Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitssituation/Kündigung?


19.06.2007 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Dear sir,

I’m contacting to you in order to get some clarification regarding my current situation. I prefer to write in English to be clearer but please answer in German as is my current work-languange since years.

I’m Spanish and working as an engineer for an American multinational in Germany (12,5 years in total. From those, ca. 6 with a German contract where is reflected the total service time of 12,5 y). European Headquarters are near Cologne but my contract specifies that my working place is Munich, in the Customer Office.

The problem is that being a small unit, there is no possibly to progress and somehow I’m under pressure from my direct boss. I would not say explicit mobbing but a kind of. Even now that I got my PhD, there is no career plan set.

I have a Legal assistance assurance ( “Rechtschutzversicherung”) but the lawyer I contacted said he cannot do anything until I get an Advice (“Abmahnung”); until then I should just write down what is happening to me.

My current contract stipulates a notice period of “three months end of Quartal”


Questions:

a) Can I volunteer leave my job (“Selbskündigung”) and get support from the “Arbeitsamt” if I’m active looking for a job in Spain >> Will I get “Arbeitslosgeld” from the beginning or there is a blocking period (Sperrefrist)?

b) Is it better to get first a job in Spain (“Anschlussarbeit”) and then give notice?

c) is it adviceable to agree with the company a “Abwicklungsvertrag” or “Aufhebungsvertrag”. I have heard that this is against me because the “Arbeitsamt” will not pay any money more.

d) Can I deduct from taxes the cost of applications for a new job in Spain (“Bewerbung”) and/or the moving there (“Umzugskosten”)


Thanks very much for your answers.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

a) Obwohl es keine feststehende Regel gibt, zeigt die Erfahrung, dass die Arbeitsämter in nahezu allen Fällen einer Eigenkündigung eine Sperrfrist verhängt. Ausnahmen können jedoch in der Tat z.B bei Mobbing gemacht werden. Allerdings muss das Mobbing in diesen Fällen auch nachgewiesen werden.
Obwohl es wahrscheinlich ist, dass Sie bei einer Eigenkündigung einer Sperrfrist unterfallen, wäre es zumindest eine Möglichkeit, vorher mit dem zuständigen Fallmanager beim Arbeitsamt zu sprechen, ihm die Situation zu schildern, die Siea als Mobbing ansehen und fragen, ob in diesem Fall auch eine Sperrfrist verhängt wird.
Aber wie gesagt, es ist nahezu sicher, dass Sie bei einer Eigenkündigung eine Sperrfrist bekommen.

b) Diese Variante ist besser, sie stellt allerdings auch nicht sicher, dass Sie keine Sperrfrist auferlegt bekommen, da Sie auch in diesem Fall eine Eigenkündigung aussprechen müssten.

c) Der Aufhebungs- oder Abwicklungsvertrag führt drundsätzlich nach neuer Praxis der Arbeitsämter auch zu einer Sperrfrist, da auch in diesen Fällen der Arbeitnehmer aktiv daran mitwirkt, dass er seinen Arbeitsplatz verliert. Allerdings gibt es bestimmte Konstellationen, in denen das Arbeitsamt auf eine Sperrfrist verzichtet, beispielsweise wenn die Firma dem Arbeitsamt gegenüber bestätigt, dass in jedem Fall eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen worden wäre. Auch dann gibt es keine Sicherheit, dass keine Sperrfrist auferlegt wird, die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich die Arbeitsämter in diesen Fällen oft kulant zeigen.
In Ihrem Fall dürfte es jedoch zu einer Sperrfrist kommen, da nach Ihren Aussagen keine betriebsbedingte Kündigung zu erwarten ist.

Alternativ wäre der Aufhebungsvertrag jedoch dennoch überlegenswert, wenn damit die finanziellen Nachteile der Sperrfrist ausgeglichen werden. Dies ist jedoch eine Frage der Verhandlungen zwischen Ihnen und der Firma.

d) Diese Frage scheint mir mehr in die Rubrik "Steuerrecht" zu fallen. Ich darf Sie daher bitten, die Frage genauer zu erläutern. Ich würde Sie dann im Wege der Nachfragemöglichkeit beantworten. Sollte es sich jedoch um eine reine stuerrechtliche Frage handeln, müsste ich Sie bitten, diese Frage in dieser Rubrik erneut zu stellen.


Hinsichtlich der Rechtsschutzversicherung muss ich dem Kollegen zustimmen. Solange Sie sich nicht gegen eine Abmahnung oder Kündigung wehren müssen, übernimmt die Rechtsschutzversicherung keine Kosten.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60164 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Toll. vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Meine Frage wurde ausreichend beantwortet, jedoch finde ich es nicht besonders hilfreich wenn man nur auf Paragraphen verweist, die zur Anwendung kommen, ohne deren Inhalt bzw. deren Auswirkung zu nennen. In meinem Fall hätte ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an RA Fork! Kurz und präzise auf den Punkt, zügige Rückmeldung - jederzeit gerne wieder! ...
FRAGESTELLER