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Arbeitsrecht Dienstreise

23.10.2019 14:52 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Vergütung von Reisezeit während und außerhalb der Arbeitszeit

Zu meiner Person, Verwaltungsangestellter, fester Arbeitsort, 40h, 8,75h Mo-Do (6:30-16:00) , Fr 5h (6:30-11:50), Gleitzeit.

Ist folgende Situation arbeitsrechtilich in Ordnung:
Es wird eine Dienstreise von Donnerstag bis Freitag angeordnet, diese wird pauschal mit 8,75h für den Donnerstag und 5h für den Freitag + Spesen vergüten.

- Beginn Donnerstag 6 Uhr
- Bahnverbindung 7h
- kein Zwang zur Tätigkeit während der Bahnfahrt
- Start Vor-Ort-Termin: 13 Uhr
- Ende Vor-Ort-Termin: 19 Uhr
- danach Hotelaufenthalt
- Beginn Freitag 8 Uhr
- Start Vor-Ort-Termin: 8 Uhr
- Ende Vor-Ort-Termin: 12 Uhr
- Bahnverbindung 7h
- Ende Freitag 19 Uhr


Könnte der Arbeitgeber auch anordnen zB. morgens um 10 dort zu sein, sprich man müsste die Reise morgens um 3 beginnen?

Die Tatsache den Angestellten anzuweisen eine Dienstreise zu unternehmen und einen Termin wahrzunehmen, der effektiv 12h meiner Zeit kostet und dieses nur mit 8,75h zu vergüten, stößt bei mir auf Unverständnis.

Wenn das Beispiel oben in Ordnung ist, dann könnte mich der Arbeitgeber auch dazu zwingen morgens um 3 Uhr per Bahn zu einem Termin zu fahren (Bahnfahrt 5h), einen Vor-Ort-Termin von 8 bis 16 Uhr wahrzunehmen und danach mit der Bahn wieder 5h zurück zu fahren, also Ankunft 21 Uhr, oder?


Einsatz editiert am 24.10.2019 10:47:36
Eingrenzung vom Fragesteller
24.10.2019 | 10:46
25.10.2019 | 08:54

Antwort

von


(14)
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73087 Bad Boll
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Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Nachdem Sie schreiben, dass Sie Gleitzeit haben, gehe ich davon aus, dass Sie trotz der genannten Zeiträume keine festen Arbeitszeiten haben.

Reisezeiten, die innerhalb der regulären Arbeitszeit liegen, sind vergütungspflichtig. Für den Donnerstag bedeutet das, dass große Teile der Bahnfahrt - soweit sie nämlich in der regulären Arbeitszeit liegt - vergütungspflichtig sind.
Danach haben Sie über ihre übliche Arbeitszeit hinaus den Termin am Reiseziel wahrgenommen - dies ist auch vergütungspflichtige Arbeitszeit. So dass Sie am Donnerstag über die 8,75 Stunden hinaus kommen.

Am Freitag ist natürlich ebenfalls die Arbeitszeit selbst (8-12 Uhr) zu vergüten. Die Reisezeit danach liegt dann außerhalb ihrer üblichen Arbeitszeiten. Für solche Reisezeiten besteht eine Vergütungspflicht dann, wenn Sie während dieser Zeit entweder auf Anordnung Ihres Vorgesetzen Arbeiten erledigen (z.B.: E-Mails oder Akten lesen) oder im selbst gelenkten PKW sitzen. Haben Sie die Zeit wie bei Ihnen im Rahmen einer Bahnfahrt zur freien Verfügung, besteht grundsätzlich keine Vergütungspflicht. Hier wurde Ihnen von Ihrem Arbeitgeber aber auch die übliche Arbeitszeit vergütet, auch wenn die Reisezeit tatsächlich außerhalb dieser stattfand. Das ist im Ergebnis nicht zu beanstanden.

Zusammenfassend: Sie können für den Donnerstag zusätzliche Arbeitszeit geltend machen.

Hinweise: Ich gehe hier davon aus, dass Sie zur Dienstreise arbeitsrvertraglich oder durch das Weisungsrecht verpflichtet sind, da Sie das "Ob" der Reise nicht in Frage gestellt haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ann Kathrin Traub


Rechtsanwältin Ann Kathrin Traub

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