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Arbeitsamt kündigt Anspruch auf ALG 1

| 20.07.2021 23:50 |
Preis: 65,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau bezieht im Moment Arbeitslosengeld 1 und hat Anspruch bis ende November.2021.
Ab Januar 2022 hat Sie bereits eine neue Arbeitsstelle ( Vertrag ist Unterschrieben ).
Dass hat Sie natürlich dem Amt gemeldet und von deren Seite kam auf der Stelle dass Sie sich trotzdem bewerben muss auf andere Arbeitsstellen auch wenn bereits ein Arbeitsvertrag vorliegt!
Jetzt hat ihre Beraterin sie sofort gekündigt und sagt sie hätte kein Anspruch mehr auf ALG 1. Heute kam ein Brief mit einer Zwangsmasnahme die sie antreten soll am 28.7.2021. Aber wir wissen nicht einmal ob sie weiterhin ihr Geld bekommt obwohl Sie Anspruch hat.
Sie soll sich Hartz 4 anmelden wenn sie Geld braucht !

Unsere Frage(n)

Hat meine Frau kein Anspruch mehr da sie ab nächstes Jahr wieder eine Arbeit hat ?

Muss Sie sich weiterhin bewerben um Arbeit zu finden für die 3 Monate die ihr noch zustehen ?

Gibt es irgendetwas dass wir tun können? Wir hoffen dass Sie uns hierbei helfen können


Mit freundlichen Grüßen

21.07.2021 | 06:39

Antwort

von


(2423)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich ist Ihre Frau, auch vor Ablauf des ALG I Bezuges verpflichtet, weiterhin Arbeiten anzunehmen oder auch an Maßnahmen teilzunehmen.

Aber die Beraterin kann nicht einfach den Bezug von ALG I kündigen. Das ist nicht möglich. Es kann allenfalls eine Sperrzeit angeordnet werden. Das ist aber auch mündlich nicht möglich.

Ihre Frau muss daher weiterhin Geld bekommen.

Es muss Ihrer Frau zunächsteinmal schriftlich, ganz wichtig schriftlich, mitgeteilt werden, welche Folgen es haben kann, wenn Sie sich nicht bewirbt oder aber auch an Maßnahmen nicht teilnimmt oder eine Arbeitsstelle nicht antritt.

Möglicherweise steht dieses ist dem Brief, den Ihre Frau jetzt bekommen hat.

Ihre Frau sollte, auch wenn dieses unterschiedlich beurteilt werden schon dagegen Widerspruch einlegen, wenn Sie die Maßnahme nicht antreten will.

Dann kann aber erst, wenn Ihre Frau die Maßnahme nicht antritt, eine Sperrzeit angeordet werden. Diese darf aber zunächst nur drei Wochen betragen, wenn es zuvor noch keine Sperrzeiten deswegen gegeben hat.

Das ALG I ganz einstellen kommt nach Ihrer Darstellung nicht in Betracht.

Hat in dem Brief gestanden, dass eine Sperrzeit angeordnet werden kann, wenn Ihre Frau nicht an der Maßnahme teilnimmt, könnte Ihre Frau dann einen neuen Bescheid erhalten, mit dem eine Sperrzeit angeordnet wird. Dann erhält sie für die dort angegebene Zeit keine Leistungen.

Dann muss dagegen vorgegangen werden. Ihre Frau muss dann dagegen auf jeden Fall Widerspruch einlegen.

Die neue Arbeitsstelle hat insoweit keine direkte Auswirkung; auch nicht das Ende des ALG I Bezuges. Ihre Frau muss dennoch ihren Pflichten nachkommen.

Es kommt hier aber auch darauf an, welche Maßnahme überhaupt verlangt wird. Dann kann auch beurteilt werden, ob diese noch sinnvoll ist.

Auf jeden Fall muss Ihre Frau noch Leistungen erhalten, bis zur schriftlichen Entscheidung über eine Sperrzeit.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle





Rückfrage vom Fragesteller 21.07.2021 | 11:01

Ich beziehe Arbeitslosengeld 1 noch bis November.(letzte Zahlung ist Ende Oktober) ich habe mittlerweile einen unterzeichneten Arbeitsvertrag ab dem 1.01.2022.
ich soll nun jedoch von 28.7-22.9.21 an einer Maßnahme *Thema: Durchstarten * teilnehmen, in der erläutert wird wie ich mich auf Vorstellungsgespräch verhalte,durchführe….
Diese ist doch überhaupt nicht sinnvoll für mich, da ich ja eine Stelle habe oder sehe ich das falsch. Besser ist doch ich suche mir für die restlichen Monate Arbeit oder?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.07.2021 | 11:14

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich stimme Ihnen zu. Die angedachte Maßnahme ist nicht mehr sinnvoll. Ich stimme Ihnen auch zu, dass es besser ist, für die restlichen Monate bis zum Antritt der neuen Arbeitsstelle eine Beschäftigung zu suchen.

Sie müssen das Schreiben, mit dem Sie aufgefordert wurden die Maßnahme durchzuführen, genau durchlesen. Ist Ihnen eine Sperre angedroht worden, sollten Sie dagegen schon Widerspruch einlegen, auch wenn dieses Vorgehen unterschiedlich beurteilt wird. Sie sollten dann ausführen, dass diese Maßnahme nicht sinnvoll ist, da Sie ja schon eine Arbeitsstelle haben und Sie deswegen eine neue Beschäftigung suchen werden.

Dann müssen Sie abwarten und im Ergebnis gegen einen Bescheid, mit dem eine Sperrzeit angeordnet wurde auf jeden Fall Widerspruch einlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 21.07.2021 | 11:16

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