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Arbeitserlaubnis & Aufenthaltsgenehmigung

| 25.01.2009 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ukrainische Staatsangehörigkeit und bin nach Deutschland im Jahre 2001 als Au-Pair eingereist, danach kam das Studium an der FH. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fachhochschule wurde mir eine Aufenthaltserlaubnis gem. §16 AufenthG für ein Jahr ausgestellt, zur Suche des dem Abschluss angemessenen Arbeitsplatzes. Nach etwa drei Monaten habe ich eine angemessene Arbeitsstelle gefunden und der Aufenthaltitel in meinem Pass wurde dementsprechend umgeändert, gem. § 18 AufenthG nur zur Ausübung bestimmter Beschäftigung bei der Firma X. Nach sechsmonatiger Probezeit hat die Firma X leider entschieden, dass ich doch nicht ins Unternehmensbild passte und hat mir gekündigt. Ausländeramt hat selbstverständlich die Arbeitserlaubnis ungültig gemacht und die neue Aufenthaltsgenehmigung gem. §16 AufenthG ausgestellt. Da ich mein Examen im März 2008 hatte, ist diese Genehmigung nur bis zum 12.03.09 gültig. Wie Sie sehen, die Zeit ist ziemlich knapp, um eine neue Stelle zu finden, und ich habe meine Befürchtungen, dass ich das rechtzeitig nicht schaffen würde. Auf die Frage, ob ich etwas mehr Zeit bekommen könnte, wurde mir im Ausländeramt verneint.
Klären Sie mich bitte auf, habe ich wirklich keine Chancen meine Aufenthaltsgenehmigung zur Arbeitsuche zu verlängern? Vielleicht gibt es auch die anderen Möglichkeiten die Zeit zu gewinnen? Ich bin für alle Vorschläge offen und danke Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Ausländerbehörde hat leider Recht, wenn Sie Ihnen die Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Abs. 4 AufenthG nur bis zum 12.03.09 verlängert. Nach dem Gesetz darf diese Aufenthaltserlaubnis nicht weiter verlängert werden, ein Jahr ab Abschluss des Studiums ist das Maximum.

Die einzige Möglichkeit, wie Sie sicher in Deutschland bleiben können, wäre, einen deutschen Staatsangehörigen oder einen ausländischen Staatsangehörigen, der einen festen Aufenthaltsstatus in Deutschland und eigenes Einkommen hat, zu heiraten. Im Übrigen könnten Sie ein neues Studium an einer deutschen Hochschule aufnehmen und versuchen, eine Aufenthaltserlaubnis für dieses Studium zu erhalten. Voraussetzung hierfür wäre allerdings, dass Ihr Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln gesichert ist. Außerdem wären Sie mit einer solchen Aufenthaltserlaubnis wieder mit dem Status einer Studentin versehen, dürften also keine Vollzeiterwerbstätigkeit aufnehmen.

Andere Möglichkeiten, in Deutschland zu bleiben, sehe ich für Sie leider nicht. Das Ausländerrecht setzt Ihnen enge Grenzen.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine bessere Auskunft geben kann. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen aber gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Rückfrage vom Fragesteller 29.01.2009 | 10:30

Schönen guten Tag Frau Laurentius,

möchte nur kurz nachfragen, nehmen wir an, ich habe ein neues Studium angefangen und dann Innerhalb von einigen Monaten eine meinem ersten Abschluss angemessene Arbeitsstelle gefunden. Kann ich das Studium abbrechen und die Aufenthaltsgenehmigung gem. § 18 AufenthG bekommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2009 | 16:34

Sie können in diesem Fall eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG erhalten; sofern es sich um eine Ihrem ersten Abschluss angemessene Arbeitsstelle handelt, muss auch keine Vorrangprüfung durch die Agentur für Arbeit durchgeführt werden. Allerdings müssen Sie, damit Sie überhaupt in Deutschland bleiben können, erst einmal die Aufenthaltserlaubnis für das neue Studium erhalten. Die Erteilung dieser Aufenthaltserlaubnis steht im Ermessen der Ausländerbehörde und es ist denkbar, dass die Ausländerbehörde sich auf den Standpunkt stellt, für ein Zweitstudium keine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.

Vielleicht wäre auch eine Promotion für Sie eine Alternative. Wenn Sie einen Doktorvater finden könnten, sollten Sie dies ernsthaft erwägen. Die Ausländerbehörden erteilen für ein Promotionsstudium regelmäßig eine Aufenthaltserlaubnis, sofern der Lebensunterhalt gesichert ist.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 02.02.2009 | 10:04

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