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Arbeitsrecht-Zeugnisformulierungen

01.11.2012 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe heute den Entwurf eines Zwischenzeugnisses erhalten, den mein Chef mit heute übergeben hat, mit der Bitte ihn zu prüfen, bevor er das Zeugnis durch unseren Personalservice erstellen lässt.
Zu beachten ist, daß unser Konzern mit vorgefertigten Zeugnistools arbeitet.
Generell habe ich über Internetrecherche schon herausgefunden, daß es sich grob um ein gutes 2er-Zeugnis handelt.
Einige Formulierungen kommen mir jedoch merkwürdig vor:
"aufgrund ihrer konstruktiven Haltung"
"überzeugt er/sie durch große Kreativität und eigenständigen Ideen"
".........erweist dem Unternehmen gute Dienste"
Wichtig ist mir vor allem die Überprüfung des Absatzes mit dem "beliebt" in den Verhaltens-Beurteilungen.
[...Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ist vorbildlich. ...ist in allen Abteilungen unseres Hauses wegen seines/ihres Einsatzes und der freundlichen Hilfsbereitschaft beliebt....Aufgrund ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art ist er/sie auch bei unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr beliebt...]
Was ist von den Formulierungen zu halten ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Formulierung
"aufgrund ihrer konstruktiven Haltung"

ist grundsätzlich als gut zu bewerten, wobei es aber auf den Zusammenhang ankommt, in dem diese steht. In der Regel wird eine solche Formulierung bei der Beurteilung des Verhaltens und/oder bei der Leistung zu finden zu sein.

Die Formulierung
"überzeugt er/sie durch große Kreativität und eigenständigen Ideen"

ist ebenfalls als gut zu bewerten.

Die Formulierung
".........erweist dem Unternehmen gute Dienste"
Ist ebenfalls nicht zu beanstanden, wobei man auch hier den Zusammenhang betrachten muss. Eine bessere Formulierung wäre „wertvolle oder äußerst wertvolle Dienste".

Die Beurteilung des Verhaltens
[Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ist vorbildlich. ...ist in allen Abteilungen unseres Hauses wegen seines/ihres Einsatzes und der freundlichen Hilfsbereitschaft beliebt....Aufgrund ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art ist er/sie auch bei unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr beliebt...]

ist ebenfalls als gut zu bewerten. Das Wort vorbildlich ist keinesfalls zu beanstanden und üblich. Für eine sehr gute Beurteilung müsste es „stets" oder „jederzeit" vorbildlich heißen. Auch die Reihenfolge Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter ist nicht zu beanstanden, wobei man sich natürlich fragen kann, wo der Unterschied zwischen Kollegen und Mitarbeitern liegt.

Um ein Arbeitszeugnis realistisch bewerten zu können, muss jedoch der ganze Zeugnistext bekannt sein. Die Aussagekraft von wenigen Auszügen aus einem Zeugnis ist leider sehr eingeschränkt, deswegen kann hier nur auf die generelle Bedeutung einzelner Formulierungen zurückgegriffen werden.

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Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2012 | 17:51

Und das im letzten Absatz 2x hintereinander nur "beliebt" verwendet wurde ist auch als gut zu bewerten? Ich vermutete, daß hier auf etwas besonderes aufmerksam gemacht werden soll.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2012 | 11:16

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die erste Variante ist als gut bis befriedigend zu werten, während die zweite Variante als sehr gut zu bewerten ist. Natürlich ist die doppelte Verwendung des Wortes "beliebt" etwas unglücklich. Das zweite "beliebt" sollte durch das Wort "geschätzt" ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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