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Arbeitslosigkeitsdauer


21.05.2007 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Am 03.07.2007 werde ich 58 und kündige mein 18 1/2 jähriges Arbeitsverhältnis zum 31.12.2007 (Erblindung meinenes Ehemannes).
Welche Fristen, Stichtage sind zu beachten, wielange wird meine Sperrfrist sein, wie lange kann ich arbeitslos sein, um dann in vorgezogener Altersrente überzugehen? (Abzüge?)

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Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
die gesetzlichen Kündigungsfristen ergeben sich aus § 622 BGB. Danach kann seitens eines Arbeitnehmers das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 4 Wochen (28 Tagen) zum fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Für die Kündigung bedarf es keiner Begründung.

Einzel- oder tarifvertragliche Regelungen gehen der gesetzlichen Regelung jedoch vor. D.h sind in Ihrem Arbeitsvertrag oder per Tarifvertrag längere Kündigungfristen vereinbart sind diese grundsätzlich zu beachten. Insbesondere Einzelvertragliche Kündigungsfristen sollten jedoch auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Dies kann jedoch nur nach Vorlage des gesamten Arbeitsvertrages und nicht im Rahmen einer Erstberatung erfolgen.

2.
Kündigen Sie Ihr Arbeitsverhältnis selbst, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben beträgt die Sperrfrist gem. § 144 SGB III 12 Wochen.

3.
Die Voraussetzungen für Altersrente wegen Arbeitslosigkeit sind geregelt in § 237 SGB VI.

Nach Vollendung des 60. Lebensjahres erhält vorgezogene Altersrente, wer vor dem 01.01.1952 geboren ist, nach einer 52-wöchigen Arbeitslosigkeit nach Vollendung des 58. Lebensjahres und 6 Monaten bei Beginn der Rente arbeitslos ist oder für mindestens 24 Monate Altersteilzeitarbeit geleistet hat, in den letzten 10 Jahren vor Rentenbeginn mindestens 8 Jahre eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit ausgeübt und eine Wartezeit von 15 Jahren erfüllt hat. Der Zehnjahres-Zeitraum wird um Anrechnungszeiten (z.B. wegen Arbeitslosigkeit) und um Zeiten des Rentenbezuges verlängert, soweit diese Zeit nicht auch Pflichtbeitragszeit ist. Die frühestmögliche Inanspruchnahme dieser Altersrente wird in den Jahren 2006 bis 2008 in Monatsschritten vom 60. Lebensjahr auf das 63. Lebensjahr angehoben. Liegt der Geburtstag zwischen Januar 1949 und Dezember 1951 ist das frühstmögliche Eintrittsalter 63 Jahre. Dabei hätten Sie einen Abschlag von 7,2% hinzunehmen.

4.
Darüber hinaus können Sie auch die Alterrente ab 60 in Anspruch nehmen, gem. § 237a SGB VI.

Frauen die vor dem 01.01.1952 geboren sind, erhalten nach Vollendung des 60. Lebensjahres vorgezogene Altersrente, wenn sie nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als 10 Jahre Pflichtbeitragszeiten haben und eine Wartezeit von 15 Jahren erfüllen. Liegt der Geburtstag zwischen Januar 1949 und Dezember 1951 ist dabei ein Abschlag von 18 % hinzunehmen.

5.
Beachten Sie bitte das bei Ihnen Umstände vorliegen können (z. Bsp. Altersrente für schwerbehinderte Menschen) die das Renteneintrittsalter und die entsprechenden Voraussetzungen und Abschläge verändern können.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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