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Arbeitslos - Arbeitsamt


| 14.12.2005 03:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag, meine Bekannte ist nun unverschuldet arbeitslos geworden und erhält ab 01.01 ALG. Sie wurde schon beim Aamt vorstellig und ihr wurden schon verschiedenste Arbeitsvorschläge mit auf dem Weg gegeben. "Problem" Sie kommt mit mir ab Januar ins Ausland und möchte sich dort einen Job suchen. Laut einer früheren Frage kann sie angeblich bis zu 6 Wochen am Stück (?) für die Arbeitssuche dort verbringen. Das Arbeitsamt teilte ihr mit in den ersten 4 Wochen dürfte sie gar nicht weg ??? Meine Fragen: 1. Kann sie bei dort deutlich besseren Jobmöglichkeiten nun mitfahren, wenn sie a) das Aamt informiert und b) dieses über Bewerbungen unterrichtet 2. Kann Sie bei den Bewerbungen in Deutschland offen über Ihren zur Zeit schlechten Gesundheitszustand sprechen oder wird dies entsprechend vom Aamt mit Sperren o.ä. belegt. 3. Hat sie ein Anrecht, nun mit Beginn der Arbeitslosigkeit für welchen Zeitraum zwecks Jobsuche und durchgehender Erreichbarkeit ins Ausland fahren, ohne Sperren/Abzüge zu befürchten 4. Welche genauen Rechte hat sie jetzt aktuell betr. 01.01 und dem Wunsch einen Job im Ausland zu suchen und für diesen Zeitraum ihr Arbeitslosengeld zu erhalten. Wie ist die beste Vorgehensweise, um Stress mit dem Amt zu vermeiden (§) DANKE !

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Rechtsfragen beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt:

zu 1.:
Ja.
Ihre Bekannte kann sich in allen Ländern der EU als Arbeitsuchende bei den Arbeitsämtern registrieren lassen und hat damit Anspruch auf die gleiche Unterstützung wie die einheimischen Arbeitsuchenden. Eine Unterstützung bei der Stellensuche, so ist es EU-weit geregelt, wird nicht von ihrem Wohnsitz abhängig gemacht.

Wenn ein Arbeitsloser im europäischen Ausland eine Stelle sucht, bezahlt das Land, in dem er zuletzt beschäftigt war, seine Arbeitslosenunterstützung.

Für die Arbeitssuche im europäischen Ausland ist zu beachten:

Ihre Bekannte erhält drei Monate lang Arbeitslosengeld, sofern sie sich innerhalb von sieben Tagen nach ihrer Abreise beim Arbeitsamt des Gastlandes gemeldet hat und nachweisen kann, dass sie in Ihrem Heimatland bzw. in dem Land, von dem sie Arbeitslosenunterstützung erhält, arbeitslos gemeldet ist.

Sie sollte sich bereits in Deutschland den Vordruck E303 beim Arbeitsamt geben lassen, den sie dann in dem Land, in dem sie Arbeit suchen, vorlegt.

Findet sie dort keine Stelle, sollte sie innerhalb von drei Monaten zurück in die BRD reisen, damit sie Ihren Anspruch auf ALG II nicht verliert.

zu 2.:
Ja.
Solange sich Ihre Bekannte nicht offensichtlich und wahrheitswidrig bei einem für sie zumutbaren Arbeitsangebot „schlecht macht“, in der Absicht, die Vermittlung in Arbeit zu verhindern, wird sie mit dieser Vorgehensweise keine Probleme bekommen.

zu 3.:
Ja.
Siehe bereits unter Punkt 1.

zu 4.:
Siehe bereits unter Punkt 1.
Ihre Bekannte sollte, wie Sie das bereits andeuten, die Agentur für Arbeit über die geplanten Schritte genau informieren sowie vom Ausland aus die Bewerbungsbemühungen nachweisen, wenn ihr das abverlangt wird.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen bzw. Ihrer Bekannten mit dieser Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben.
Sollten meine Ausführungen noch Unklarheiten enthalten, nützen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2005 | 04:09

Sie ist in diesem Zeitraum aber noch während der Arbeitssuche in Deutschland gemeldet - nicht im Ausland ! PROBLEM ? Mit den ersten vier Wochen müsste sie dem dt. Aamt zur Verfügung stehen, also nicht korrekt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2005 | 05:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

Wie bereits ausgeführt, hängt die Unterstützung bei der Stellensuche im EU-Ausland nicht vom Wohnsitz Ihrer Bekannten ab.

Die Vorschriften der Erreichbarkeits-Anordnung (EAO), insbesondere § 3 Abs. 1 EAO, wonach nur eine Ortsabwesenheit von drei Wochen beantragt werden kann, gelten hier nicht.
Vorrangig ist die EU-Verordnung EG-VO 1408/71, aus der sich die von mir beschriebenen Rechte (Punkt 1 der Antwort) ergeben.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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