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Arbeitslosengeld (§ 145 SGB III - Nahtlosigkeitsregelung) - Aussteuerung Krankengeld


02.12.2016 21:55 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Ich bin seit dem 15.07.2015 arbeitsunfähig, so dass mein Krankengeldanspruch am 11.01.2017 ausgeschöpft ist. Mein bestehendes Arbeitsverhältnis mit meinem Arbeitgeber hat weiterhin Bestand und wird auch weiterhin fortbestehen, so dass ich nach meiner vollständigen Herstellung meiner Arbeitsfähigkeit in mein Arbeitsverhältnis zurückkehren werde.

Seit dem 01.12.2016 nehme ich bereits an der stufenweisen Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell teil. Die stufenweise Wiedereingliederung wird in Abhängigkeit des Verlaufs meiner gesundheitlichen Genesung jedoch bis mindestens zum 28.02.2017 fortgeführt werden.

Vorsichtshalber habe ich bereits zum 02.12.2016 meine "Arbeitslosigkeit" mit dem Hinweis auf die Nahtlosigkeitsregelung nach § 145 SGB III bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Bei der Agentur für Arbeit herrscht jedoch Verwirrung in Bezug auf die Bearbeitung meines Anliegens, da mein Arbeitsverhältnis weiterhin fortbesteht und auch weiterhin fortbestehen wird bis meine vollständige Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist und ich meine Arbeit wieder aufnehmen kann.

Nun zu meiner Frage:
1a.) Welchen Anspruch kann ich nach dem Auslaufen meines Krankengeldanspruches geltend machen?
1b.) Aufgrund welcher Rechtsgrundlage?
2a.) An wen muss ich mich dazu wenden, um meinen Anspruch geltend zu machen?
2b.) Ist die Agentur für Arbeit der für mich richtiger Ansprechpartner?
3a.) Welche Anspruchsvoraussetzungen müssen dazu erfüllt sein?
3b.) Was sollte ich in diesem Zusammenhang beachten oder wissen?
3c.) Ist mein oben beschriebener Fall von den Anspruchsvoraussetzungen abgedeckt?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Normalfall wird während der Wiedereingliederung Krankengeld gewährt. Dieses läuft in Ihrem Fall am 11.01 aus. Sollte die Wiedereingliederung im Anschluss an eine Reha-Maßnahme stattfinden, besteht die Möglichkeit Übergangsgeld von der Deutschen Rentenversicherung zu beziehen.
Sollte dies nicht der Fall sein, dann müssen Sie Arbeitslosengeld 1 beantragen.
Das dies möglich ist hat das Bundessozialgericht bereits entschieden: Urteil des Bundessozialgerichts vom 21. März 2007 – AZ: B 11a AL 31/06 R.
Die Nahtlosigkeitsregelung bedeutet im Normalfall, dass Sie trotz der Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosengeld I gezahlt bekommen. Die Arbeitsagentur wird ein Gutachten über die Arbeitsfähigkeit in Auftrag geben und die Vermittlungsfähigkeit prüfen. Sollte dieses Gutachten negativ ausfallen, würden Sie gezwungen werden einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen.
Die gesetzlichen Regelungen zum Übergangsgeld finden Sie in: § 15 SGB VI in Verbindung mit §§ 28, 51 SGB IX. Der Krankengeldanspruch ergibt sich aus § 44 SGB V.
Sie sollten, wenn Sie eine Reha-Maßnahme vor der Wiedereingliederung gemacht haben, unbedingt mit der Deutschen Rentenversicherung sprechen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die Arbeitsagentur ab dem 12.01 Ihr Ansprechpartner, zuvor die Krankenkasse.
Nach dem geschilderten Sachverhalt haben Sie nach Ablauf des Krankengeldes einen Anspruch auf ALG I, sofern die Anwartschaften erfüllt sind, wovon ich ausgehe.

Sollte es konkret Probleme geben, können Sie sich über die angegebenen Kontaktdaten jederzeit direkt an mich wenden.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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