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Arbeitnehmer spricht außerordentliche Kündigung aus - ohne Sperrfrist?

01.04.2008 02:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin


Guten Tag,

meine Frage ist Folgende:

Ich arbeite seid ca.4 Jahren in einem Kreditinstitut, seid ca. 1/2 Jahren haben wir einen neuen Chef, mit welchem ich mich nicht gut verstehe bzw. weiss das er mich nicht mag. Somit zieht er alle Mitarbeiter in unserer Abteilung (so habe ich das Gefühl) gegen mich auf.

Ich bin schon seid einigen Wochen krank, sei es Grippe oder sonstige Infectionskrankheiten. Ich glaube dies liegt an dem psychischen Stress welcher sich an meinem Arbeitsplatz spielgelt.

Dies war die Vorgeschichte zu Einschätzung meiner Lage.

Ich möchte also auf jeden Fall kündigen, da ein Gespräch mit den Vorgesetzten nichts gebracht hat und eine Versetzung auch nicht möglich ist. Nun ist es so, dass laut Tarifvertrag ich nur zum Quartalsende kündgigen kann, gibts es eine Möglichkeit eine außerordentliche Kündigung mit meinem Arbeitgeber zu erwirken?

Welche und dass ist meine eigentliche Frage nicht auf eine Sperrfrist auf das Arbeitslosengeld II auswirkt?

Mit Ihrer antwort wäre mir sehr geholfen des ich würde diese 3 Monate nicht überstehen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

I. Eine außerordentliche (fristlose) Kündigung i. S. des § 626 BGB ist nur wirksam, wenn hierfür ein wichtiger Grund gegeben ist. Es müssen objektiv Tatsachen vorliegen, die es dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände und bei Abwägung der Interessen beider Vertragsteile unzumutbar machen, das Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist fortzusetzen.

Ob Sie sich auf einen "wichtigen Grund" in diesem Sinne stützen können, läßt sich im Rahmen dieser Plattform naturgemäß schwer beurteilen. Entscheidend ist letztlich, wie gravierend Ihre psychiche und physische Belastung ist, und inwieweit sie sich auf Ihre berufliche Situation zurückführen lässt. Denn nur wenn Ausmaß und Ursachen der Belastung feststehen, läßt sich beurteilen, ob Ihr Interesse an einer sofortigen Beendigung des Arbeitsvertrages dem Interesse Ihres Arbeitgebers an dessen ordnungsgemäßer Erfüllung überwiegt.

II. Auf diesen Gesichtspunkt kommt es auch bzgl. Ihrer zweiten Frage an.

Eine Sperrzeit erhält ein Arbeitsloser nämlich in der Regel dann, wenn er ein Beschäftigungsverhältnis gelöst, also insbesondere selbst eine Kündigung ausgesprochen hat. Allerdings darf keine Sperrzeit verhängt werden, wenn für die Eigenkündigung ein wichtiger Grund i. S. des § 626 BGB bestand.

Ich hoffe, daß ich Ihnen mit dieser Auskunft eine erste Orientierung vermitteln konnte. Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de

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