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Arbeitsrecht Arbeitgeber verlangt einen Drogentest


| 04.05.2018 14:41 |
Preis: 35,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Anordnung des Drogentests aufgrund von Vermutung des Konsums


Hallo erstmal, seid 3 Jahren bin ich bei einer Kunstoff Fabrik(Plastik Verkleidugen für Autos) als Produktionshelfer auf Teilzeit - Basis angestellt( seid einem Jahr in Festeintellung). Meine tätig besteht hauptsächlich darin am Band zu stehen und Kunststoff teile mit einem Rundmesser zu bearbeiten und diese in Behälter zu packen. Kommen wir mal zu Situation : Beim Arbeitsbeginn zog ich meine Schlüssel zum Stempeln aus der Tasche und dabei viel mir ein " Cannabis Stummel" aus der Tasche was der Produktionsleiter leider bemerkte. 2 Tage später ruft der Schichtführer mich ins Büro und wir führten ein 6 Augen gespräch, mit ihm und dem Schichtleiter. Sie befragten mich zum Vorfall ich meinte nur das ich auf der Arbeit nicht rauchen und es auch nicht möglich sei ,da ich nämlich keine Pause auf der Arbeit mache.(freiwillig ). Auch sonst bin ich nie wirklich aufgefallen in den 3 Jahren nie krank gewesen oder zu Spät gekommen. Zudem meinte der Schichtführer beim Gespräch das er es nie von mir erwartet hätte und ich einer seiner besten Leute bin. Die beiden wollen jetzt gerne einen Drogentest von mir sehen, im Gespräch meinte der Produktionleiter wenn ich keinen mache und er mal glaubt das ich bekifft zur Arbeit komme wird der Betriebarztz einen machen. So wie ichs verstanden habe macht der Produktionsleiter sich sorgen dass ich mal einen Umfall mit einem Staplerfahrer habe und die Firma dafür haften muss. Zu meinen fragen


Was passiert /kann passieren wenn ich mich weigere?
Kann ich nur mit einer Abmahnug rechnen oder könnte dies auch Kündigungsgrund sein? ( meines erachtens ist dies kein Sicherheitsrelevanter Job was eine Kündigung rechtfertigt da ich an der Maschine nur stehe und nicht bediene.)
In wie weit betrifft privater Konsum die Unfallverhütungsvorschrift ?
Reicht der Stummel für einen begündeten Verdacht? Kann ja niemand sagen was genau drin war :) (In den letzten 3 Jahren gab es) keine anderen Verdachtsmomente
Können Sie Staplerfahrer als Grund für Unfälle nennen da ich ja "stonded" sein könnte ? Sollten Sie dann nicht lieber die Stapler testen ?

Ich Danke schon mal im Vorraus für die Antworten


04.05.2018 | 15:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es möglich einen Drogentest durchzuführen, wenn gemäß § 2 ASiG eine der dort genannten Voraussetzungen zutrifft.
Ansonsten kann der Arbeitgeber bei Verdacht des Konsums einen Test anordnen.

1.
Ein vom Betriebsarzt durchzuführender Drogentest ist normalerweise nur dann zulässig, wenn ein ernsthaftes Besorgnis besteht, dass sich der Beschäftigte aufgrund seiner Abhängigkeit nicht mehr dazu eignet, der ihm aufgetragenen Tätigkeit nachzugehen, ohne dabei sich selbst oder andere Menschen in Gefahr zu bringen.
Das dürfte hier nicht der Fall sein. Wenn Sie sich weigern, kann man das damit begründen, sollte der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen.
2.
Dei Frage nach der Abmahnung schließt sich der ersten Frage an, da dass eine der Maßnahmen ist, die der Arbeitgeber vornehmen kann. Hier kann man dann gegen die Abmahnung vorgehen mit dem unter 1) Gesagten.
Eine Kündigung würde das nicht rechtfertigen.
3.
Der Konsum wird allgemein sanktioniert, unabhängig ob dieser bei Verrichtung der Arbeit oder Privat vorgenommen wird. Es geht lediglich um die Auswirkung auf der vertraglich übernommen Tätigkeit und ob diese noch ohne Bedenken und Auswirkungen auf den Betrieb vorgenommen werden kann.
4.
Der "Stummel" reicht aus, um einen Verdacht zu begründen. Unabhängig davon, was noch zu finden ist oder ob man hier eine Auswertung machen möchte. Da eine Unsicherheit besteht, wird der Test ja angeordnet.
5.
Die letzte Frage ist leider nicht genau zu verstehen. Ich gehe davon aus, dass es hier um eine Art Schuldfrage geht. Grundsätzlich geht es bei einem Unfall um Verschulden. Wenn Umstände hinzutreten, wie zum Beispiel der regelmäßige Konsum von Alkohol oder Drogen, kann dies Auswirkungen auf die Feststellungen zum Verschulden des Unfalls haben. Jedoch betrifft dies beide Seiten.
Auch der Staplerfahrer wäre zu testen, wenn es Verdachtsmomente dafür geben würde.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 07.05.2018 | 21:22

Erstmal bedanke ich mich für Ihre Beratung.

Ich würde nochmal kurz auf die Antwort 1 und 4 eingehen was im Prinzip aufs selbe hinaus läuft.

1.
Ich könnte dann theoretisch den test verweigern , da bei mir keine Besorgnis besteht meine Tätigkeit auszuüben.
Welche Maßnahmen könnten mich erwarten wenn ich ihn verweigere bis auf die Besagte Abmahnung?

4.
Da der Arbeitgeber ja einen begründete Verdacht hat wie können Sie dies gegeben mich verwenden ? (Nicht das Sie mich in Therapie schicken oder ähnliche ^^, nur weil Sie denken ich könnte berauscht sein

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2018 | 21:30

Sehr geehrter Ratsuchender,
gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt.

1.
Mir ist keine weitere Maßnahme bekannt, die berechtigt wäre. Würde eine Kündigung ausgesprochen werden, kann dies als Grund in dem Zusammenhang nicht herangezogen werden. Insofern sind keine weiteren Maßnahmen ersichtlich.

2.
Nein, der Arbeitgeber hat kein Recht weitere Maßnahmen zu ergreifen. Er kann dies mit Ihnen besprechen und offerieren, dass er das Arbeitsverhältnis ruhend stellt bis zum Abschluss einer Therapie, aber kann Sie nicht dazu zwingen, diese durchzuführen.

Viele Grüße,
RA M. Wübbe


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Bewertung des Fragestellers 07.05.2018 | 21:28


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.05.2018
5/5.0

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