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Arbeitslosengeldanspruch (Dauer u. Höhe), nach Krankheit und Kur


| 30.11.2010 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Am 19.10. wurde ich von der Arbeitsstelle weg mit dem Rettungsdienst, ins Krankenhaus verbracht. Ich bin und bleibe krankgeschrieben. Auf ärztlichen Rat und Bescheinigung hin, habe ich den Arbeitsvertrag am 29.11.10, zum 28.02.2011, aus gesundheitlichen Gründen, ordentlich gekündigt. Ich werde aller Voraussicht nach, am 01.03.2011 in gesund geschrieben Zustand , dem Arbeitsamt, zur Verfügung stehen. Bis dahin ist voraussichtlich weiterhin Krankschreibung und eine Reha Kur über den Rententräger geplant.

Auf Grund der Kündigung, die ohne Sperrfrist anerkannt werden wird (wurde vorher abgeklärt) melde ich mich morgen beim Arbeitsamt. Mein regulärer Anspruch auf die Bezugsdauer beträgt 12 Monate.

Was muss ich dort beachten, um Arbeitslosengeldansprüche, ohne Nachteil zu erlangen? Wirkt sich die Dauer der Krankengeldzahlung oder die Zeit der Kur, nachteilig auf die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes aus? Wirken sich Lohnfortzahlung und Krankengeld, in welcher Weise, schmälernd auf das Arbeitslosengeld aus? Muss mir der Arbeitgeber den offenen Urlaubsanspruch von 6 Tagen aus 2010 noch erstatten? Muss er den anteiligen Urlaub, von 2 Tagen, für 2011 erstatten? Oder soll ich mich Mitte Februar gesund schreiben lassen, um den Urlaub so in Anspruch nehmen zu können? Muss mir dieser überhaupt gewährt werden? Wie verhalte ich mich rechtlich richtig und finanziell sinnvoll?


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Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Frage in diesem Forum, vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt:

Frage 1: Bezugsdauer Arbeitslosengeld:

Nach § 26 Abs.2 SGB III sind Personen in der Zeit, für die sie Krankengeld beziehen versicherungspflichtig, wenn sie unmittelbar vor Beginn der Leistung versicherungspflichtig waren. Für Ihren Fall ist dies insoweit bedeutsam, dass sich durch den Bezug von Krankengeld die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld nicht verkürzen wird, zumal Ihr Arbeitsverhältnis bis zum 28.02.2011 besteht.
Sollten Sie zum 01.03.2011 noch nicht wieder arbeitsfähig sein und weiterhin Krankengeld beziehen, so würde sich der Bezugszeitraum für die 12 Monate Arbeitslosengeld an die Gesundschreibung anschließen. Eine Anrechnung des Krankengeldbezugs auf die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld würde in diesem Fall nicht erfolgen.

Frage 2: Höhe des Arbeistlosengeldes

Die Höhe des Arbeitslosengeldes bemisst sich in der Regel nach dem durchschnittlichen Verdienst der letzten 12 Monate sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Hierbei werden aber nur solche Zeiten berücksichtigt, die zum Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitslosigkeit schon abgerechnet waren. Bei Zeiten des Bezuges von Krankengeld, Übergangsgeld, u.ä. wird nicht die Sozialleistung, sondern der ihr zugrunde liegende Lohn zur Berechnung des Arbeitslosengeldes herangezogen.

Frage 3: Urlaubsanspruch bei Ende des Arbeitsverhältnisses
Der Urlaub kann immer nur in dem Kalenderjahr, in dem er entstanden ist, gewährt und genommen werden. Nimmt der Arbeitnehmer folglich seinen Urlaub nicht bis zum 31.12., verfällt er ersatzlos.
Ausnahmsweise kann der Urlaubsanspruch in das Folgejahr übertragen werden, wenn entweder dringende betriebliche Gründe (z.B. erhöhter Arbeitsanfall, Personalengpass) oder Gründe, die in der Person des Arbeitnehmers liegen (z.B. Krankheit) die Übertragung rechtfertigen. Ein wirksam übertragener Urlaub muss bis spätestens zum 31.03. gewährt und genommen werden.
Dies wäre bei Ihnen der Fall so dass der Urlaub entsprechend auf das nächste Jahr übertragen werden kann.
Kann der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden, ist er in Geld abzugelten. Eine Abgeltung kommt jedoch nur in diesem Fall in Betracht. Solange das Arbeitsverhältnis besteht, kann sich der Arbeitnehmer seinen Urlaub nicht "auszahlen" lassen.
Sie sollten sich aus diesen Gründen in keinem Falle wieder „gesundschreiben" lassen, dies könnte auch nachteilige Auswirkungen auf die Aussage der Arbeitsagentur haben, da diese auf die Sperrzeit nur verzichtet, da Sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind diese Tätigkeit auszuüben. Dies würde eine „Gesundschreibung" widerlegen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage geben und wünsche Ihnen baldige Genesung und einen neuen Arbeitsplatz.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 30.11.2010 | 17:09


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