Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitsamt will das ich mich mit AU vorstelle

| 16.09.2011 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo
Ich bin 51Jahre alt,AU seit 25.01.10,ausgesteuert am 02.08.11,habe mich arbeitslos gemeldet(bin in ungekündigter Stellung)erhalte nun Leistung(nicht nach §125SBG)sondern als normaler Arbeitsloser.
Wurde vom ÄD als vollschichtig tgl 6Std und mehr
eingestuft.Gleichzeitig wurde festgestellt das ich meine zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus orthopädische
Sicht nicht mehr verrichten kann und die Leistungs-
einschränkungen auf Dauer bestehen werden,Nach dieser Beurteilung soll ich als Bürohilfskraft in
Vollzeit vermittelt werden(letzte Tätigkeit im
Einzelhandel Leiterin einer Filiale)Ich habe eine
Erklärung zum Restleistungsvermögen unterschrieben
(leider erst Zuhause durchgelesen)Inhalt u.a.
Ab heute..DARF ICH MICH BEI EINER VORSTELLUNG NICHT AUF MEINE KRANKHEIT BERUFEN.GEGEBENENFALLS
DARAUF HINWEISEN DAS ÄRZTLICH FESTGESTELLT WURDE
DAS ICH DIE BESCHÄFTIGUNG TROTZ MEINER KRANKHEIT
AUSÜBEN KANN.Dazu meine 1.Frage.Ich bin bis jetzt
und werde auch weiterAU sein.Kann man oder darf
man eine Arbeit mit laufendem Krankenschein an-
nehmen?
Aufgrund meiner Dauererkrankung bräuchte ich die
AUs auch nicht mehr einreichen,da die Vermittlung
trotzdem weiter gehen.Ich bin doch schließlich
nur dort gelandet weil die KK sich nach 78 Wochen
aus der Verantwortung zieht.Es darf doch keiner
für seine Krankheit bestraft werden.
Als nächstes soll ich mir von meinem AG eine
Bescheinigung besorgen die meine Einsatz unter
Berücksichtigung meines Restleistungsvermögens
enthält.Mit anderen Worten soll mir bescheinigt
werden,das sie für mich keine Arbeit haben.
Das wäre nun meine 2.Frage.
Wenn ich mir eine solche Bescheinigung ausstellen
lasse, dann kann mein AG mich doch sofort kündigen,oder?(Das möchte ich auf keinen Fall,da
Schließungen im Gespräch sind,und auch meine Filiale davon betroffen ist.Da ich ja noch ein
Arbeitsverhältnis habe,möchte ich mir eine eventuelle Abfindung mit entgehen lassen (ich bin
jetzt 28 Jahre bei dieser Firma)
Um schnelle Beantwortung wäre ich sehr dankbar
habe am 21.09.den nächsten Termin

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1.Frage.Ich bin bis jetzt
und werde auch weiterAU sein.Kann man oder darf
man eine Arbeit mit laufendem Krankenschein an-
nehmen?

Ja, Sie dürfen das, aber Ihnen kann später uU vorgehalten werden, dass Sie den Befund des Arztes über Ihre AU durch die Aufnahme der Arbeit widerlegt haben. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn sich Ihr Gesundheitszustand während der Arbeit nicht verschlechtert hat.

Sie sich, soviel ich verstanden habe, nur Berufsunfähig und nicht vollständig erwerbsunfähig. Einige Arbeiten können und dürfen Sie doch v errichten.

Wenn ich mir eine solche Bescheinigung ausstellen
lasse, dann kann mein AG mich doch sofort kündigen,oder?

Eine personen- oder krankheitsbedingte Kündiung darf - ungeachtet weiterer Voraussetzungen- ausgesprochen werden, wenn zurzeit des Zugangs der Kündigung mit einer negativen Zukunftsprognose bzgl der Krankheit gerechnet werden kann. Da Sie aber vom AG gerade eine Bescheinigung darüber verlangen, dass Sie für seinen Beruf völlig unfähig sind, darf er meiner Meinung nach sogar eine außerordentliche Kündigung aussprechen. Über den Voraussetzugen für eine krankheitsbedingte Kündigung können Sie im Urteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vom 10.05.2011, Aktenzeichen: 3 Sa 17/11
lesen.
Die Bescheinigung ist für Sie ohnehin nicht so wichtig.
Ob Sie dem Arbeitgeber Ihre AU mitteilen müssen, ist eine dritte Frage, die nicht hier unter diesem Einsatz zu beantworten ist.



Ich hoffe, Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage ermöglicht zu haben. Diese Beratung kann nicht eine mündliche Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

MIt freundlichen Grüßen


Edin Koca
Rechtsanwalt

www.edinkoca.com
info@edinkoca.com
Taunusstraße 43
60329 Fra

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2011 | 17:39

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort
Nur das ich das jetzt richtig verstanden habe.
1.Ich darf Arbeit mit AU aufnehmen und wenn ich
dabei keine Beschwerden habe stelle ich meinen
Arzt als Scharlatan hin der keine Ahnung hat?
2.Ich WILL ja keine Bescheinigung vom AG,ich SOLL
sie ja für die AfA beibringen.Bisher hat niemand
von Kündigung gesprochen,ich möchte da keine
schlafende Hunde wecken.Kann man so etwas
verweigern?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2011 | 20:04

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe Ihnen mitgeteilt, dass Sie trotz einer AU-Bescheinigung arbeiten dürfen, wenn Sie das so machen sollen. Außerdem haben Sie gesagt, dass der Arzt Sie für einen von Ihnen ausgeübten Beruf für arbeitsunfähig hält und nicht für alle Berufe, bzw. nicht für erwerbsunfähig. Keiner will Sie in Ihrem bisherigen Job weiter beschäftigen lassen. Ich sehe darin überhaupt kein Problem. Sie können auch den Job, den Sie bisher verrichtet haben und für den die Unfähigkeit festgestellt worden ist, weiterhin auf die Kosten eigener Gesundheit verrichten. Warum Sie das machen sollen, erschließt es sich mir nicht. Keiner zwingt Sie dazu, wie ich das verstanden habe.

Sie haben jetzt eine dritte Frage gestellt. Sie wollen wissen, ob Sie jetzt das Ausfüllen des Bogens durch den AG verweigern dürfen. Das bezieht sich auf die Weite der Mitwirkungspflicht gem. § 60 SGB I und auf Ihre Informationsfpflicht gegenüber Ihrem Arbeitgeber. Ich kann diese nachgeschobene Frage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes nicht beantworten. Wenn Sie wollen, Sie können mich konktaktieren und ich kann Ihnen die Frage gegen einen Aufpreis beantworten.

Wenn Sie das dem AG mitteilen und er keinen anderen Arbeitsplatz für Sie hat, können Sie mit einer Kündigung rechnen. Ob und wie das auszuweichen ist, ist eine andere Frage. Eine weitere Frage ist, wie Sie Ihren Verpflichtungen gegenüber dem AA gerecht werden können.

Mit freundlichen Grüssen

Edin Koca
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.09.2011 | 16:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Antwort kam sehr schnell,mußte aber Nachfragen da die 2.Frage nicht
ganz richtig rüber gekommen ist."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen