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Arbeitsort im Arbeitsvertrag absichern lassen

| 29.10.2018 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Änderung eines Arbeitsvertrages in Bezug auf den Arbeitsort

Ich bin als Arbeitnehmer (IT-Bereich) seit über 10 Jahren am Sitz der Firma als Programmierer (keine Führungskraft) tätig. Nun habe ich entschieden, aus persönlichen Gründen (Arbeitsplatzwechsel des Ehepartners) in eine andere Stadt umzuziehen. Es handelt sich um eine Entfernung zum Firmensitz von ca. 200km.

Mein Arbeitgeber hat bereits signalisiert, dem zuzustimmen. Auch arbeiten bereits andere Kollegen nicht am Firmensitz.

Ich möchte mir dieses Recht aber im Arbeitsvertrag gerne schriftlich absichern lassen. Es geht dabei um drei Dinge:

1. Das mein Arbeitsort nicht auf den Firmensitz festgelegt ist, sondern jeweils mein aktueller Wohnort ist

2. Dies auch nicht vom Arbeitgeber einseitig geändert werden kann, ich also nicht wieder an den Firmensitz zurückgerufen werden kann

3. Dass ich ein uneingeschränktes Recht auf Homeoffice habe, mindestens solange der Arbeitgeber kein Büro an meinem Wohnort anbieten kann

Ich möchte besonders vorsichtig sein, da es in meiner Firma einen Präzedenzfall gab, wo ein Mitarbeiter, der gekündigt werden sollte, aus einer anderen Stadt an den Firmensitz zurückberufen wurde. Da es der Firma klar war, dass der MA dann selbst kündigen würde, wurde so ein Aufhebungsvertrag vom AG vermieden. Ich möchte mich vertraglich so absichern, dass dies nicht passieren kann.

Ich benötige nun Formulierungshilfen zur Aufnahme in den Arbeitsvertrag. Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Folgendes könnten sie vereinbaren:

„Änderung zum Arbeitsvertrag vom…..

Arbeitsort

Die Parteien sind sich darüber einig, dass der Arbeitnehmer ab …. ausschließlich im Homeoffice an seinem jeweiligen Wohnort arbeitet. Der Arbeitnehmer ist nur dann verpflichtet am Firmensitz oder an einem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsplatz zu arbeiten, wenn der Arbeitsort identisch mit dem jeweiligen Wohnort des Arbeitnehmers ist. Die Parteien sind sich darüber einig, dass die Änderung des Arbeitsortes nicht einseitig vom Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechtes erfolgen kann."

Ich empfehle Ihnen neben der Regelung zum Arbeitsort evtl. noch Regelungen zum Punkt Arbeitsmittel zu treffen, d.h. in welchen Umfang der Arbeitgeber diese zur Verfügung stellen muss.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/wp-content/uploads/2018/06/Hinweise-zur-Datenverarbeitung.pdf

https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/datenschutz/


Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2018 | 15:31

Vielen Dank für Ihre Antwort. Meine Rückfrage dazu ist:

Bitte erläutern Sie den Zusatz "im Rahmen seines Direktionsrechtes" in Ihrem Satz "Die Parteien sind sich darüber einig, dass die Änderung des Arbeitsortes nicht einseitig vom Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechtes erfolgen kann."

Als Laie frage ich mich, ob dieser Zusatz nicht doch eine Hintertür offen lassen könnte - im Sinne von "der AG kann zwar nicht im Rahmen seines Direktionsrechtes eine Änderung des Arbeitsortes bestimmen - aber in einem anderen Rahmen (?) evtl. doch".

Oder anders gefragt: Ist die Formulierung "im Rahmen seines Direktionsrechtes" irgendwie zu meinen Ungunsten auslegbar?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2018 | 16:21

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten: Das Direktionsrecht oder auch Weisungsrecht des Arbeitgebers ergibt sich § 106 GeWO und dieses ist allgemein geschrieben und lässt ohne diesen Zusatz gerade die Gefahr, dass der Arbeitgeber davon Gebrauch macht. Eine andere Möglichkeit hat der Arbeitgeber nur durch eine Änderungskündigung, diese kann aber nicht wirksam ausgeschlossen werden, aber für eine Änderungskündigung müssen Gründe vorliegen, bei der Ausübung des Direktionsrecht nicht und gegen die Änderungskündigung können Sie durch das Gericht vorgehen, wenn die Gründe gem. dem KSchG nicht vorliegen.

Bewertung des Fragestellers 29.10.2018 | 16:24

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