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Arbeitsrecht - Kündigungsfrist für mich als AN

| 19.06.2017 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Die für den Arbeitgeber gemäß § 622 Abs. 2 BGB verlängerten Kündigungsfristen dürfen durch den Arbeitsvertrag nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers abgekürzt werden (nur durch Tarifvertrag).

Gerne möchte ich Sie um einen kurzen Rat bezüglich meiner Kündigungsfrist fragen:

Mein Arbeitsvertrag läuft seit 01.Sept. 2009, also knapp 8 Jahre.
Darin steht:
"Der AG als auch die AN können das Arbeitsverhältnis gegenseitig mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten auflösen.
Sollte diese Regelung den gesetzlichen Erfordernissen nicht genügen, so gelten statt dessen die gesetzlichen Kündigungsfristen. Darüber hinaus gelten die gesetzlichen Regelungen zur außerordentlichen Kündigung. Die Kündigung bedarf der Schriftform."

1) Ich habe gelesen, dass es bei langer Betriebszugehörigkeit längere Kündigungsfristen gibt: Gelten die für beide Seiten, oder NUR für den Arbeitgeber?

1a) Würde das bedeuten, dass ich als Arbeitnehmer sonst auch längere Fristen habe oder immer die 2 Monate, wie es im Arbeitsvertrag steht?

2) Ich möchte im August oder September meine Kündigung einreichen - wann endet dann mein Arbeitsverhältnis?
19.06.2017 | 19:37

Antwort

von


(571)
Gerner Str. 17
80638 München
Tel: 089/30758845
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

1.
Nach dem Gesetz gibt es zwar längere Kündigungsfristen nach Erreichen bestimmter Etappen der Beschäftigungsdauer, dies gilt aber nur für den Arbeitgeber. z.B. nach acht Jahren Beschäftigungsdauer muss der Arbeitgeber eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende einhalten (siehe <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/622.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 622 BGB: Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen">§ 622 Abs. 2 BGB</a> ).

1.a
Also würde nach dem Arbeitsvertrag für Sie weiterhin die Kündigungsfrist von zwei Monaten gelten. ABER: Die o.g. für den Arbeitgeber verlängerten Kündigungsfristen dürfen durch den Arbeitsvertrag nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers abgekürzt werden, wie hier geschehen. Es gelten daher stattdessen die gesetzlichen Kündigungsfristen, dies bedeutet für Sie eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats, <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/622.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 622 BGB: Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen">§ 622 Abs. 1 BGB</a> . (Anders wäre dies nur, wenn die für beide Seiten festgeschriebene Zwei-Monats-Frist auch in einem für Sie geltenden Tarifvertrag so geregelt wäre, davon gehe ich aber aufgrund der Formulierung im Vertrag „Sollte diese Regelung den gesetzlichen Erfordernissen nicht genügen, so gelten statt dessen die gesetzlichen Kündigungsfristen" nicht aus).

2.
Wenn Ihre Kündigung dem Arbeitgeber also bis spätestens am 03.08.2017 zugeht, wird dadurch das Arbeitsverhältnis zum 31.08.2017 beendet, bei Zugang einer Kündigung spätestens am 18.08.2017 zum 15.09.2017, bei Zugang einer Kündigung spätestens am 02.09.2017 zum 30.09.2017, usw.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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Bewertung des Fragestellers 11.10.2017 | 12:03

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