Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
497.881
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitsrecht/Sozialgesetzbuch

19.12.2013 22:32 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Sehr geehrter Anwalt,

ich wurde heuer im Juli betriebsbedingt nach 12 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt. Ich wurde sofort freigestellt bis zum 31.12.2013 mit der Zusage einer Abfindung. Mein Anwalt hat eine Abwicklungsvereinbarung ausgearbeitet, die vorsah, dass ich von meiner Seite aus ebenfalls das Arbeitsverhältnis kündigen kann, wenn ich eine neue Arbeit habe. Davon habe ich zum 31.10.2013 Gebrauch gemacht und ich bekam zu diesem Zeitpunkt dann auch meine Abfindung ausbezahlt. Leider landete ich in einem Betrieb, in dem das Arbeiten unzumutbar wurde, ich erkrankte und wurde am 21.11.2013 bis einschließlich 06.12.2013 krankgeschrieben, während dieser Zeit erhielt ich dann die Kündigung meines neuen Arbeitgebers.

Jetzt habe ich zwei Probleme, meine Krankenversicherung schreibt mich ständig an, dass mein Arbeitgeber nicht verpflichtet sei, bis zum Schluss Gehalt zu bezahlen, ich habe eine Abrechnung für den November, die korrekt ist, jedoch die Abrechnung bis 09.12.2013 (Krankschreibung bis zum 06.12. und 1 Tag Urlaub) fehlt mir noch. Bekomme ich nun das Geld von meinem Arbeitgeber oder von der Krankenversicherung Krankengeld???
Das zweite Problem ist das Arbeitsamt, das mir für den Dezember keinerlei Arbeitslosengeld bezahlen will, mir wurden die Monate Nov und Dez ja von meiner alten Firma in Form der Abfindung mit ausbezahlt und meines Wissens sind diese beiden Monate sozialversicherungsfrei verrechnet, somit stünde ich jetzt ja ohne Krankenversicherung da. Ich hoffe nicht, nochmals krank zu werden, aber so etwas ist ja nicht vorhersagbar.
Können Sie mir da weiterhelfen?? Erst einmal vielen Dank und Grüße
W. Ott

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Aus Ihren Angaben wird nicht ganz klar, zu wann das neue Arbeitsverhältnis geendet hat. Wenn das der 9.12. war und Sie nach dem 6.12. wieder arbeitsfähig waren, dann erhalten Sie kein Krankengeld. Einen Anspruch auf Krankengeld hätten Sie ohnehin nur nach 4 Wochen Bestand des Arbeitsverhältnisses gemäß § 3 III EntgFG. Wenn das neue Arbeitsverhältnis am 1.11. begann, dann wäre die Wartezeit erst am 28.11. abgelaufen gewesen.

Ab diesem Zeitpunkt könnten Sie Entgeltfortzahlung verlangen. Nach dem 6.12. hätten Sie ohnehin einen Lohnanspruch gegen den Arbeitgeber. Warum die Krankenkasse meint, Ihr Arbeitgeber müsse nicht bis zum 9.12. zahlen, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Eventuell müsste man den Sachverhalt weiter aufklären.

Um die zweite Frage beantworten zu können, müsste man auch die Abwicklungsvereinbarung im Wortlaut kennen. Da Sie bis zum 31.12. einen Lohnanspruch gehabt hätten, besteht aber in der Tat kein Anspruch auf Arbeitslosengeld. Das ist immer das Problem, wenn man Lohn in die Abfindung "hineinpackt".
Ihr Anspruch auf ALG I ruht wegen der vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses, weil die Kündigungsfrist nicht mehr eingehalten ist.

Wenn Sie nicht durch eine neue Arbeit pflichtversichert sind, müssen Sie sich notfalls freiwillig krankenversichern und den Beitrag selbst tragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63724 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,2/5,0
Danke, alle Fragen wurden ausreichend beantwortet und ebenfalls eine Empfehlung, wie weiter vorgegangen werden sollte. Danke dafür !. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen dank fuer die ausfuehrliche und gute beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für die Formulierung eines RA sehr konkret und verbindlich. Richtig bereichert haben die kleinen Beispiele unter den allgemeingültigen Regelungen im betroffenen Rechtsgebiet. Denn allgemeingültige Regelungen findet man auch im ... ...
FRAGESTELLER