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Arbeitsplatz nach Mutterschutz (Kind oder Karriere)


19.12.2006 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag!

Ich werde voraussichtlich am 27.04.2007 mein Kind entbinden.

Derzeit habe ich eine Stelle als Gruppenleiterin in einem Pharmaunternehmen (betreue 5 Personen (auch externe)) und bin Vollzeit mit unbefristetem Arbeitsvertrag seit Ende 2001 ausschließlich im Innendienst beschäftigt (Multinationales Unternehmen; Niederlassung mit ca. 200 Mitarbeitern)

Da ich als Gruppenleiterin sehr viel aufgebaut habe, hänge ich natürlich an der Position. Meine eigene Planung sieht vor, zunächst 1 Jahre Elternzeit (ink. Mutterschutzzeit) zu beantragen und dann als ½ bzw. ¾ Stelle in meiner Rolle als Gruppenleiterin wieder zu beginnen. Nach Ende des 2ten Jahres d.h. im dritten Jahr möchte ich wieder Vollzeit beginnen.

Ein erstes Sondierungsgespräch mit meinem Vorgesetzten ergab eine drastische Ernüchterung:
Er kann sich weder in einer ½ bzw. ¾ Stelle in dieser Funktion vorstellen und wird daher einen Ersatz einstellen. Auch hat er keine Ahnung was ich dann alternativ tun könnte.

Nun meine Fragen
1. Welche Rechte habe ich ?
2. Habe ich Anspruch auf
a. Auf irgendeinen Vollzeit Arbeitsplatz oder
b. Auf die jetzige Position ?
c. Wie ist der Gehaltsanspruch ?
3. Inwiefern kann mir gekündigt werden ?
a. Welche Gründe müssen vorliegen um mir komplett zu kündigen ?
b. Muss ich eine Änderungskündigung annehmen ? Welche Inhalte ?
4. Welche Möglichkeiten / Alternativen habe ich, mein Ziel durchzusetzen ?
a. Z.B. Heimarbeitsplatz mit 1/2 tägiger Anwesenheit im Büro je Woche
b. 2 Jahre Elternzeit und dann Vollzeitstelle in meiner Rolle als Gruppenleiterin (was passiert dann mit der „Neuen“ ?)
c. …
5. Kann eine Führungsrolle (Gruppenleiterin fachlich nicht personalvorgesetzte) grundsätzlich nicht als ¾ Stelle angeboten werden ?


Vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe!
Beste Grüße!


-- Einsatz geändert am 19.12.2006 15:43:26
Eingrenzung vom Fragesteller
19.12.2006 | 13:47

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Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

1. sie haben generell, nach Ablauf der Mutterschutzfrist, den Anspruch auf Freistellung von der Arbeit für einen Zeitraum von maximal drei Jahren (Elternzeit nach § 15 Abs. 1 BErzGG). Während der gesamten Elternzeit besteht der volle Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz. Dabei gilt grundsätzlich, dass die Elternzeit über vier Zeitabschnitte verteilt werden kann. Die letzten 12 Monate können sogar über das dritte Lebensjahr des Kindes hinaus (bis max. zwischen drittem und achten Geburtstag) genommen werden, dann muss allerdings der Arbeitgeber zustimmen.

2., 3. und 4. sie haben einen Anspruch auf Wiederaufnahme ihrer bisherigen Position, wenn die Elternzeit zu Ende ist. Auch das bisherige Gehalt, das ihnen arbeitsvertraglich zusteht, ist nach der Elternzeit zugrunde zu legen. Eine Kündigung aufgrund der Schwangerschaft ist vollkommen unzulässig. Mithin dürfen nur die üblichen Kündigungsgründe ins Feld geführt werden. Allerdings darf im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung nicht entgegengekündigt werden, weil beispielsweise schwangerschaftsbedingt eine betriebliche Umstrukturierung vorgenommen wurde. Dementsprechend müssen Sie auch keine Änderungskündigung annehmen. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass sie auch einen Anspruch darauf haben, in teilzeitbeschäftigt zu werden. Dies allerdings nur dann, wenn die Arbeitgeber mindestens 15 Arbeitnehmer beschäftigt hat. Sie müssen den Arbeitgeber lediglich jeweils acht Wochen vor dem gewünschten Termin (wenn also die Teilzeit losgehen soll) informieren. Dann müssen allerdings wenig und 15 und maximal 30 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Die Verringerung der Arbeitszeit kann während der Gesamtdauer der Elternzeit höchstens zweimal verlangt werden. Wenn sie mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten möchten, kann keine Elternzeit beansprucht werden.

5. ob eine Führungsrolle generell als ¾-Stelle angeboten werden kann, vermag ich im Rahmen dieser Anfrage nicht beurteilen. Allerdings verweise ich auf meine bisherigen Ausführungen.



Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de
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