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Arbeits/Aufenthalterlaubniss als IT Freiberufler von nicht EU land

| 18.07.2017 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gero Geißlreiter


Zusammenfassung: Eine Niederlassungserlaubnis erlischt im Falle einer dauerhaften Ausreise. Für eine Wiedereinreise muss daher ein Aufenthaltstitel neu beantragt werden.

Guten Tag,

mein Name ist KK und behält einen Pass von einem Süd ostasiatischen Land. Ich bin ein Dipl. Informatiker von der TU Dortmund ( absolviert 1994).

Ich habe von 1999 bis 2000 in Holland als IT Entwickler gelebt und gearbeitet (mit niederländische Aufenthalt/Arbeitserlaubnis). Und von 2000 bis 2006 in Deutschland, in einer große deutsche IT Firma gearbeitet (mit deutschen Niederlassungserlaubnis).
2006 wegen familiären Grunde sind wir abgemeldet und nach hause zurückgeflogen.

Seit paar Monaten haben wir vor wieder in Deutschland zu arbeiten und zu leben und glücklicherweise bekomme ich ein Angebot als IT Freiberufler zu tätigen. Und nun die folgende sind meine Frage:

1. meine Niederlassungserlaubnis ist nicht mehr gültig weil ich mehr als 6 Monate außer Deutschland war. Ist das möglich dass mann diese Niederlassungserlaubnis irgendwie reaktiviert oder muss das ein neun Antrag sein?

2. Wenn Nein, ist das möglich dass ich für die Zweck IT Freiberufler die Erlaubnis neu beantragen?
wenn ja,
von deutsche Konsulat in meine Heimat?
wie lange soll es dauern?
und was sind die Voraussetzungen?

3. Ist diese Erlaubnis die sogenannte Blue Card oder ist das ein andere Erlaubnis, denn soviel ich weiß, mit der Blue Card kann mann ja nicht direkt als IT Freiberufler arbeiten, muss mann einige Zeit warten.

Viele Dank und mit freundlichen Grüssen,
KK




Einsatz editiert am 18.07.2017 12:27:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Niederlassungserlaubnis ist nach § 51 Abs. 1 Nr. 6 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) erloschen, weil Sie nach 6 Jahren wieder beschlossen hatten, aus familiären Gründen in Ihrer Heimat zu leben. Deshalb brauchen Sie einen neuen Aufenthaltstitel.

Nach § 21 Abs. 2a AufenthG kann einem Ausländer, der sein Studium an einer staatlichen Hochschule im Bundesgebiet erfolgreich abgeschlossen hat, eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit erteilt werden, wobei die beabsichtigte selbständige Tätigkeit einen Zusammenhang mit den in der Hochschulausbildung erworbenen Kenntnissen erkennen lassen muss. Einen freien Beruf üben Sie dagegen nicht aus.

Die Blaue Karte EU nach § 19a AufenthG bezieht sich auf eine abhängige Beschäftigung und wäre hier nicht einschlägig.

Visumanträge nehmen die Botschaften und Generalkonsulate der Bundesrepublik Deutschland entgegen (ein Visum ist erforderlich, wenn Sie nicht aus Japan oder Südkorea kommen). Mit einer mehrmonatigen Bearbeitungsdauer ist zu rechnen. Das erforderliche Antragsformular können Sie von der Homepage des Auswärtigen Amtes in Ihrem Heimatland downloaden - in ihm finden Sie alles, was zur Antragstellung erforderlich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 18.07.2017 | 14:52

Sehr geehrte Herr Gero Geißlreiter,

wie meinen Sie mit diesen Satz?:

"Nach § 21 Abs. 2a AufenthG kann einem Ausländer, der sein Studium an einer staatlichen Hochschule im Bundesgebiet erfolgreich abgeschlossen hat, eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit erteilt werden, wobei die beabsichtigte selbständige Tätigkeit einen Zusammenhang mit den in der Hochschulausbildung erworbenen Kenntnissen erkennen lassen muss"

Ich habe ja an der stattliche Technische Universität Dortmund studiert und das Angebot ist ja Information Technology Freiberufler.

zählt Information Technology Freiberufler nicht als einer selbständigen Tätigkeit?

Vielen dank und mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.07.2017 | 15:01

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen geplante Tätigkeit ist auf jeden Fall eine selbständige Tätigkeit! Als freiberuflich würde ich sie aber eher nicht einschätzen. Einen großen Unterschied macht das aber rechtlich nicht.

§ 21 Abs. 2a AufenthG ist eine Sonderbestimmung, mit der der (Wieder-) Zuzug von Akademikern mit deutscher Hochschulausbildung privilegiert wird.

Bewertung des Fragestellers 18.07.2017 | 16:10

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