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Arbeitslosengeld und Krankheit

06.10.2016 10:58 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Zusammenfassung: Das Ruhen des Anspruchs auf ALG I beim Bezug der vollen Erwerbsminderungsrente.

Ich bin seit 2014 arbeitsunfähig aufgrund eines Rückenleidens. Nach Aussteuerung aus der Krankenkasse habe ich Antrag auf Arbeitslosengeld I gestellt, gleichzeitig Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Ich bezog vom 01.08.15 bis 31.01.16 Arbeitslosengeld und sodann vom 01.02.16 bis 30.09.16 Rente wegen voller Erwerbsminderung. Mein Antrag auf Weiterzahlung der Rente wurde abgelehnt, gegen diesen habe ich Widerspruch eingelegt. Seitens des Medizinischen Dienstes der Agentur für Arbeit wurde ein Gutachten erstellt (ohne persönliche Vorstellung), wonach ich dem Arbeitsmarkt laut Gutachten zur Verfügung stehe, obwohl sich an meiner gesundheitlichen Situation nichts geändert hat. Ich bin weiterhin arbeitsunfähig krank geschrieben und hatte heute ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit. Dort wurde mir mitgeteilt, daß ich nunmehr nur noch 6 Wochen Anspruch auf Arbeitslosengeld I habe und danach Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen müsse. Wieso habe ich nur noch einen Anspruch von 6 Wochen? Ich bin seit 20 Jahren in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis und habe zuvor nie Arbeitslosengeld bezogen. Ich müßte doch eigentlich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I von 12 Monaten haben, also nunmehr noch 6 Monate oder wird die Rente angerechnet?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gem. § 156 Abs. 1 Nr. 3 SGB III ruht der Anspruch auf ALG I beim Bezug von Rente wegen voller Erwerbsminderung. Insofern ruhte der Anspruch zwischen dem 01.02. und 30.09.2016

Da Sie mehr als 24 Monate versicherungspflichtig tätig waren, steht Ihnen gem. § 147 Abs. 2 SGB III - ALG I für 12 Monate zu. Hierbei wäre aber auch Ihr Alter zu berücksichtigen. Wenn Sie über 50 Jahre alt sind, so staffelt sich die Zeit und Sie haben einen Anspruch auf höhere Dauer des Bezugs von ALG I.

Insofern haben Sie vollkommen Recht, dass Sie einen Anspruch auf weitere 6 Monate ALG I haben.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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