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Arbeitsrecht - dauerhafte Erkrankung und Urlaub

17.06.2014 09:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,


ich beschäftige seit ca. 3 Jahren eine Mitarbeiterin, die sich vor ca. einem Jahr einen groben Fehler leistete. Sie gab Telefoncashcodes an einen Betrüger am Telefon heraus, obwohl sowohl auf dem Gerät, als auch auf Anschreiben stand "NIEMALS CODES AM TELEFON HERAUSGEBEN" und sie mitbekommen hatte, dass zuvor bereits mehrmals versucht wurde, sich diese Codes am Telefon anzueignen.

Ich teilte der MA dann mit, dass ich den entstandenen Schaden von 500 EUR von ihr ersetzt bekommen möchte, da es sich meiner Meinung nach um grobe Fahrlässigkeit gehandelt hat. Sie widersprach und wollte das klären.

Kurze Zeit später meldete sich betreffende MA dann krank. Diese Krankheit dauerte nun ca. 10 Monate an. Eine Aussage wann und ob sie je wieder arbeiten kommen würde, lehnte sie bzw. die Krankenkasse ab und es kamen immer wieder "14 Tage" - 1 Monat- Krankschreibungen. Eine Untersuchung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse hat nur ergeben, dass die Erkrankung "berechtigt sei".

Nun hat die MA ihr Arbeitsverhältnis "auf Anraten vom meinem Arzt" gekündigt und verlangt die Auszahlung ihres kompletten Resturlaubs, auch während der Krankenphase.

Bin ich als AG verpflichtet diesen voll zu vergüten? Bekomme ich diesen Urlaubsanspruch (in der Krankenphase) von der KK ersetzt? Wie kann ich erreichen, dass ich die 500 EUR Schaden ersetzt bekomme?

Vielen Dank für die Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

"Bin ich als AG verpflichtet diesen voll zu vergüten?"

Sie sind grundsätzlich verpflichtet, den Resturlaub in dem von Ihnen geschilderten Fall zu vergüten. Bei Langzeiterkrankung verfällt nach neuerer Rechtsprechung der Urlaubsanspruch allerdings nach 15 Monaten. Resturlaub von 2012 verfiel daher zum 31.03.2014. Der Resturlaub aus 2013 und 2014 ist dagegen abzugelten.

"Bekomme ich diesen Urlaubsanspruch (in der Krankenphase) von der KK ersetzt?"

Die Krankenkasse ersetzt Ihnen nichts. Schließlich hätten Sie die Mitarbeiterin auch bezahlen müssen, wenn sie für die offenen Urlaubstage noch arbeitsfähig gewesen wäre und den Urlaub genommen hätte. In beiden Fällen steht Ihnen als Arbeitgeber die Arbeitsleistung trotz Bezahlung nicht zur Verfügung.

"Wie kann ich erreichen, dass ich die 500 EUR Schaden ersetzt bekomme?"

Hierzu wären die von der Rechtsprechung zur Frage der Arbeitnehmerhaftung entwickelten Grundsätzen des sogen. innerbetrieblichen Schadensausgleichs heranzuziehen. Danach kann eine volle Haftung des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber allenfalls bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit angenommen werden. In dem von Ihnen geschilderten Fall dürfte m.E. nach auf grobe Fahrlässigkeit der Mitarbeiterin abgestellt werden. Auch die Schadenshöhe stellt kein grobes Missverhältnis zur monatlichen Arbeitnehmervergütung dar, so dass die Fordeurng in voller Höhe verlangt werden kann. Allerdings tragen Sie im Streitfalle die volle Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Mitarbeiterin tatsächlich die Codes am Telefon herausgegeben hat und dass dadurch der geschilderte Schaden entstanden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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