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Arbeitserlaubnis für Studentin - bulgarische Staatsangehörigkeit

29.04.2008 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Ich bin bulgarische Staatsbürgerin, lebe in Berlin und studiere an der Fern-Universität in Hagen. In meiner Bescheinigung gemäß §5 FreizügG/EU steht, dass für Studenten die Aus übung einer Beschäftigung für einen Zeitraum von 90 ganzen oder 180 halben Tagen sowie die Ausübung studentischer Nebentätigkeiten erlaubnisfrei ist.
In diesem Jahr habe ich noch gar nicht gearbeitet (keine Tage verbraucht). Jetzt habe ich die Möglichket, ab dem 05.05.2008 eine Arbeit aufzunehmen, wo zuerst einen Ausbildungs-(Einarbeitungs)-zeitraum von 3 Monaten in Vollzeit (40-Stunden-Woche) und danach eine Arbeitszeit von 20 Stunden in der Woche vorgesehen ist. Da ich in diesen 3 Monaten Einarbeitung die 90 Tage fast ausschöpfen werde, verbleiben mir für den Rest des Jahren kaum noch Tage. Mein zukünftiger Arbeitgeber hat mich bis jetzt nicht danach gefragt, verlangt aber, dass ich beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages ggf. Arbeitserlaubnis vorlege.
Meine Frage ist, besteht nach dem Ausschöpfen der árbeitserlaubnisfreien Tage die Möglichkeit, einen Arbeitserlaubnis für eine Halbzeitbeschäftigung als Studentin zu bekommen? Was wird unter "die Ausübung studentischer Nebentätigkeiten ist arbeitserlaubnifrei" verstanden- steht in meiner Freizügigkeitsbescheinigung. Ich studiere VWL, es geht um die Einstellung im Service-Center einer Fluggeselschaft - hat also nicht direkt mit meinem Studienfach was zu tun - kann es als eine "studentische Nebentätigkeit" angesehen werden, für die ich keinen Arbeitserlaubnis benötige?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
29.04.2008 | 17:52

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie dürfen 90 volle Tage oder 180 halbe Tage pro Jahr arbeiten, wobei es dann vollkommen unerheblich ist,um welche Art von Tätigkeit es sich handelt. Mit dieser Regelung kommen Sie im Hinblick auf die geplante Beschäftigung schon recht weit:

Wenn Sie am 05.05.2008 anfangen zu arbeiten und dann zunächst für den Zeitraum Mai – Juli in Vollzeit arbeiten, verbrauchen Sie für diesen Zeitraum etwa 60 volle Tage (es werden nur die tatsächlichen Arbeitstage gezählt). Es bleiben somit noch 30 volle Tage bzw. 60 halbe Tage übrig, die wiederum für etwa 3 Monate ausreichen, weil Sie dann ja nur noch halbtags arbeiten.

Halbtags dürfen Sie 4 bzw. 5 Stunden pro Tag arbeiten, je nach länge eines vollen Arbeitstages (8 oder 10 Stundentag).

Dann kommen Sie mit der Regelung hin bis etwa Ende Ende Oktober.

Für die restliche Zeit können Sie weiterarbeiten, wenn es sich um eine studentische Nebentätigkeit handelt. Darunter fallen nicht nur Tätigkeiten an der Hochschule oder in sonstigen wissenschaftlichen Einrichtungen, sondern auch sonstige Tätigkeiten, soweit sie einen Bezug zum Studium haben, d.h. dem Ausbildungszweck dienen. Dies ist natürlich eine Frage des genauen Einzelfalls, ausgeschlossen ist dies nach Ihrer Schilderung nicht. Ich empfehle Ihnen, sich diesbezüglich von der Hochschule beraten zu lassen, die mit solchen Problemen gut vertraut sein sollte. Wenn dies an der Fernuni Hagen nicht möglich ist, versuchen Sie, einen Beratungstermin an einer Berliner Uni zu vereinbaren. Möglicherweise kann ja auch ein Zusammenhang zwischen der Arbeit und dem Studium hergestellt werden und der Arbeitsvertrag entsprechend gestaltet werden.
Es ist ausdrücklich geregelt, dass bei Abgrenzungsschwierigkeiten auch die Hochschulen von den Behörden beteiligt werden sollen.

In jedem Fall sollten Sie sich an die Arbeitsagentur wenden um prüfen zu lassen, ob die Tätigkeit tatsächlich als studentische Nebentätigkeit angesehen werden kann (damit es nicht nachträglich Schwierigkeiten gibt).

Sollte dies nicht der Fall sein, haben Sie auch noch die Möglichkeit, eine Arbeitserlaubnis für diese Tätigkeit zu beantragen, die über die 90 Tage (180 halbe Tage)- Regelung hinausgeht. Auch diesbezüglich können Sie sich an die für Sie zuständige Arbeitsagentur wenden und beraten lassen. Nach den gesetzlichen Regelungen ist dies in jedem Fall möglich.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Bei Bedarf können Sie gerne eine kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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