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Arbeitsrecht: Urlaubsentgeld bei Kündigung

26.10.2018 14:36 |
Preis: 90,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Unsere Medizinische Fachangestellte war
vom 08.12.2006 bis 01.08.2018 bei uns angestellt
ab 24.01.2017 bis zur Kündigung mit AU erkrankt.

Sie hat am 18.07.2018 zum 01.08.2018 die fristlose Kündigung eingereicht.

In diesem Kündigungsschreiben erstmalige(!) Vorlage des Schwerbehindertenausweises :
50GdB ,gültig ab 27.03.2017

zusammen mit einer Urlaubsendgeldforderung für folgende Auflistung :
(Es gilt der allgemeine Tarifvertrag für MFAs. Es besteht keine außertarifliche Vereinbarung)

- 2016 : 11 Urlaubstage
- 2017 : 30 Urlaubstage , plus 5 Urlaubstage für Schwerbehinderte
- 2018 : 19 Urlaubstage, plus anteilig 3 Urlaubstage für Schwerbehinderte.


nach meinen Recherchen im Internet verfällt der Resturlaubsanspruch nach 15 Monaten.
Das bedeutet, dass der Anspruch an die Urlaubstage von 2016 verfallen wären.

Auch das Verschweigen der Schwerbehinderung bedeutet, dass der Anspruch an die zusätzlichen Urlaubstage nicht besteht. Zumindest nicht für 2017. Evtl. für 2018 ??

Dafür besteht jedoch evtl. Anspruch auf den gesamten Resturlaub für 2018 und nicht nur anteilig, da die Mitarbeiterin nach dem 30.06.2018 und somit in der 2. Hälfte des Jahres gekündigt hat ?
Ob mit den zusätzlichen 5 Urlaubstagen, dass gilt auch zu klären.

Welchen Urlaubsendgeldanspruch hat unsere Mitarbeiterin bei dieser Datenlage ??




26.10.2018 | 16:26

Antwort

von


(201)
Engerstraße 16
47906 Kempen
Tel: 02152/8943380
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Mitarbeiteren hat Anspruch auf Urlaubsabgeltung von 55 Tagen. Wie Sie bereits selbst erkannt haben, ist der Resturalub aus dem Kalenderjahr 2016 spätestens am 31.03.2018 verfallen.

Für das Kalenderjahr 2017 hat sie den vollen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen, aber keinen Anspruch auf den Zusatzurlaub, weil vermutlich die Anerkennung der Schwerbehinderung rückwirkend zum 31.03.2017 erfolgte. Einen rückwirkenden Anspruch auf Zusatzurlaub hat die Mitarbeiterin aber nur, wenn sie in 2017 auch den Urlaub geltend gemacht und auf das Antragsverfahren hingewiesen hat. Dies ist nach Ihrer Schilderung nicht der Fall.

Für das Kalenderjahr 2018 hat die Mitarbeiterin Anspruch auf 20 Arbeitstage zuzüglich ZUsatzurlaub. Nach § 16 Nr. 7 des Manteltarifvertrages für medizinsche Fachangestelle hat die Mitarbeiterin bei Ausscheiden in der 2. Jahreshälfte Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub und der beträgt 20 Arbeitstage. Der Anspruch auf den Zusatzurlaub besteht in voller Höhe, so dass noch 5 Tage für 2018 hinzuzurechnen sind.

Daher besteht ein Gesamtanspruch auf Abgeltung von 55 Urlaubstagen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

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