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Arbeits-/ behindertenrecht

| 14.07.2018 10:28 |
Preis: 55,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


17:04

Zusammenfassung: Pflichten des Arbeitgebers bei Wegfall einer Beschäftigung

Ich bin bei einer ausserklinischen beatmungsfirma angestellt.wir pflegen verschiedene Patienten bei sich zuhause über 12h pro Schicht. Ich bin als bekannte epileptikerin eingestellt und habe inzwischen auch einen GdB von 50. Wegen der Behinderung darf ich keinen Führerschein machen.das ist schwer um in manche versorgungen zb in Dortmund zu kommen.
Nun hat die Firma unseren Patienten zum Monatsende gekündigt. Diese versorgung konnte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen.zwar auch über 2 h ein weg aber machbar.
Nun sind alle anderen versorgungen die die Firma mir anbieten kann für mich einfach nicht erreichbar. Ich hab schon nach Pensionen zum übernachten geschaut aber dann bliebe nicht genug Geld für meine eigentliche Miete. Zur Zeit bin ich in nem unbefristeten Arbeitsverhältnis und hab den sonderkündigubgsschutz durch die schwerbehinderung.
Meine Frage also : muss ich jetzt tatsächlich kündigen oder habe ich irgendwie einen Anspruch auf versorgungen die ich auch ohne Führerschein erreichen kann da das Problem von Anfang an ( seit ca 4 Jahren) bekannt war und sie die erreichbare versorgung ja selbst gekündigt haben ??
14.07.2018 | 11:02

Antwort

von


(89)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95279564
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage ist leider nicht mit einem einfache "Ja" oder "Nein" zu beantworten. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, seinen Angestellt zu beschäftigen, so wie es im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Falls die Beschäftigung wegen eines vorübergehenden Ausfalls unmöglich ist, muss der vereinbarte Lohn dennoch bezahlt werden, da das Risiko der Verfügbarkeit benötigter Kunden der Arbeitgeber trägt.

Ebenso muss sich der Arbeitgeber an die vereinbarten Arbeitszeiten handeln, sofern der Arbeitsvertrag nicht ausdrücklich Flexibilität vorsieht. Aber auch bei flexiblen Arbeitszeiten ist die rechtzeitige Vereinbarung der Dienstzeiten zwischen dem Arbeitgeber und seinen Arbeitnehmern erforderlich.

Falls der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen seine eigentliche Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, ist er im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten auf eine andere Stelle innerhalb des Unternehmens zu versetzen.

Der Angestellte hat nicht nur die Pflicht, seine vertragliche Arbeitsleistung zu erbringen, sondern auch das Recht, angemessen beschäftigt zu werden.

Somit steht dann hier im Widerspruch, dass Sie nicht zur Arbeit erscheinen können und der Arbeitgeber um die Umstände weiß, Sie aber trotzdem eingestellt hat.

Diese beiden Positionen müssen nun durch den Arbeitgeber abgewogen werden, um eine Entscheidung zu treffen. Er kann Ihnen natürlich auch alternative Arbeitsmöglichkeiten anbieten.

Eine eigene Kündigung sehe ich nicht als notwendig an, da bis jetzt noch nicht geklärt ist, welchen neuen Einsatzort der Arbeitgeber vorschlägt. Eventuell bietet er ja auch etwas anderes an oder hat einen neuen Kunden akquirieren können.
Soweit es nicht möglich ist, den Arbeitsort zu erreichen, müssen Sie den Arbeitgeber an seine Pflichten (s.o.) erinnern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wübbe
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2018 | 16:19

Hallo nochmal ,
Danke für die Antwort aber ich weiss schon konkret was mir angeboten wird und hätte egal welche ich wählen würde mindestens 2 h Fahrtweg .ich weiss dass wenn man mehr als 6 h arbeitet,eine Fahrtweg von mehr als 2.5 h nicht zumutbar ist. Wäre also noch im Rahmen- aber gibt's da eine Sonderregelung bei 12h Schichten was die zumutbarkeit des Fahrtwegs angeht ? Denn hochgerechnet wäre ich dann 17 h nur unterwegs.hab dann noch 7 h für essen, duschen, schlafen .und zusätzlich eben die bekannte Epilepsie...schlafmangel fördert Anfälle. Wer ist da in der Pflicht, ich oder der Arbeitgeber?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2018 | 17:04

Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Nachricht, die ich Ihnen sehr gern wie folgt beantworten möchte.
Es gibt keine Sonderregelung für 12 Stunden Schichten. Es bleibt, wie auch sonst dabei, dass der Weg zumutbar und angemessen sein muss.
Das ist zumeist eine Einzelfallbetrachtung.
Der Arbeitgeber hat die üblichen Fürsorgepflichten. Heirat er die Besonderheiten zu berücksichtigen und seine Arbeitnehmer dergestalt einzuteilen, dass keine Gefahren für die Gesundheit davon ausgehen.

Freundliche Grüße,
M. Wübbe

Bewertung des Fragestellers 16.07.2018 | 20:45

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Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Tierrecht