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Arbeitsaufgabe während der Probezeit wegen Burn-out

09.01.2011 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Hallo, ich hoffe, sie können mir meine offenen Fragen schnell beantworten.

Zur Vorgeschichte..
Jahrelang habe ich für einen großen Konzern gearbeitet und nach und nach immer mehr Aufgaben übernommen. Was mir ja eigl. auch Spaß gemacht hat. Meine Körperlichen Beschwerden häuften sich.
Bis es dann vor ca. 2,5Jahren zum Bourn-out kam und mein Körper nicht mehr so wollte, wie ich.
Danach war ich mind. 1 Jahr krank geschrieben und habe einen Therapeuten aufgesucht, der mir auch sehr half. Zur alten Arbeitsstelle wollte ich nicht zurück kehren, da sich an der Situation nichts geändert hätte.
Danach war ich dann ca. 9 Monate Arbeitslos gemeldet und bezog ALG1.

Nach mehreren Vermittlungsvorschlägen wollte ich endlich wieder ins Arbeitsleben.
Ich haben mich dann bei einer Firma vorgestellt, vor der mich mein Berater bei der Arge mit einem zwinkern gewarnt hat, aber die Aussichten auf andere Stellen waren schlecht.
Ich habe mich also in der Firma vorgestellt, habe auch von meinem Burn-out erzählt. Aber so wirklich konnte niemand etwas damit anfangen.
Da ich umfangreiche Kenntnisse in den verschiedensten Gebieten der Branche vorweisen konnte, wusste die Firma nocht nicht genau, für welchen Bereich sie mich einsetzen würde.
Ich habe trotzdem eine Zusage für die Stelle bekommen. Nur leider hatte ich ein komische Bauchgefühl, was mich dann auch am 1.Arbeitstag bestätigte.
Denn erst am 1.Tag wurde ich durch die Firma geführt und mir wurde mein Arbeitsplatz und mein Aufgabengebiet gezeigt.
Ich kann das Gefühl garnicht beschreiben, aber ich habe mich so sehr unwohl gefühlt, das innerhalb von wenigen Stunden fast alle Symtome meines Burn-out wie in den "besten Zeiten" wieder hoch kamen. Es war die Hölle für mich. Leider konnte ich mich auch nicht in den Pausen zurück ziehen, da die Firma keinen Aufenthaltsraum hat.
Abends war ich dann so schlapp, das ich mich nur noch verkrochen hab und meine Ruhe wollte, nichts und niemand wollte ich sehen.
Und weil ich dieses Gefühl nie mehr spüren wollte, wollte ich auch nicht mehr zur Arbeit. Ich hätte auf mein Bauchgefühl und die Warnung vom Berater hören sollen.
Nach nur einem Arbeitstag kam dann ab dem 2.Tag und bis heute die Krankmeldung.
Da mich mein Arbeitgeber wohl nicht kündigen wird, werde ich wohl kündigen müssen.
Da ich noch in der Probezeit bin habe ich eine Kündigungsfrist von 2 Wochen.
Klar ärgere ich mich über mich selbst, aber meine Gesundheit geht mir vor.

Jetzt zu meinen Fragen:
-Wie geht es jetzt weiter bzgl.ALG1,
muss ich jetzt mit einer Sperrzeit rechnen oder reichen meine Gesundheitlichen Gründe aus um die Sperrzeit zu umgehn? Kann mein Arzt mir ein Attest schreiben für die Arge, damit ich nicht gesperrt werde?
-Gibt es bei der Arge nicht die Möglichkeit einer Eingliederungzeit nach so langer Krankheit, damit ich mich nach und nach mehr belasten kann?
-Wenn ich gesperrt werde, mit welcher Sperrzeit muss ich rechnen und wie regele ich das mit der Krankenversicherung und was sonst noch anfällt?
-Welche verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch, um wieder ins Arbeitsleben zu starten?
Kann die Arge mich da nicht mehr unterstützen?


Ich bedanke mich schonmal für ihre Antwort.






Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Die Verhängung einer Sperrzeit müssen Sie bei einer Eigenkündigung wegen Krankheit nicht fürchten, wenn Sie einen wichtigen Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben.

Ein wichtiger Grund kann jedenfalls in Ihrer Krankheit gesehen werden. Sie müssen jedoch die Umstände des wichtigen Grundes darlegen und beweisen, wenn die Umstände Ihrem Verantwortungsbereich entstammen.
Sie müssen insoweit ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem sich klar ergibt, dass Sie die Arbeit auf Dauer nicht ausüben können oder gar Ihr Gesundheitszustand sich verschlechtert.
Hier sollten Sie jedenfalls den Kontakt zur ARGE suchen und den Fall detailliert schildern.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2011 | 23:23

Hallo zurück und danke für die Antwort.
Nur leider kann ich noch nicht wirklich viel mit den Antworten anfangen.
Ich werde auf jeden Fall zum Hausarzt gehn und fragen, wie ich jetzt vorgehen soll und was sein Ärztlicher Rat ist. Und mein Berater bei der Arge weiß über mein Burn-out bescheid.

Aber was ist mit meinen restlichen offenen Fragen?
-Gibt es bei der Arge nicht die Möglichkeit einer Eingliederungzeit nach so langer Krankheit, damit ich mich nach und nach mehr belasten kann?
-Wenn ich gesperrt werde, mit welcher Sperrzeit muss ich rechnen und wie regele ich das mit der Krankenversicherung und was sonst noch anfällt?
-Welche verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch, um wieder ins Arbeitsleben zu starten?
Kann die Arge mich da nicht mehr unterstützen?

Danke und liebe Grüße


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2011 | 00:01

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.


Gibt es bei der Arge nicht die Möglichkeit einer Eingliederungzeit nach so langer Krankheit, damit ich mich nach und nach mehr belasten kann?

Wenn Sie durch ein ärztliches Attest nachweisen, dass Sie aufgrund Ihrer Krankheit für den Arbeitsmarkt derzeit nicht zur Verfügung stehen können, wird die ARGE dies bei der Arbeitsmarktberatung und der Arbeitsvermittlung entsprechend berücksichtigen.


Wenn ich gesperrt werde, mit welcher Sperrzeit muss ich rechnen und wie regele ich das mit der Krankenversicherung und was sonst noch anfällt?

Nach Ihrem Sachvortrag ist mit Ihrem Krankheitsbild nach meiner Erfahrung nicht davon auszugehen, dass eine Sperrzeit verhängt wird.


Welche verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch, um wieder ins Arbeitsleben zu starten?

Der erste Weg kann für Sie zunächst nur darin bestehen, dass Sie sich in psychischer Hinsicht wieder stabilisieren, um den Belastungen eines Arbeitsverhältnissen wieder gerecht zu werden.

Dann könnten Sie überlegen, sich selbst wieder zu bewerben oder eine berufliche Weiterbildung ins Auge zu fassen (Stichwort: Forbildung, Umschulung, Erwerben einer Zusatzqualifikation, berufsbegleitende Weiterbildung).

Nähere Einzelheiten finden Sie unter http://www.stellenreport.de/stellenreport/Bewerbung/Professionals_Arbeitsmarkt.asp.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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