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Arbeitslosigkeit und Kindesunterhalt

14.02.2015 09:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur unterhaltsrechtlichen Anrechnung einer Abfindung, die der Unterhaltsschuldner für den Verlust des Arbeitsplatzes erhält

Seit Ende 2012 bin ich (51) geschieden. Meine Kinder (19 und 16) leben bei mir.
Für die beiden Kinder erhalte ich von meinem Exmann (51) monatlich 1180 € Kindesunterhalt.
Sein letztes mir bekanntes Jahreseinkommen betrug ca. 130.000 €.

Nun hat er mir mitgeteilt, dass seine Firma das Arbeitsverhältnis zum 31.07.2015 beenden möchte, man hat einen Auflösungsvertrag geschlossen und ihn freigestellt. Er wird definitiv eine größere Summe als Abfindung erhalten, ich schätze mal so 80-100.000 €, genaue Kenntnis habe ich nicht. Er hat nun angekündigt, dass er dann ab August leider für die Kinder nicht mehr zahlen könne, weil er dann ja arbeitslos sei. Das Arbeitsamt hätte schon mitgeteilt, dass er wegen des Auflösungsvertrags eine dreimonatige Sperre erhalten würde.

Darüber hinaus hat er momentan durch den Verkauf unseres ehemaligen gemeinsamen Hauses ein Vermögen von geschätzt 200.000 €, genaue Zahlen kenne ich auch hier nicht, weil ich bereits ausgezahlt wurde.

Ich bin Beamtin und mein monatliches Nettoeinkommen beträgt ab April (dann Vollzeit) ca. 3200 netto plus Kindergeld abzüglich private KV.
Kind 1 macht im Sommer Abitur und möchte danach ein FSJ absolvieren, wird also vermutlich eigene Einkünfte von ca 300 € erzielen, wird weiterhin bei mir wohnen. Anschließend möchte es studieren. Kind 2 geht noch zur Schule, Abitur voraussichtlich 2017.

Wie wird errechnet sich der Unterhaltsanspruch der Kinder? Ich halte es für realistisch, dass er keine neue Beschäftigung finden wird oder nur mit deutlichen Gehaltseinbußen.
Wie werden die Abfindung und das Vermögen berücksichtigt?
Ich selbst habe kein Vermögen, habe mir von meinem Anteil ein Haus gekauft und finanziere diese Immobilie noch 14 Jahre.

Vielen Dank.

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Für das minderjährige Kind berechnet sich der Unterhalt nach dem (bisherigen) Nettoeinkommen des Vaters. Die Abfindung ist unterhaltsrechtlich auf die auf das Ende der Erwerbstätigkeit folgenden Monate so zu verteilen, dass der bisherige Lebensstandard (und damit auch der Kindesunterhalt) erhalten bleibt. Vom sonstigen Vermögen wird, solange die Abfindung auf die oben geschilderte Art nicht aufgebraucht ist, üblicherweise nur der Zinsanteil berücksichtigt.

Für das volljährige Kind sind Sie beide anteilig nach Ihren Einkommensverhältnissen unterhaltspflichtig. Zugrunde gelegt wird dabei das Einkommen jedes Elternteils, das über dem Selbstbehalt von 1080 € liegt. Bei diesem Selbstbehalt habe ich unterstellt, dass das Kind noch eine allgemeinbildend Schule besucht; andernfalls liegt der Selbstbehalt bei 1.300 €.

Da für die konkrete Unterhaltsberechnung eine Vielzahl von Positionen, insbesondere auch das konkrete Nettoeinkommen und die Höhe eventueller Vorsorgeaufwendungen zu berücksichtigen ist, sollten Sie einen ortsansässigen im Familienrecht erfahrenen Anwalt mit der Einholung der Auskunft und ggf. mit der Berechnung des Unterhalts beauftragen, wenn nicht eine vernünftige Einigung mit dem Kindesvater ohne anwaltliche Hilfe möglich ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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