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Arbeitnehmer Kündigung vor Elterzeit

| 12.07.2017 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


17:24

Zusammenfassung: Die Sonderkündigungsmöglichkeit nach § 19 BEEG soll den Arbeitnehmer schützen, gelten kürzere gesetzliche oder vertragliche Fristen, kann auch unter Einhaltung dieser Fristen gekündigt werden.

Guten Tag,

kurze Schilderung meines Falls.

Ich bin seit dem Jahr 2011 in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Hier gelten gemäß des Arbeitsvertrages die gesetzlichen Kündigungsfristen lt. BGB.

Am 21.08.2017 beginnt meine zweimonatige Elternzeit. Der Antrag darauf ist bereits Ende 2016 schriftlich ergangen und wurde mir bestätigt. Ich befinde mich meiner Auffassung bereits im Kündigungsschutz (das ist aber nicht meine Frage)
Ende der Elternzeit ist daher der 21.10.2017. Ich gehe aufgrund, dass dieser Tag auf einen Samstag fällt und meine Arbeitszeit ausschließlich Montags bis Freitags ist, erst am 23.10.2017 arbeiten.

Jetzt hat sich die Möglichkeit ergeben, dass ich einen neue Stelle die wesentlich besser vergütet ist am 01.11.2017 beginnen könnte.

Meine Frage ist nun welche Optionen zur Kündigung ich habe bzw. welche Fristen einzuhalten sind!?! Ich habe im Internet bereits selbst nachgelesen und da gibt es Sonderfristen zu beachten aufgrund der Elternzeit.

Ich wäre daher über jeden Rat dankbar. Eine Fristberechnung zu wann ich wie kündigen kann wäre daher optimal.

Viele Grüße
12.07.2017 | 16:19

Antwort

von


(147)
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Die Angelegenheit ist relativ einfach: Die Möglichkeit nach dem Bundeselternzeit und Elterngeldgesetz (BEEG) mit der besonderen Frist von drei Monaten zu kündigen hat mit den normalen Kündigungsfristen nichts zu tun. Diese Regelung in § 19 BEEG ist eine Möglichkeit, die normalen Kündigungsfristen gelten aber weiter. Da Sie schreiben, dass in Ihrem Fall die gesetzliche Kündigungsfrist gilt, das Arbeitsverhältnis sei 2011 besteht, bedeutet das nichts anderes als eine Kündigungsfrist von zwei Monaten, wenn diese Verlängerungen überhaupt für Sie gelten. Die normale Kündigungsfrist für einen Arbeitnehmer ist nach dem Gesetz vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

Wenn diese Grundkündigungsfrist für Arbeitnehmer für Sie gilt, dann können Sie die Kündigung Ihrem Arbeitgeber sogar noch am 4. Oktober in die Hand drücken.

Steht in Ihrem Arbeitsvertrag, dass sich die Kündigungsfrist des Arbeitnehmers verlängert in dem Maß, wie sich auch eine Kündigungsfrist für den Arbeitgeber gesetzlich verlängert, dann haben Sie eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einzuhalten. Sie müssten dann also die Kündigung Ihrem Arbeitgeber spätestens am 31. August übergeben.

Das mit der Elternzeit spielt für Sie keine Rolle.


Rechtsanwalt Jörg Klepsch
Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 12.07.2017 | 16:55

Also in meinem Vertrag steht folgendes

Punkt 3

Nach Ablauf der Probezeit gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Eine Kündigung bedarf der Schriftform. Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmerwährend der Kündigungsfrist unter Fortzahlung des Gehalts freizustellen.


Wenn ich das jetzt richtige verstehe...muss ich also trotz Elternzeit bis spätestens zum 04.10.2017 kündigen!

Richtig???

Schonmal 10000 Dank für die schnelle kompetente Antwort

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.07.2017 | 17:24

Richtig, nach Ihrem Vertrag gilt die gesetzliche Grundkündigungsfrist für Arbeitnehmer. Die Verlängerung die der Arbeitgeber hinnehmen muss wird nicht auf den Arbeitnehmer ausgedehnt. Daher haben Sie nur die vier Wochen als Frist einzuhalten. Kleine Korrektur allerdings zu meinen Ausführungen vorher, der 31. Oktober ist ein Dienstag, ich hatte mich verguckt und einen Mittwoch angenommen. Die Kündigung muss also, weil der 3. Oktober bekanntlich Feiertag ist, am 2. Oktober dem Arbeitgeber vorliegen!

Bewertung des Fragestellers 12.07.2017 | 16:56

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