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Arbeitnehmer fehlt unentschuldigt -fristlose Kündigung?

16.02.2018 15:00 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Ich bin Arbeitgeber. Ich habe einen Kleinbetrieb mit insgesamt drei Vollzeitbeschäftigten. Wir haben eine 6-Tage-Woche.

Ein Arbeitnehmer war bis einschließlich 03. Februar arbeitsunfähig erkrankt. Die Art der Erkrankung ist nicht bekannt. Das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers ist befristet und läuft zum 31.03.2018 aus. Der Arbeitnehmer hatte zuvor vom 08.-17.Februar Urlaub beantragt. Dieser konnte nicht genehmigt werden, da dieser Zeitraum schon von einem Anderen belegt war (schulpflichtige Kinder). ( außerdem Betriebsurlaub am 12./13. Februar)

Seit Montag, den 05. Februar ist der besagte Arbeitnehmer nun nicht mehr zur Arbeit erschienen, ohne uns überhaupt über den Grund seines Fernbleibens zu informieren oder uns durch Familie, Freunde usw. informieren zu lassen. Telefonisch ist er für uns nicht erreichbar.

Deshalb wurde der Arbeitnehmer am 09. Februar wegen unentschuldigten Fernbleibens abgemahnt. Einschreiben zugestellt am Samstag,10. Feburar 2018. (Zeuge beim zur Post bringen vorhanden).

Am Mittwoch, den 14. Februar erhielt der Vorgesetzte nachmittags (fünf Stunden nach Arbeitsbeginn) eine Kurznachricht des fehlenden Arbeitnehmers auf sein privates Handy mit den Worten: "Ich bringe meine Krankmeldung morgen vorbei"

Nun ist heute Freitag, der 16.Feburar 2018. Der Arbeitnehmer ist noch immer nicht zur Arbeit erschienen, noch hat er, wie zuvor angekündigt, die Krankmeldung abgegeben (die Post war heute auch schon da).

Vor dem Hintergurnd, dass das Arbeitsverhältnis ohnehin zum 31.03. ausläuft und ich gerne ein möglichst kleines Risiko eingehen möchte, mich auch noch gerichtlich auseinanderzusetzen und das Kostenrisiko zu tragen, hier meine Fragen:

- Ist eine fristlose Kündigung in diesem Fall gerechtfertigt und notwendig? Bis wann ist diese möglich? Was wäre, wenn der Arbeitnehmer am Mittwoch (14.02.) doch eine AU-Bescheinigung bekommen hat, diese aber nur noch nicht eingereicht hat?

- Ist es ratsam das Arbeitsverhältnis auslaufen zu lassen (Lohnkürzung wegen nicht erbrachter Arbeitsleistung)? Kann man dann den Resturlaub noch anrechnen ohne dass der Arbeitnehmer diesen beantragt hat? Und was passiert, wenn der Arbeitnehmer nun behauptet, er ging davon aus, dass sein Urlaub genehmigt sei- er hat die Ablehnung schriftlich erhalten - bzw. wenn er behauptet, wir haben ihn seine Arbeitsleistung nicht erbringen lassen.


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Sehr geehrter Fragensteller,

grds. ist eine außerordentliche Kündigung stets riskanter als eine ordentliche Kündigung. Bei dem vorliegenden Sachverhalt wird es vor allem auch auf die Art der Erkrankung ankommen. Zwar sind nur wenige Erkrankungen denkbar, die trotz Versprechen, das Attest beizubringen und einer vorherigen Abmahnung ein weiteres unentschuldigtes Fehlen rechtfertigen dürften. Aber möglich ist es.

UU ist die Kombination einer außerordentlichen Kündigung iVm einer hilfsweise erklärten ordentlichen Kündigung am sinnvollsten. Man könnte dann auch hilfsweise die Freistellung unter Anrechnung etwaiger Urlaubs- und Überstundenansprüche erklären.

Eine außerordentliche Kündigung ist in der Regel binnen 2 Wochen ab Ausermittlung der Tatsachen, die die Kündigung rechtfertigen möglich. Hierfür würde ich den 15.2. ansetzen.

Sicherer ist es bestimmt eher vom Zurückbehaltungsrecht Gebrauch zu machen und die Entgeltfortzahlung für den nicht attestierten Zeitraum zu verweigern sowie nochmals auf die fehlende Genehmigung des Urlaubs zu verweisen.

Die Beweislast für eine Genehmigung trägt der AN. Gleiches gilt für das Angebot der Arbeitsleistung.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- Rechtsanwalt -


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