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Arbeitslosengeld > Anspruchshöhe und -dauer

02.12.2019 15:29 |
Preis: 30,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Im Jahr 2018 beantrage ich Arbeitslosebgeld 1. Es wurde mit Bescheid vom 27.12.2018 bewilligt vom 22.12.2018 bis 20.12.2019. Am 01.06.2019 nahm ich eine gutbezahlte unbefristete Vollzeitbeschäftigung auf, daher wurde Alg1 nur gezahlt bis 31.05.2019 (Bewilligung wurde aufgehoben ab 01.06.2019). Das neue Beschäftigungsverhältnis wurde vom Arbeitgeber in der Probezeit gekündigt zum 14.12.2019. Somit werde ich ab 15.12.2019 erneut arbeitslos sein und Alg1 beziehen. Arbeitssuchend- und Arbeitslosmeldung sind bereits erfolgt; Antrag auf Alg1 ist gestellt. Die Telefon-Hotline der Arbeitsagentur gab mir die Auskunft ich würde jetzt nur für die "restliche Anspruchsdauer" Leistungen beziehen können bis ca. Anfang Juli 2020. Meine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vom 01.06. bis 14.12.2019 wäre für Anspruchsdauer und Anspruchshöhe unerheblich.


Fragen:

1.)
Ist die Aussage der Hotline-Mitarbeiterin korrekt?
Im Ergebnis wäre dann ja von mir bzw. meinem Arbeitgeber 6,5 Monate eingezahlt worden in die Arbeitslosenversicherung ohne jeden positiven Effekt für mich.

2.)
Auf Basis welcher Rechtsgrundlage darf die Arbeitsagentur wie oben geschildert vorgehen?

3.)
Gibt es ein Vorgehen um aus den 6,5 Monatsbeiträgen doch einen positiven Effekt herauszuhaolen bzgl. neuer Anspruchsdauer und Anspruchshöhe?
02.12.2019 | 16:51

Antwort

von


(39)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. positiver Effekt der Erwerbstätigkeit
Bedauerlicherweise verlängert sich Ihr Anspruch auf ALG-I-Leistungen nicht, dies war in der von Ihnen geschilderten Konstellation nur bis 2012 der Fall. Jetzt gilt nach § 142 SGB III grundsätzlich, dass 12 Monate kontinuierlich ein Arbeitsverhältnis bestanden haben muss, eine Ausnahme in Ihrem Fall ist leider nicht ersichtlich.

2. Gesetzesgrundlage
Anbei der Wortlaut des § 142 SGB III :

Zitat:
Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - § 142 Anwartschaftszeit
(1) Die Anwartschaftszeit hat erfüllt, wer in der Rahmenfrist (§ 143) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat. Zeiten, die vor dem Tag liegen, an dem der Anspruch auf Arbeitslosengeld wegen des Eintritts einer Sperrzeit erloschen ist, dienen nicht zur Erfüllung der Anwartschaftszeit.
(2) Für Arbeitslose, die die Anwartschaftszeit nach Absatz 1 nicht erfüllen sowie darlegen und nachweisen, dass
1.
sich die in der Rahmenfrist zurückgelegten Beschäftigungstage überwiegend aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen ergeben, die auf nicht mehr als zehn Wochen im Voraus durch Arbeitsvertrag zeit- oder zweckbefristet sind, und
2.
das in den letzten zwölf Monaten vor der Beschäftigungslosigkeit erzielte Arbeitsentgelt die zum Zeitpunkt der Anspruchsentstehung maßgebliche Bezugsgröße nach § 18 Absatz 1 des Vierten Buches nicht übersteigt,
gilt bis zum 31. Dezember 2022, dass die Anwartschaftszeit sechs Monate beträgt. § 27 Absatz 3 Nummer 1 bleibt unberührt.


3. Mögliches Vorgehen
Ein Vorteil ergibt sich nicht, allerdings darf Ihnen auch kein Nachteil ergeben, d.h. Ihr vorher erworbener Arbeitslosengeldanspruch darf weder der Höhe noch der Dauer nach reduziert werden sondern wird fortgeführt.

Ich hoffe damit Ihre Fragen zumindest inhaltlich zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen eine schöne Woche. Sie können ggf. auch die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


ANTWORT VON

(39)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
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