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Arbeitserlaubnis und Ausländerrecht

| 26.03.2018 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme aus Georgien und bin seit 3 Jahren hier in Deutschland. Ich habe eine einjährige Ausbildung als Altenpflegehelferin gemacht und dann habe ich die Ausbildung weiter gemacht. Jetzt seit November mache ich eine Ausbildung als Altenpflegerin aber möchte die Ausbildung unterbrechen. Weil ich Schwierigkeiten in der Berufsschule mit dem Lernen habe. Kann ich das machen und einfach arbeiten. Bekomme ich in diesem Fall eine Arbeitserlaubnis von der Ausländerbehorde?

Vielen Dank im voraus.

Bitte schreiben Sie mir so schnell wie möglich zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Mariami Shiriniani

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Von Ihrem Vorhaben kann ich Ihnen leider abraten. Ich gehe davon aus, dass Sie gegenwärtig einen Aufenthaltstitel nach § 17 AufenthG haben. In der Regel wird ein solcher mit der Auflage versehen, dass die Ausbildung nur bei einem bestimmter Betrieb zu erfolgen hat, für den Fall des Abbruchs der Ausbildung erlischt der Aufenthaltstitel. Ein Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit (§ 18 AufenthG ) kann in der Regel nur dann erworben werden, wenn Sie die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Abbruch der Ausbildung und Erteilung eines Aufenthaltstitels gem. § 18 AufenthG ist in der Regel nicht möglich. Denn auch wenn Sie eine Beschäftigung finden sollten, bei der keine Vorrangprüfung durchgeführt wird (Vorrangprüfung bedeutet, dass die Bundesagentur für Arbeit prüfen muss, ob für die Tätigkeit vorrangberechtigte Personen zur Verfügung stehen - Deutsche, EU-Bürger, Ausländer mit Niederlassungserlaubnis), müssen Sie ausreisen und bei der Deutschen Botschaft in Tiflis einen Antrag auf die Erteilung des nationalen Visums für Erwerbstätigkeitszwecke stellen.

Daher empfehle ich Ihnen von Ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2018 | 16:59

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Noch eine Frage :
Werde ich keine Aufenthaltstitel nach Paragraph 18 bekomme obwohl ich letztes Jahr eine einjährige Ausbildung als Altenpflegehelferin erfolgreich abgeschlossen habe?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2018 | 22:04

Werte Fragestellerin,

grundsätzlich kann nach einem erfolgreichen Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsabschluss der Ausbildungstitel in einen Arbeitstitel umgewandelt werden bzw. einen Titel zur Arbeitssuche. Da Sie aber unmittelbar nach der Ausbildung eine Weiterbildung angefangen haben, müssten Sie diese schon beenden. Denn die Umwandlung muss unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss erfolgen.
Da Sie jetzt klargestellt haben, dass eine Ausbildung in Deutschland abgeschloßen wurde (da dies aus dem Fragetext nicht unmissverständlich hervorging) könnten Sie durchaus einen entsprechenden Arbeitstitel bekommen. Sie sind allerdings auf das Wohlwollen Ihres Sachbearbeiters angewiesen. Einen Anspruch auf die Erteilung im Inland hätten Sie nicht.
Besprechen Sie Ihr Vorhaben mit dem für Sie zuständigen Sachbearbeiter bei der Ausländerbehörde. Sollte er damit einverstanden sein, können Sie den die Weiterbildung abbrechen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie eine solche Zusicherung schriftlich bekommen. Dies macht die Ausländerbehörde allerdings in wenigsten Fällen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 26.03.2018 | 17:04

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