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Arbeitssuche nach 1 Jahr Elternzeit/Krippenplatz/Arbeitslosengeld

02.08.2009 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

von 4.Oktober 2008 - 3.Oktober 2009 bin ich nun in Elternzeit (1 Jahr Elterngeld). Ich habe mich nun beim Arbeitsamt arbeitssuchend gemeldet und wollte Arbeitslosengeld beantragen. Ich bin von Beruf Erzieherin und habe einen befristeten Vertrag gehabt der nicht verlängert worden ist. Ich bin nun auf der Suche nach einer Teilzeitbeschäftigung/20 Std/Woche. Meine Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt meinte nun zu mir ich muss meine Tochter in einer Krippe anmelden. So schnell wie möglich, also noch im Oktober, damit ich dem Arbeitsmarkt sofort zur Verfügung stehen kann wenn mir eine Stelle angeboten wird. Die Krippe hier bei uns hat aber eine Eingewöhnungsphase von 6 Wochen, d.h. ich stehe ihr erst ab Mitte November zur Verfügung.


Meine Fragen:

-- Muss ich meine Tochter *vorbeugend* in einer Krippe anmelden?
Da ich weiß das die Möglichkeiten eine Teilzeitstelle in meinem Arbeitsfeld zu bekommen gering sind, kann es sein das sie 1/2 Jahr in der Krippe ist und ich diese zahlen muss, ich sie aber Zuhause selber betreuen kann. Die Krippe macht erst im Oktober neu auf und es wären genug Plätze frei, also auch noch in 1/2 Jahr.

-- Bekomm ich trotzdem Arbeitslosengeld, auch wenn meine Tochter bei mir Zuhause ist und nicht in der Krippe?

-- Die Krippe muss mir den Platz bescheinigen, die Krippenleitung kann mir den Platz aber nur einen Monat freihalten, ich brauche diese Bescheinigung aber laut meiner Sachbearbeiterin um Arbeitslosengeld zu beantragen. Muss ich den Krippenplatz also doch sofort nutzen?

Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen anhand des geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte:

Da Sie sich derzeit noch in der Elternzeit befinden und Elterngeld beziehen, können Sie sich nicht arbeitslos melden, da Sie, davon gehe ich aus, noch einen Arbeitsvertrag mit Ihrem alten Arbeitgeber haben und somit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Dies ist jedoch eine Voraussetzung für den Bezug von ALG I.

Ferner dürfen Sie während des Bezugs von Elterngeld maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten. Der dort erzielte Verdienst wird Ihnen vom Elterngeld abgezogen.

Was den Krippenplatz für Ihre Tochter betrifft, so ist diese Frage in der Hauptache mit der Krippe zu klären. Für den bezug von ALG I kommt es nur darauf an, dass Sie dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Dies müssen Sie gegenüber dem Arbeitsamt bestätigen. Wie und wo Sie Ihre Tochter betreuen, ist Ihre eigene Sache, so dass man Sie m.E. nicht verpflichten kann, Ihre Tochter in der Krippe anzumelden. Sie können sich ja auch eine Tagesmutter nehmen oder eine andere Betreuungsperson (Großeltern, Verwandte,...). Dies ist Ihre freie Entscheidung.

Sie sollten also den Antrag auf ALG I stellen und darin angeben, dass die Betreuung Ihres Kindes gesichert ist. Dann sollten sie mit der Krippe Rücksprache nehmen, ob eine Aufnahme Ihrer tochter auch kurzfristig möglich ist, sobald Sie einen passenden Arbeitsplatz gefunden haben. In erster Linie sollten Sie dabei an das Wohl Ihrer Tochter denken. Jedenfalls kann man Ihren Antrag auf ALG I nicht aus dem Grund ablehnen, weil Sie keine Bescheinigung der Krippe vorlegen können. Sollte man Ihnen deswegen dennoch Ärger bereiten, können Sie gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einlegen. Sie dürfen sich auch gerne an mich wenden, wenn weiterer Beratungsbedarf besteht.

Bis dahin wünsche ich Ihnen noch einen schönen Sonntag, und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin


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