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Arbeitsort bestand wenn nie dort gearbeitet?

| 13.02.2009 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag Community,

ich suche ein Stimmungsbild von möglichst vielen Teilnehmern in diesem Forum.

Seit ca. 10 J. habe ich einen Heimarbeitsplatz von meinem Arbeitgeber (AG) eingerichtet bekommen. In der Heimarbeitsplatzvereinbarung, teil des Arbeitsvertrages, wurde vereinbart, das ich 40%-50% der Arbeitszeit dennoch in den Räumen des Arbeitgebers zu erbringen habe. Diese Zeit sollte für Besprechungen und allgemeine Verbesserung der Kommunikation im Arbeitsteam dienen.

Als Arbeitsort wurde der Firmenstandort der meinem Heimarbeitsplatz am nächsten lag festgelegt. Diese Standorte sind ca.130 km voneinander entfernt.
Das Team in dem ich arbeite ist nicht an diesem Firmenstandort, sondern ca. im ca. 300km entfernten Hauptsitz meines AG. Wenn ich mich an diesem Firmenstandort befinde, bleibe ich regelmässig 1-3 Tage dort. Deshalb habe ich auch seit ca 5J. dort ein kleines Zimmer angemietet.
Ausser an diesem Hauptsitz bin ich auch häufiger bei Kunden zum Einsatz gekommen. Den Firmenstandort aus meinem Heimarbeitsplatz-Vertrag habe ich niemals betreten.

Jetzt will meine Firma den Firmenstandort meines Heimarbeitsplatzes schliessen und allen dort beschäftigten, damit auch mir, kündigen.

Fragen:
1. Ist der Arbeitsort der vom Arbeitnehmer über einem Zeitraum von 8 J.nie betreten wurde, dennoch als Arbeitsort gültig?

2. Wenn nein, solche Rechtsmeinung wurde mir von kundiger Seite bereits unterbreitet, kennt jemand Urteile, die diese Meinung untersteichen?

Dies schon einmal im Voraus:
Besten Dank für Alle die sich die Zeit und Mühe machen zu antworten!


13.02.2009 | 13:29

Antwort

von


(1404)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Der Arbeitsort ist geregelt im Arbeitsvertrag und gehört zu den Pflichtangaben nach § 2 NachwG: Nachweispflicht . Demnach lässt sich der Arbeitsort aus dem Arbeitsvertrag entnehmen.

Da der Arbeitsort, wie er im Arbeitsvertrag zugrunde gelegt wurde, nicht Bestandteil war, wurde dieser aufgrund des Direktionsrechtes des Arbeitgebers geändert und festgelegt. (Komm. Henssler, Willemsen, Kalb, § 611, Rndr. 334).

Durch die Ausübung des Direktionsrechtes des Arbeitgebers erfolgt eine genaue Festlegung des Arbeitsortes. Durch die Tätigkeit am Firmenstandort, welcher offensichtlich den Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit bildet, soweit Sie bei Ihrem Arbeitgeber tätig sind und nicht von zu Hause aus oder bei Kunden tätig werden, bildet denn Arbeits- und Erfüllungsort. (Komm. Henssler, Willemsen, Kalb, § 611, Rndr. 337 m.w.N.)

Aufgrund der Umstände ist daher der Arbeitsort nicht aus dem Arbeitvertrag zu entnehmen, sondern aufgrund des Direktionsrechtes und der betrieblichen Übung herzuleiten. Auch wenn der Arbeitsort am Hauptsitz weiter entfernt liegt, als der Firmenstandort der zu Ihrem Heimarbeitsplatz näher liegt, ist dieser trotzdem als der für Sie maßgebende Arbeitsort anzusehen.

Soweit eine Kündigung gegenüber Ihnen ausgesprochen werden sollte, sollten Sie unmittelbar einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Bitte beachten Sie die Frist des § 4 KSchG: Anrufung des Arbeitsgerichtes .

Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 13.02.2009 | 15:38

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Guten Tag Herr Schröter,

Besten Dank für ihre Antwort. Sie hat mir bereits sehr geholfen.

Mein Management, dem ich ihre Antwort vorgelegt habe, will jetzt ernsthaft darauf hinwirken, dass ich noch vor der Betriebsstilllegung meinen Arbeitsort wechseln kann. Somit wäre ich nicht mehr von der Firmenstilllegung bedroht und bekomme aus diesem Grund keine Kündigung.
Ich bin ihnen sehr dankbar.

Gruss

Berndhere


Entschuldigung, das ich meinen Namen nicht ausschreibe, da ich verhindern möchte das er im Internet erscheint.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.02.2009
5/5,0

Guten Tag Herr Schröter,

Besten Dank für ihre Antwort. Sie hat mir bereits sehr geholfen.

Mein Management, dem ich ihre Antwort vorgelegt habe, will jetzt ernsthaft darauf hinwirken, dass ich noch vor der Betriebsstilllegung meinen Arbeitsort wechseln kann. Somit wäre ich nicht mehr von der Firmenstilllegung bedroht und bekomme aus diesem Grund keine Kündigung.
Ich bin ihnen sehr dankbar.

Gruss

Berndhere


Entschuldigung, das ich meinen Namen nicht ausschreibe, da ich verhindern möchte das er im Internet erscheint.


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