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Arbeitsloser 'Unternehmer auf Zeit'


24.08.2006 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Hallo,
ich bin Arbeitslos und habe aber ein nebenberufliches Gewerbe als Makler und möchte um einen Auftrag abzuwickeln mich hierfür vom Arbeitsamt abmelden und nachdem der Auftrag abgewickelt ist, wieder Arbeitslos melden, da ich hauptberuflich halt was anderes gearbeitet habe. Was muß ich hier beachten, da ich ja für die Abwicklung Geld bekomme! Was ist für das Arbeitsamt für die Abmeldung maßstäblich?? Der Tag der Rechnungsstellung oder der Tag des Geldeingangs oder der Tag der Unterschrift bei dem Auftrag ????

Über eine Info würde ich mich echt freuen, da mir beim Arbeitsamt nicht so wirklich einer weiterhelfen kann !!!!

Danke schon einaml im voraus !

HM
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage. Für die Antwort kommt es darauf an, ob Sie mit Ihrer Nebenbeschäftigung unter 15 Wochenstunden bleiben - dann wird das Nebeneinkommen auf Ihr Arbeitslosengeld angerechnet - oder ob Sie pro Woche 15 Stunden und mehr arbeiten - dann sind Sie nicht mehr arbeitslos, Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld entfällt und entsteht erst wieder neu, wenn die Anspruchsvoraussetzungen wieder gegeben sind (Arbeitslosigkeit, Arbeitslosmeldung, Erfüllung der Anwartschaftszeit).

Selbständige müssen ihr Nebeneinkommen auf einem AA-Vordruck nachweisen. Die Arbeitsagentur (AA) begnügt sich dabei zunächst mit einer Selbsteinschätzung des Selbständigen.
Abmelden müssen Sie sich nicht, wohl aber die AA über Ihren Nebenverdienst informieren. Der AA stehen viele Wege offen, Informationen über Nebenbeschäftigungen mit Nebeneinkommen zu erhalten. Es lohnt sich daher nicht, der AA gegeber etwas zu verheimlichen. Ihr Nebeneinkommen wird durch den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betreibsausgaben ermittelt.
Falls Sie nun soviel Nebeneinkommen erzielen, dass Sie wegen der Anrechnung kein Arbeitslosengeld mehr erhalten, zahlt das Arbeitsamt wieder, wenn Sie weniger oder nichts mehr verdienen. Dabei wird jede Beschäftigungswoche (7 Tage, beginnend mit dem ersten Tag der BEschäftigung) gesondert betrachtet.
Falls Sie mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten, erlischt der Anspruch auf Arbeitslosengeld (Alg III), s.o. Sie sollten also die leistungserhaltende 15-Stunden-Grenze unbedingt beachten.-

In der Hoffnung, dass ich Ihnen eien erste Orientierung geben konnte, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ulrike Fürstenberg
Rechstanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2006 | 20:13

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Fürstenberg,

danke für die schnelle Beantwortung meiner Frage. Meine Frage zielte jedoch mehr in die Richtung, ob ich mich für eine Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung vom AA abmelden soll und anschliessend wieder anmelden, da ich nur für die Zeit des Auftrages über mein nebenberufliches Gewerbe selbstständig wäre. Im Hauptberuf war ich bis vor kurzen noch Angestellter. Und mein Ziel ist es natürlich wieder einen Job im Angestelltenverhältnis zu bekommen und bis dahin bin ich doch arbeitslos, oder??? Die Arbeitszeit beträgt auf jedenfall unter 15 Std. die Woche. Wann müsste ich mich denn vom AA abmelden, damit nicht meine Nebeneinkünfte auf das Arbeitslosengeld angerechnet werden? Und zählt dafür der Zeitpunkt der Unterschrift unter dem Vertrag des Kunden oder die Rechnungsstellung oder der Geldeingang auf meinem Konto.

Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.

Gruß

H.M.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2006 | 22:22

Sehr geehrter Fragesteller,
Sie können leider die größere Einnahme aus Ihrem aktuellen Maklerauftrag nicht für das Arbeitslosengeld unschädlich machen, indem Sie sich eben mal dort abmelden und hinterher wieder anmelden. Sie können diese Nebeneinnahmen nicht ungeschehen machen, sie müssen sie melden. Die AA wird nachfragen, und je nach Höhe der einmaligen Einnahme wird die Zahlung des Arbeitslosengeldes ausfallen oder verringert werden. Da Sie weniger als 15 Wochenarbeitsstunden mit der Nebentätigkeit beschäftigt sind, erlischt der Arbeitslosengeldanspruch insgesamt aber nicht. Je nachdem, wieviel Sie hinzuverdienen, ändert sich nur die Höhe des Anspruchs gegen die AA.
Viele Grüße,
Ulrike Fürstenberg
Rechtsanwältin

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