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Arbeitsrecht-Verhalten Vorgesetzter

02.10.2016 00:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


22:56
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund diverser Vorkommnisse (Korruptionsverdacht) der Vorgesetzten, wandte sich die Belegschaft an die betriebliche Compliance Abteilung anonym. Der Arbeitgeber versuchte über seine Führungskräfte, die Namen der anonymen Absender durch Befragung der Mitarbeiter heraus zu bekommen. Des Weiteren wurde auch der Betriebsrat direkt angesprochen, die Namen bekannt zu geben. Den Mitarbeitern und Betriebsräten wurde mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht, sollten sie die Namen nicht Preis geben. Nachdem die Namen dann fest standen wurden die Personen, die das Schreiben an die Compliance verfasst hatten, von den Führungskräften direkt angesprochen und u.a. als Nestbeschmutzer , Schweinereien u.sw. beschimpft. Ferner ihnen mit Kündigung gedroht. Eine Antwort oder dergleichen kam nie von der Compliance Abteilung an die Mitarbeiter.
Nun meine Frage, ist das Verhalten der Vorgesetzten rechtlich in Ordnung oder greift hier eben wegen dieser Vorgehensweise das Strafrecht und nicht das Arbeitsrecht? Und, was sollte man hier tun?
Danke für eine Auskunft!
02.10.2016 | 01:09

Antwort

von


(1162)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Nach Ihrem Sachvortrag ist hier das Strafrecht betroffen, weil das Verhalten der Vorgesetzten als Nötigung im Sinne von § 240 StGB einzustufen ist.

Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt.

Die Drohung mit einer unberechtigten Kündigung stellt insoweit ein empfindliches Übel dar.

Es wäre insoweit zu überlegen, eine Strafanzeige zu erstatten.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 02.10.2016 | 22:49

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Gerne hätte ich noch eine Zusatzfrage:
Die Meldung an die Compliance Abt. war anonym.
Dass das Schreiben an die Führungskräfte einfach weitergegeben wurde
und diese die Namen heraus zu finden versuchten, ist das auch straffällig?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.10.2016 | 22:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Vorgehensweise ist in der Tat befremdlich, unter strafrechtlichen Gesichtspunkten aber leider nicht relevant.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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