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Arbeitsaufnahme bei neuem Arbeitgeber während Freistellung

24.09.2011 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


08:29
Ich habe zum Ende Oktober mit meinem aktuellen Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag geschlossen. darin ist eine unwiderrufliche Freistellung von der Arbeit enthalten. (Wortlaut: Der Beschäftigte wird bis zum Beendigungszeitpunkt des Arbeitsverhältnisses von der Erbringung seiner Arbeitsleistung freigestellt. Die Freistellung erfolgt unter Abgeltung von Urlaubsansprüchen und Zeitguthaben). Ich habe die Möglichkeit ab Anfang Oktober eine neue Arbeitsstelle anzutreten.
Muß mein ehemaliger Chef mein Gehalt inkl. Sozialabgaben noch bis Ende der Kündigungsfrist (Ende Oktober) weiterzahlen, so dass ich für einen Monat doppelt verdiene? Ich bräuchte dann beim neuen Arbeitgeber eine zweite Lohnsteuerkarte.

Wie funktioniert das mit den Sozialabgaben ? Diese wären dann beim zweiten Arbeitgeber nur bis zur Bemessungsgrenze fällig, müssten sich die beiden dann absprechen?

Mfg



24.09.2011 | 18:45

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Grundsätzlich endet das Arbeitsverhältnis erst zum vereinbarten Ende, die Freistellung ändert daran nichts. Auch die Sozialabgaben werden bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses – also in Ihrem Falle bis Ende Oktober – vom „alten" Arbeitgeber bezahlt.

Der Arbeitgeber muss eine anderweitige Tätigkeit gestatten. Dabei kann vereinbart werden, dass der Zwischenverdient angerechnet wird. In diesem Fall würden Sie die Differenz des Gehaltes erhalten.

Ja, wenn Sie zwei Gehälter bekommen, müssen Sie eine zweite Lohnsteuerkarte vorlegen, die Sie in Ihrem zuständigen Bürgerbüro erhalten.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.
Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2011 | 19:12

Macht es nicht einen Unterschied, ob es sich um eine widerrufliche ohne unwiderufliche (wie in meinem Fall) Freistellung handelt ? Ich dachte bei unwiderruflicher Freistellung hätte der Arbeitgeber auf meine Dienste endgültig verzichtet und ich könnte jederzeit woanders tätig werden.

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2011 | 08:29

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage unter wie folgt Stellung:

In dieser Hinsicht macht es in er Tat keinen Unterschied, ob die Freistellung widerruflich oder unwiderruflich erfolgte. Die Unwiderruflichkeit hat nur zur Folge, dass der Arbeitgeber Sie nicht mehr zur Arbeit zurückrufen kann.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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