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Arbeitsunfähig


| 30.11.2007 19:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 10 Wochen krank,davon 3 Wochen zur Kur.da hat man mich arbeitsunfähig für die Arbeit als Pflegeassistentin (Altenheim ) geschrieben.Ich darf nur leichte bis mittelschwere Arbeiten ausführen.Ich bat trotzdem um eine Wiedereingliederung,dieses wurde mir für 5 Wochen genehmigt.1 Woche krank,2 Wochen a:4 Std.+2 Wochen a: 6 Std.
Bevor ich diese Massnahme angetreten bin,bat ich meine Chefin um ein Gespräch.Dieses verlief so,das Sie keine leichte Arbeit für mich hätte,wäre es im Büro noch in der Küche.Nur im Januar könne sie mir ein 400.00 Euro Job anbieten.Betreuung für die Bewohner.Dieses lehnte ich ab,da ich ihr sagte ich möchte weiterhin auf Karte arbeiten.
Danach meinte die Chefin ,ich solle man erst anfangen und sie könne sich nicht vorstellen,das ich die Arbeit ausführen könne,bei diesem Krankheitsbild.
Später ging ich zu unserer Pflegedienstleitung auch da verlief es nicht anders.Es wurde mir keine leichtere Arbeit zugewiesen.Ich müsse nach plan arbeiten und bei den schweren Bew. solle ich mir Hilfe holen.
Nun zu meinen Fragen
1.Ist dieses Rechtens,das mir keine leichtere Arbeit angeboten wurde?
2.Sind in der Wiedereingliederung auch die Wochenenden mit einbezogen?
3.Wie es aussieht führt es wahrscheinlich darauf hinaus,das ich gekündigt werde.Bin seit 17 Jahren in diesem Betrieb tätig.Steht mir eine Abfindung dann zu?
4.Sollte meine Chefin in beiderseitigem Einvernehmen mit der Kündigung ankommen,habe ich Nachteile dadurch?
Mit freundlichen Grüssen

else01

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Sehr geehrte Fragestellerin,

anhand des mitgeteiletn Sachverhalts beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1) Sie sind ärztlicherseits arbeitsunfähig geschreiben worden für die Arbeit als Pflegeassistentin im Altenheim bzw. dürfen nur leichte bis mittelschwere Arbeiten ausführen. Ich gehe davon aus, daß Ihnen ein entsprechendes Arztattest vorliegt.
Demnach hätte Ihr Arbeitgeber Ihnen auch nur leichte bis mittelschwere Arbeiten anbieten dürfen, soweit dies innerbetrieblich MÖGLICH ist bzw. war. Dies kann von hier aus nicht abschließend beurteilt werden.

2) Ein Unterfall der begrenzten Arbeitsunfähigkeit ist das Wiedereingliederungsverhältnis. Nimmt der Arbeitnehmer im Rahmen dieses Verhältnisses ie Arbeit auf, so erlangt er keinen Vergütungsanspruch gegen den Arbeitgeber. Die Arbeit wird zum Zwecke der Rehabilitation erbracht, aber nicht zur Erfüllung der vertraglichen Arbeitspflicht. Eine für die geleistete Arbeit in diesem Rahmen vereinbarte Vergütung ist auf die zu zahlenden Versicherungsleistungen anrechenbar, wohl aber nur in Höhe des Verhältnisses der erbrachten zu der geschuldeten Arbeitsleistung.
Bei den genehmigten 5 Wochen Wiedereingliederung handelt es sich um Kalenderwochen (bis zu jeweils 6 Werktage), sodass auch die Wochenenden mit einzubeziehen sind.

3 und 4) Falls Sie gekündigt werden, MÜSSEN Sie ggfs. binnen 3 Wochen ab Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage einreichen (sofern Sie sich nicht mit Ihrer Chefin auf einen Abwicklungs- oder Aufhebungsvertrag einigen, was aber unter Umständen zu einer Sperrzeit beim Arbeitsamt führen könnte).
Maßgeblich wird es darauf ankommen, ob eine personenbedingte
- hier krankheitsbedingte - Kündigung sozial gerechtfertigt wäre, was das Arbeitsgericht in 3 Stufen überprüfen müßte(negative Prognose des weiteren Gesundheitszustandes des Arbeitnehmers / erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen und wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers / nicht mehr hinnehmbare betriebliche oder wirtschaftliche Belastung).

Kündigungsschutz besteht übrigens nur, wenn in dem Betrieb mehr als 10 Mitarbeiter (nach altem Recht: mehr als 5) regelmäßig beschäftigt werden und der Arbeitnehmer mehr als 6 Monate im Betreib tätig ist. Letzteres ist jedenfalls hier der Fall.
Teilzeitkräfte zählen dabei nicht als ganzer Mitarbeiter.

Sofern Kündigungsschutz hier gegeben ist und eine Arbeitgeberkündigung unwirksam (sozial ungerechtfertigt) ist, stünde Ihnen ein ANSPRUCH auf eine Abfindungszahlung zu. Die Höhe beträgt in der Regel ein halbes Bruttogehalt pro Beschäftigungsjahr, was in Ihrem Fall dann etwa 8 1/2 Bruttogehältern entsprechen würde.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ahrens
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2008 | 11:33

Meine wiedereingliederung hat nicht geklappt,bekomme jetzt Krankengeld.dieses wohl 18 Monate.
Frage :danach bekomme ich ja Arbeitslosengeld,wird da das Gehalt meines Mannes mitgezählt,oder zählt nur mein Gehalt.

Danke für die Antwort im Vorraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2008 | 13:18

Bei der Berechnung von Arbeitslosengeld I zählt nur Ihr letztes Einkommen. Das Gehalt Ihres Mannes wird also in diesem Fall
NICHT mitgezählt.

Anders wäre dies im Falle des Empfangs von Arbeitslosengeld II
(= SGB II = Hartz IV). Dann würden Sie zusammen mit Ihrem Mann eine sog. Bedarfsgemeinschaft bilden, wobei einerseits die Gesamteinkünfte von Ihnen beiden und andererseits der Gesamtbedarf bzw. Restbedarf berechet werden würde.

MfG

Ahrens
- Rechtsanwalt -

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