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Arbeitserlaubnis nach einem studienvorbereitenden Sprachkurs

27.04.2017 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Die Situation:

Ich bin seit dem 22 März mittels eines Visums für einen studienvorbereitenden Sprachkurs in Deutschland (Ursprungsland: Indien). Mein Ziel war es einen Studienplatz nach dem 6 monatigen Sprachkurs zu suchen, jedoch habe ich bereits über 5 Jahre Berufserfahrung als SAP-Berater (ein Profil das in Deutschland sehr gefragt ist). Kurz bevor ich abgereist bin, erhielt ich mehrere Anfragen von Firmen in Deutschland und der Schweiz, die Interesse für ein Vorstellungsgespräch vermittelten. Da ich jedoch noch nicht die benötigten Sprachkenntnisse hatte, bat man mich, mich zu melden wenn ich den Kurs in Deutschland abgeschlossen habe.
Ich habe mich, als ich in Deutschland ankam, fristgerecht beim Bürgerbüro angemeldet und in zwei Wochen einen Termin für die Ausstellung der vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung.

Meine Frage:
Da ich gerne in Deutschland arbeiten würde, frage ich mich nun, ob ich einen Antrag für eine "Blaue Karte" stellen könnte, falls ich von einem der Unternehmen einen Arbeitsvertrag bekommen würde, obwohl ich mit dieser Art von Visum (die Erwerbstätigkeit ausschließt) eingereist bin? Dürfte ich überhaupt zu den Vorstellungsgesprächen gehen? Oder ist eine Erwerbstätigkeit erst dann möglich, wenn ich einen Studienplatz bekommen habe? Ich weiß, dass man seinen Aufenthaltsgrund ändern kann und die "Blaue Karte" beantragen kann, wenn man immatrikuliert ist - aber ich frage mich ob das mit meinem Sprachkursvisum auch möglich ist?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

das dürfte möglich sein. Denn auf eine Blue Card besteht einen Rechtsanspruch. Dabei kann ausnahmsweise die Einschränkung in § 16 Abs. 2 S. 1 AufenthG umgangen werden.

Das gilt auch für die Zeit der Studienvorbereitung.

Sicherlich können Sie auch Bewerbungsgespräche führen, das ist nicht verboten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2017 | 20:47

Sehr geehrter Herr Grueneberg,

vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe! Woraus ergibt sich denn der Rechtsanspruch auf eine "Blue Card" bzw. gibt es noch andere Rechtsansprüche, die ich nutzen könnte? Und heißt dass, das ich - falls ich einen Arbeitsplatz finde, der die Voraussetzungen erfüllt - mit dem Vertrag zum Amt für Migration gehe und dann dort die Umwandlung meines Aufenthaltsgrundes beantragen kann? Und was müsste ich der Firma bei dem Vorstellungsgespräch über meinen Status sagen - bis dahin hätte ich ja noch keine Arbeitsgenehmigung? Und lässt sich diese Umwandlung meist problemlos durchführen, oder kann es hierbei - da ich ja wie gesagt unter einem anderen Grund eingereist bin - zu Problemen mit den Behörden kommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2017 | 20:58

Der Anspruch ergibt sich aus dem Gesetz § 19a Abs. 1, da dort geregelt ist, dass unter den dort erläuterten Voraussetzungen dem Ausländer die Bluecard erteilt wird. Und nicht, dass diese erteilt werden kann.

Wie Sie richtig vermuten, dass sie zunächst einmal zu einem anderen Grund eingereist sind, kann in der Tat zu Problemen führen, ich denke aber nicht, dass es zu einer Absage führen wird, solange die Ausländerbehörde nicht nachweisen kann, dass Sie schon vor Antrag auf Visum die Absicht hatten, hier zu arbeiten statt zu studieren.

Wie Sie sich zu verhalten haben bei der Firma, das ist leider nicht teil der Frage gewesen, die Nachfrage dient der Klärung von Verständnisfragen, nicht um neue Fragen zu stellen.

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