Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitslosengeld bei eigener Kündigung


10.02.2006 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

zu folgender Sachlage würde ich gerne ein paar Fragen stellen:

Ich begann im Januar 1992 Vollzeit zu arbeiten, im August 1998 wechselte ich ohne zeitliche Unterbrechung zu einem anderen Arbeitgeber, im Dezember 2002 wurde meine Tochter geboren und ich nahm 3 Jahre Elternzeit. Seit Dezember 2005 arbeite ich wieder Vollzeit auf meiner alten Stelle. Allerdings stellten mein Mann und ich sehr schnell fest, das unsere Familie und insbesondere unsere kleine Tochter dieser Belastung eines 12 Stunden Tages (erst Kindergarten, dann Babysitter), den sie aufgrund unserer beider Arbeitszeiten hat, nicht gewachsen ist. Zudem hat unsere Tochter eine Entwicklungsstörung und soll nun längerfristig einige Therapien bekommen, die wir aufgrund unserer Arbeitszeiten auch nicht mit ihr wahrnehmen können.
Also entschlossen wir uns dazu, das ich meinen Vollzeitstelle aufgebe und mir für halbtags etwas suche, um unserer Tochter wieder eine ihren Bedürfnissen angemessene Familiensituation zu bieten. Nun zu meinen Fragen:

Natürlich hoffe ich schnell eine Halbtags-Stelle zu bekommen, aber wenn dies nicht so schnell klappt wie wir uns das wünschen:

1. Wenn ich meine Stelle kündige und nicht rechtzeitig etwas neues finde, habe ich anrecht auf Arbeitslosengeld? Ich hatte ja in den letzten drei Jahren Elternzeit und habe ja nicht gearbeitet. Außerdem habe ich gehört, wenn man selber kündigt, wird man für drei Monate für die Berechtigung Arbeitslosengeld zu bekommen gesperrt.

2. Ich habe gehört, wenn man mit dem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag macht, entfällt die Sperrung für das Arbeitslosengeld, es werden nur die Ansprüche auf die Höhe des Geldes gekürzt, ist das richtig?


Vielen lieben Dank für die Beantwortung meiner Fragen
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Grundsätzlich dürfte Ihnen ein Anspruch auf Arbeitslosengeld zustehen.

Da eine Eigenkündigung selbst verschuldet ist, werden Sie mit einer Sperrzeit von 12 Wochen rechnen müssen (§ 144 SGB III).

Leider ist der Auflösungsvertrag kein Mittel mehr, die Sperrzeit zu umgehen. Mittlerweile spricht die Arbeitsagentur regelmäßig beim Auflösungsvertrag eine Sperre aus, da dieser Vertrag eine selbstverschuldete Beendigung darstellt. Selbst der Abwicklungsvertrag nach einer Kündigung wird meist nicht mehr akzeptiert, so dass auch hier mit einer Sperre zu rechnen ist.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER