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Arbeitslosengeld nach §145 SBG III - Fiktives Gehalt

18.10.2015 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Liebe Fachkundige,

ich stehe gegenwärtig als Projektmanager in festem Anstellungsverhältnis, bin aus gesundheitlichen Gründen mittlerweile jedoch seit über zwei Jahren arbeitsunfähig.
Nach Meinung meiner behandelnden Ärzte ist die Erkrankung jedoch nur vorübergehend; ich rechne damit, in den nächsten Monaten wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können!

Meine Krankenversicherung hat aufgrund der Dauer meiner Erkrankung mittlerweile die Zahlung von Krankentagegeld eingestellt. Da die ärztliche Behandlung noch andauert und meine finanziellen Rücklagen mittlerweile aufgebraucht sind, habe ich auf Anraten entsprechender Stellen trotz meines bestehenden Arbeitsverhältnisses Arbeitslosengeld beantragt, das nach §§ 145 SGB III: Minderung der Leistungsfähigkeit nun auch bewilligt wurde.

Mit 18 Jahren hatte ich die Schule abgebrochen, da ich als Firmengründer bereits mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigte und keine Zeit mehr für die Schule hatte. In den vergangenen 20 Jahren hatte ich nie weniger als 100.000 Euro Jahreseinkommen und bezahlte stets alle entsprechenden Sozialabgaben.

Als ich nun krank wurde, versuchte ich selbstverständlich, schnellstmöglich wieder arbeitsfähig zu werden, habe in diesen zwei Jahren aber natürlich keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge entrichtet.
Das Arbeitsamt geht bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes deshalb nun von einem fiktiven Gehalt aus, das bei Schulabbrechern naturgemäß niedrig ausfällt. Laut Arbeitsamt habe ich somit Anspruch auf ein Arbeitslosengeld, das knapp 12% meines eigentlichen Nettolohnes beträgt, und damit nur einen Bruchteil meiner monatlichen Fixkosten deckt.

Nun zu meiner Frage:
Ist es richtig, daß die Berechnung des Arbeitslosengeldes von einem fiktiven Gehalt ausgehen muß, obwohl ich aufgrund meines ungekündigten Arbeitsverhältnisses über ein reales (wenn auch ruhendes) Gehalt verfüge?

Ich voraus meinen besten Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Bundesarbeitsangentur muss als Rechtsanwender nach <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/20.html" target="_blank" class="djo_link" title="Art. 20 GG">Art. 20 Abs. 3 GG</a> Recht und Gesetz beachten und hier § 152 SGB III: Fiktive Bemessung .

Da in dem Bemessungszeitraum von 2 Jahren keine Beiträge entrichtet wurde, kann die BA ein fiktives Gehalt zu Grunde gelegt werden.

Da Sie über keine berufliche Qualifikation verfügen, wird nach § 152 Abs. 2 Nr. 4 die niedrigste Qualifikationsstufe angenommen.

Damit hat die BA gesetzlich richtig gehandelt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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