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Arbeitsrecht evtl Kündigung

19.04.2018 09:45 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich bin 60 Jahre alt und am 1.5.18 seit 7 Jahren angestellt.Letztes Jahr am 1. September 17 wurde die Firma übernommen. Ich war als Aussendienstler in der Bio-Branche tätig.In der neuen Firma werden auch andere Produkte verkauft. Laut Arbeitsvertrag steht mir ein Dienstwagen zur Verfügung. Seit dem 26.10.17 bin ich erkrankt und in ärztlicher Behandlung. Im November 17 musste ich den Dienstwagen abgeben, sowie mein Firmenhandy. Ich habe dann gehört, dass ein neuer Mitarbeiter eingestellt wurde und der mit meinem persönlich vorher ausgesuchten bzw bestellten Firmenwagen fährt. Im Januar 18 wurde Laptop und die anderen Arbeitsmaterialien (Drucker) ebenfalls abgeholt. Am 3.4.18 sollte das Hamburger Modell losgehen und mein AG wurde davon in Kenntnis gesetzt.Das lehnte mein AG ohne Gründe ab. Meine Krankschreibung läuft bis zum 23.4.18. Jetzt habe ich eine Einladung zum Personalgespräch am 23.4.18. Und jetzt befürchte ich, dass ich eine Kündigung erhalten werde, obwohl keine Gründe dafür vorliegen. Auch bin ich seelisch ziemlich angeschlagen, da ich über das Hamburger Modell auch testen sollte, wie es mit der Arbeit klappt. Eigentlich fühle ich mich momentan auch nicht in der Lage. Macht es einen Sinn mich weiter krank schreiben zu lassen? Oder aber, wenn ich da persönlich vorspreche und mir gegebenfalls eine Kündigung bzw Angebot vorgelegt wird, muss ich mich sofort entscheiden? Wie sieht es aus ist es sinnvoll eine Krankschreibung schon in der Tasche vorab zu haben? Könnte ich diese dann dort gleich vorlegen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


vorab die Information, dass der Arbeitgeber keineswegs verpflichtet ist, mit Ihnen eine Vereinbarung zu schließen, die die Wiedereingliederung ermöglicht (Hamburger Modell) und er muss seine Ablehnung auch nicht begründen. Insoweit hat der Arbeitgeber also einen eigenen Ermessensspielraum.


Bei längeren Erkrankungen sind Gespräche üblich, um das weitere Vorgehen abklären zu können - sicherlich wird auch die Frage einer Vertragsbeendigung angesprochen.

Sie sollten es sich in Ruhe anhören (sofern das möglich ist), aber keine Entscheidung treffen, nichts unterschreiben, egal, was man Ihnen sagt oder womit man ggfs. tatsächlich drohen sollte, denn eine einmal abgegebene Zustimmung (egal in welcher Form), werden Sie später kaum rückgängig machen können.


Sofern Ihnen also Vorschläge unterbreitet werden, lassen Sie sich diese schriftlich mitgeben und erbitten Sie eine Bedenkzeit - das Recht haben Sie und sollten sich auch nicht nehmen lassen.


Sollte Ihnen eine schriftliche Kündigung überreicht werden, geben Sie ebenfalls keine Erklärung ab, da diese Kündigung dann auf deren Wirksamkeit hin geprüft werden muss; dabei müssen Sie bedenken, dass eine Kündigungsschutzklage aber binnen drei Wochen beim Arbeitsgericht erhoben werden müsste.


Sofern Sie arbeitsunfähig sind, können Sie eine Bescheinigung natürlich mitnehmen und dort abgeben. Eine Auswirkung auf eine mögliche Kündigung hätte dieses aber nicht, da auch einem Arbeitnehmer gekündigt werden kann, wenn der arbeitsunfähig ist.

Zudem müssen Sie bedenken, dass dann natürlich der Arbeitgeber auch darauf die Kündigung ggfs. stützen kann, denn wenn Sie arbeitsunfähig sind, keine Aussicht auf Besserung besteht (was die erneute AU ja ausdrücken kann), kann ein Arbeitgeber auch deshalb dann durchaus kündigen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



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