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Arbeitsrecht Krankheit

| 12.09.2014 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Guten Tag,

mein Name ist xxxxx und ich bin seit 3 Jahren als Versandhelfer tätig bei einem Stahlbauproduzenten (einer GmbH,kein Betriebsrat,über 100 Mitarbeiter).

Ich wollte von Ihnen mal Hilfe und Auskunft zu meiner jetzigen Situation auf der Arbeit, da ich in nichts falsches geraten möchte.
Ich arbeite derzeit bei der Firma xxxxx als Versandmitarbeiter und bin bereits seit 6 Wochen krank geschrieben aus gesundheitlichen Gründen durch die schwere körperliche Belastung (Gelenkschmerzen,Rückenschmerzen,Depressionen,Schlaflosigkeit). Die Situation ist richtig bescheiden auf der Arbeit und ich kann und möchte dort eigentlich nicht mehr hin wegen der übertrieben personellen Unterbesetzung, Überstundenschufterei, Verschmutzung durch Lackierdämpfe, Schikane und Psychospielchen, körperliche Belastung ca 3000 kg am Tag usw.... Nun hatte ich während meiner mittlerweile 6 Wöchigen Krankheitsphase und Behandlungen bei Ärzten aufgrund der Schmerzen auf eine Kündigung seitens meines Arbeitgebers gehofft, da ich wirklich nicht mehr kann und möchte und nach über 30 erfolglosen Bewerbungsversuchen keinen neuen Job in Aussicht habe trotz Qualifikationen. Leider, muss man sagen, traf dies nicht zu bis jetzt. Selbst möchte ich nicht kündigen, da mir Sperre und damit verbundene Leistungen nicht zustehen würden. Was ich gerne von Ihnen wissen möchte:

Wer muss weiter zahlen? Krankenkasse oder Arbeitgeber

Ich bin seit 6 Wochen krank geschrieben (Gelenk- und Rückenschmerzen,Depression). Ich habe jetzt direkt anschließend an die Krankenzeit 8 Werktage bereits genehmigten Urlaub und werde dann sehr wahrscheinlich vom Psychologen (Termin 19.09., neuer Krankheitsgrund) neu krank geschrieben auf unbestimmte Zeit.


Was muss ich sagen? Kann ich das Gespräch verweigern bzw Rechtlichen Beistand fordern während dem Gespräch?


Falls ich nach Genesung wieder zurück komme, wird man mich sehr wahrscheinlich unter dem Vorwand des Krankenrückkehrgespräches mobben, drohen und mit mehreren Gesprächen und Personen unter Druck setzen wollen.

Ehrlich gesagt bin ich so physisch und psychisch kaputt, dass ich da garnicht mehr hin möchte, weil ich ganz genau weiss, was das für eine Anstalt ist und was mich erwartet an inkompetenten Psychos. Meine Vorgesetzter ließ über einen Leiharbeiter kürzlich mitteilen, dass solche Leute wie ich, erschossen gehören. Bevor das eskaliert möchte ich lieber eine Kündigung durch Krankheit provozieren und auch rechtfertigen durch die Ärzte anstatt mich auf der Arbeit fertig zu machen, weil ich genau weiss, wie die Firma tickt. Es gibt keinen vertrauenswürdigen Ansprechpartner und kriminelle Machenschaften (Bestechen von BG und TÜV durch Aussage der Personalreferentin, Umweltverschmutzung, Unzumutbare Arbeitszustände durch Platzmangel zum laufen und arbeiten für 4 Leute).


Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Wer muss weiter zahlen? Krankenkasse oder Arbeitgeber ?"




Nach Ihrer Schilderung zahlt 6 Wochen lang Ihr Arbeitgeber ihr Gehalt weiter. Dies ergibt sich aus § 3 I Satz 1 EntgFG.


Nach den 6 Wochen zahlt Ihnen Ihre Krankenkasse das sog. Krankengeld nach §§ 44 ff. SGB V.




Frage 2:
"Was muss ich sagen? Kann ich das Gespräch verweigern bzw Rechtlichen Beistand fordern während dem Gespräch?"


Das kommt nun auf den Inhalt des Gesprächs an. Und dieses wird sich vorrangig thematisch damit befassen wie es nun konkret weitergehen soll.

Grundsätzlich können Sie auch einen Rechtsbeistand zu dem Gespräch mitnehmen.

Es fragt sich allerdings, wann genau das Gespräch überhaupt sein soll. Während Ihrer Erkrankung und während Ihres Urlaubs brauchen Sie dort grundsätzlich nicht zum Gespräch erscheinen und können dies damit absagen, dass Ihnen ein Erscheinen dort nicht möglich ist.

Ohne Krankenschein und nach dem Ablauf des Urlaubs werden Sie sich einem solchen Gespräch nicht entziehen können ohne Abmahnungen zu riskieren.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.




Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2014 | 11:21

Sehr geehrter Herr Fork,

danke für Ihre schnelle Antwort. Muss der Arbeitgeber mir erneut das Entgelt fortzahlen wenn jetzt zwischen den 6 Wochen Krankheit, meinem Urlaub ohne Krankheit eine erneute Krankmeldung kommt nach dem Urlaub?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2014 | 11:37

Nachfrage 1:
"Muss der Arbeitgeber mir erneut das Entgelt fortzahlen wenn jetzt zwischen den 6 Wochen Krankheit, meinem Urlaub ohne Krankheit eine erneute Krankmeldung kommt nach dem Urlaub?"

Das müsste er dann, wenn Sie zwischenzeitlich wieder arbeitsfähig waren, dann aber wegen einer erneuten anderen Erkrankung wieder arbeitsunfähig wurden (§ 3 I Satz 2 EntgFG) .

Dagegen wird sich Arbeitgeber in der geschilderten Konstellation aber vermutlich mit Händen und Füßen zur Wehr setzen, etwa mit der Begründung die am 19.09. diagnostizierte neue Erkrankung sei nicht neu, sondern habe bereits vorgelegen bzw. eine Arbeitsfähigkeit habe auch im Urlaub nicht bestanden.

Bewertung des Fragestellers 12.09.2014 | 11:44

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 12.09.2014 4,4/5,0
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