Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitsbescheinigung für den Arbeitsamt im Falle eines Aufhebevertrages

19.02.2013 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Arbeitsbescheinigung steht im Punkt 3 (Angaben zur Beendigung des Beschäftigungs-/Arbeitsverhätnisses):
Das Arbeitsverhältnis wurde gekündigt/beendet am 12.10.2012 zum 31.12.2012 durch:
Lösung im geg. Einvernehmen

Bei Lösung des Arbeitverhältnisses durch Aufhebevertrag oder Kündigung durch den Arbeitnehmer: Der Arbeitgeber hätte das Verhätnis gekündigt:
wenn ja: am .. <- Hier hat mein AG erst Mal nichts eingetragen und das fühhrte zur einer 12 Wochiger Sperre für das Arbeitslosengeld. Ca. 1,5 Monate später hat mein AG die Meinung geändert und war einverstanden einzugeben, dass die Beschäftigung sowieso gekünigt wäre. Bei den Daten wurden aber folgende Zahlen eingetragen:
Der Arbeitgeber hätte das Verhätnis gekündigt (ich hatte Kündigungsfrist von 3 Monaten):
wenn ja: am 30.09.2012 zum 31.12.2012
betriebsbedigt: ja
wegen vetragswidrigen Verhatens: nein

Aus meiner Sicht macht die Eingabe für mich nur dann Sinn, wenn das Datum des Aufhebevetrages früher ist, als der eventueller Kündigung. Falls es umgekehrt ist (wie gerade der Fall ist), spielt es für mich keine Rolle und die Sperre bleibt. Stimmt es?
Ich dachte, dass es eher so etwas eingetargen werden soll:
Der Arbeitgeber hätte das Verhätnis gekündigt :
wenn ja: am 30.10.2012 zum 31.01.2013 (1 Monat Sperre ist hier nicht zu vermeiden, aber für die restliche 2 gibt es eine Hoffnung. Das ganze hängt natürlich auch von der Laune des Sachbearbeiters ab)

Da ich eine Abfindung erhalten habe, meinte Arbeitsamt, dass ich auf jeden Fall ein Monat Sperre erhalte, aber ob danach noch 2 Monate diese Sperre bleibt oder nicht, hängt teilweise von diesem o.g. Eintrag ab. Und deswegen die Frage, welche Eigabe in meinem Fall Sinn hat?

Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
P.

Sehr geehrte(r) Ratsuchend(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung beantworten möchte. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine tiefergehende anwaltliche Prüfung nicht ersetzen kann oder soll.

Da ein Aufhebungsvertrag eine arbeitgeberseitige Kündigung vermeiden soll, ist es in der Tat so, dass der Aufhebungsvertrag vor einer Kündigung geschlossen werden sollte. Daher wäre eine angedrohte Kündigung zum 31.01.2013 mit Kündigungsdatum 30.10.2012 sicherlich logischer und sinnvoller, um den Aufhebungsvertrag vom 12.10.2012 zu begründen.

Allerdings müssen sowohl Sie als auch der Arbeitgeber wahrheitsgemäße Angaben gegenüber dem Arbeitsamt machen.

Ferner wird auch die günstigere Angabe des Arbeitgebers nicht zur völligen Vermeidung einer Sperre führen können, da dann im Aufhebungsvertrag die 3-monatige Kündigungsfrist umgangen wurde und mithin die Abfindung grundsätzlich anzurechnen wäre, was zu einer mindestens einmonatigen Sperre führen würde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin



Rückfrage vom Fragesteller 20.02.2013 | 12:59

Sehr geehrte Frau Jacobi,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!
Momentan hat mein AG die Zeiten wie folgt eingegeben:
"Nachtrag zur Arbeitsbescheinigung gem. § 312 SGB III vom 18.12.2012
zu Punkt 3.1.
Bei Lösung des Arbeitsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag oder Kündigung durch den Arbeitnehmer:
Der Arbeitgeber hätte das Arbeitsverhältnis gekündigt: ja
im September 2012 zum 31.12.2012
aus betriebsbedingten Gründen.
Wir bitten Sie, dies zur Kenntnis zu nehmen."

Ich mache mir Sorgen wie das Arbeitsamt diese einbißchen unlogische Lage versteht. Aber ich denke, falls es irgendwelche Fragen gibt, wird mein AG angerufen. In Wirklichkeit ist damals der zuständige HR Mitarbeiter 3 Wochen im Urlaub gewesen, deswegen ist es beim Unterschreiben zu einem etwas späteren Termin gekommen. Aber ob das das Arbeitsamt interessiert?

Mit freundlichen Grüßen,
P.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.02.2013 | 13:13

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bei Rückfragen zu der Arbeitgeberbescheinigung wird die Arbeitsagentur sicherlich den Arbeitgeber und/oder Sie kontaktieren.

Sie sollten zudem selbst dem Sachbearbeier bei der Arbeitsagentur erklären, dass Sie und der Arbeitgeber sich schon vor dem 30.09.2012 über den Aufhebungsvertrag geeinigt hatten, die schriftliche Vertragsfassung aber erst im Oktober unterschrieben werden konnte, weil sich der zuständige Mitarbeiter im Urlaub befand. Sie müssen also darlegen, dass Sie kein Verschulden an der Verzögerung traf sondern allein der Exarbeitgeber dafür verantwortlich ist. Dann besteht vielleicht die Möglichkeit, dass der Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur den Sachverhalt noch einmal besonders prüft und vielleicht die Verzögerung dann nicht zu Ihren Ungunsten bewertet. Eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Auf Basis der Ausgangssituation haben wir eine konkrete Einschätzung mit möglichen Lösungsvorschlägen erhalten. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde ausführlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und umfangreiche, schlüssige Beantwortung meiner Fragen. Sehr freundliche Kommunikation. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER