist erneut an Bronchitis erkranken, um einen neuen Anspruch auf Krankengeld zu haben?

Vielen Dank.


-- Einsatz geändert am 22.07.2012 14:41:04

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Gemäß Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass es sich die Krankenkasse mit ihrem pauschalen Verweis auf einen Zusammenhang zwischen den beiden Krankheiten zu einfach macht.
Eine sogenannte neue Erkrankung liegt vor, wenn die Krankheit eine andere Ursache hat und nicht auf denselben Grundlagen beruht.

Von derselben Krankheit kann gesprochen werden, wenn sie auf demselben Grundleiden beruht oder auf derselben chronischen Veranlagung des Arbeitnehmers zurückzuführen ist. Die Fortsetzungserkrankung stellt insofern eine Folgewirkung eines bestehenden Leidens dar. Die Krankheitssymptome müssen hierbei allerdings nicht identisch sein.

Die entscheidende Frage, ob Ihre Bronchitis nun eine neue Krankheit oder eine Fortsetzungserkrankung darstellt, ist letztendlich nur mit Hilfe einer ärztlichen Stellungnahme zu beantworten.

Grundsätzlich geht die Tendenz aus meiner Sicht (bei einer Bronchitis) aber klar zu einer neuen Krankheit, da auch wiederholte Grippeerkrankungen oder Erkältung rechtlich gesehen nicht auf einem einheitlichen Grundleiden beruhen und somit als neue Krankheit gelten. Dies liegt daran, dass hier argumentiert wird, dass der Erregerstamm (z.B.Viren) nicht identisch ist.

Problematisch wäre es allerdings, wenn Ihr behandelnder Arzt bei Ihnen eine chronische Bronchitis feststellen würde.

Aus meiner Sicht sollten Sie gegen den Bescheid der Krankenkasse sofort Widerspruch einlegen. Danach sollten Sie ein ärztliches Attest vorlegen, welches aussagt, dass die erneute Bronchitiserkrankung medizinisch unabhängig von Ihrer ersten Erkrankung zu sehen ist.
Gelingt Ihnen dieser Nachweis, dürfte die Krankenkasse eine Auszahlung nicht länger verweigern können.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Kienhöfer


Bewertung des Fragestellers 22.07.2012 | 17:01

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