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Arbeitsrecht Zeitarbeit Lohn

21.02.2012 13:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag ich Arbeite seit Juli 2010 in einer ZA als Pfleger (helfer) und habe Folgendes Problem
Komplett Fehlendes Gehalt Oktober 2010 November Dezember
danach war die ZA in einen Insolvenzverfahren (Grund wurde uns nicht genannt )Firma Existiert aber noch und hat den Betrieb fortgesetzt nach ausbleibenden Zahlungen Oktober November Dezember 2010 ( wurden wir über Insolvenz gegen Weihnachten erst informiert )
legte ich im Urlaubsmodus meine Arbeit nieder und nahm sie im Februar 2011 wieder auf
Habe aber Für Januar ( Urlaub ) 25% weniger Gehalt bekommen (500 euro)
im Februar war Auftragslage nicht so hoch habe da ein Gehalt von 500 euro bekommen
im verlauf des Jahres 2011 gab es immer wieder nicht nachvollziehbare Lohnauszahlungen ( zu wenig nach erbrachter Leistung ) die nicht gegen kontrolliert werden konnten da ZA die Lohnzettel nicht ausgab oder nur lückenhaft versendete im mom bin ich stolzer Besitzer von 10 Lohnzetteln nach fast 1,5 Jahren Mitarbeit und die Lohnzettel sind stimmen mit Arbeitsvertrag nicht über ein (Lohn AV und Lohn auf zettel sind deutlich auseinander) mir ist ein finanzieller schaden im jahre 2010 von über 5000 EWuro
im Jahr 2011 ein gesamt schaden von ca 2-3000 Euro netto entstanden bisweilen ist es an der Tagesordnung das man hoffen muß das sein Gehalt pünktlich kommt Verschiebungen von bis zu 14 tagen sind keine Seltenheit
nach aussage der Firma ist sie wirtschaftlich gesund und Auftragslage ist sehr gut
auf meine Forderungen des offenen Gehaltes oder Richtigstellung der Lohnzettel wurden Termine vereinbart die seitens der Firma mit permanenten Notfällen oder Geschäftsterminen nicht wahrgenommen wurden leider bin ich nicht der ein zigste in der Firma der diese Probleme hat. bei kurzen und schnellen 4 Augen Gesprächen mit der Geschäftsleitung wurde sehr ungehalten und genervt reagiert man solle sich Termin besorgen , im mom werde ich seit 1 jahr hingehalten . welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich um an mein Gehalt und an meine korrekten Lohnzettel zu kommen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Aufgrund des zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber bestehenden Arbeitsvertrages ist der Arbeitgeber zur Zahlung der vertraglich vereinbarten Vergütung verpflichtet § 611 Absatz 1 BGB.

Daher haben Sie grundsätzlich gegen Ihren Arbeitgeber (ZV) einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Arbeitsentgelts für die Monate Oktober 2010, November 2010 und Dezember 2010, in welchen Sie nach Ihrer Schilderung gar kein Arbeitsentgelt erhalten haben.

Auch für die übrigen Zeiträume, in denen Sie den Ihnen zustehenden Arbeitslohn zumindest nicht in vollem Umfang erhalten haben, steht Ihnen dem Grunde nach der Differenzbetrag zur vertraglich vereinbarten Vergütung zu.

Hinsichtlich der Insolvenz Ihres Arbeitgebers wäre es von Bedeutung zu wissen, über welchen Zeitraum die Insolvenz bestanden hat und ob diese gegebenenfalls zum aktuellen Zeitpunkt noch besteht.

Von der Beantwortung dieser Frage hängt die insolvenzrechtliche Beurteilung Ihrer Ansprüche entscheidend ab. Sofern der Arbeitgeber sich noch in der Insolvenz befindet, kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt die Ansprüche auf Arbeitsentgelt erarbeitet worden sind.

Ansprüche auf Entgeltforderungen, welche vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens fällig waren sind gewöhnliche Insolvenz-verbindlichkeiten. Dies sind nach § 38 InsO alle Forderungen, die aus der Zeit vor dem Insolvenzverfahren herrühren.

Um eine Gleichbehandlung aller Gläubiger zu gewährleisten, erhält jeder Gläubiger eine Zahlung die in einem quotenmäßigen Verhältnis seiner Forderung zum Gesamtumfang der angemeldeten Forderungen besteht.

Bezüglich dieser Entgeltforderungen würden Sie gegebenenfalls nur einen Teil der eigentlichen Forderung erhalten können.

Ansprüche auf Arbeitsentgelt aus der Zeit einer vorläufigen Insolvenz-verwaltung sind Masseverbindlichkeiten nach § 55 Absatz 2 Satz 2 InsO. Entgeltansprüche aus dem Zeitraum nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind Masseverbindlichkeiten nach § 55 Absatz 1 Nr. 2 InsO.

Masseverbindlichkeiten muss der Insolvenzverwalter von sich aus berücksichtigen. Die sind auch vorrangig vor den Insolvenzverbind-lichkeiten zu bedienen.

Daher sind die Realisierungschancen bei Masseverbindlichkeiten höher einzustufen.

Sie können von Ihrem Arbeitgeber die Übergabe korrekter Lohnzettel verlangen. Sollte der Arbeitgeber Ihrer Aufforderung nicht nachkommen, können Sie Klage erheben § 2 Nr.3a ArbGG.

Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang Sie Ihre bestehenden Entgeltansprüche gegen Ihren Arbeitgeber tatsächlich durchsetzen können, kann abschließend nur nach einer umfangreichen Prüfung des Sachverhaltes beurteilt werden.

Soweit Ansprüche bestehen, können Sie diese dann ebenfalls gerichtlich geltend machen.

Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie diese über die Nachfragefunktion stellen. Für eine weitere rechtliche Betreuung
stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Robin Neuwirth, Rechtsanwalt

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