Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.783
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitgeber zwingt mich trotz AU zu arbeiten

| 25.10.2018 14:39 |
Preis: 52,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage bezüglich meiner Tochter.
Meine Tochter (22J) arbeitet als Friseurin Vollzeit. Letzten Freitag ist sie gestürtzt und hat sich am rechten Handgelenk eine Disterale Fraktur (Speichenbruch S52.50) zugezogen.
Ihr rechter Arm wurde mit einer Gipsschiene versehen und sie hat für die Woche vom Montag, 22.10. bis einschl. Samstag 24.10. eine Krankmeldung erhalten.
Heute(Donnerstag) hat Ihre Chefin bei Ihr angerufen und gemeint, es wäre ausgemacht gewesen, dass sie ab Donnerstag wieder zur arbeit kommt.
Meine Tochter meinte daraufhin, dass ihr Arm eingegipst wäre, und sie ja auch gar nicht Auto fahren könne und dass ihr der Arzt angeraten hat, den Arm ruhig zu stellen. Daher ja auch der Gips.
Die Chefin aber meinte, dass glaube sie nicht, dass der Arm gebrochen sei, und meine Tochter sich hinter einem verstauchten Arm verstecke und sich einfach dadurch ein paar freie Tage gönne.
Wenn sie am Freitag morgens um 8 nicht in der Arbeit erscheinen würde, würde sie ihr fristlos kündigen. Denn sie ist der Meinung, dass meine Tochter keine normale Arbeitsauffassung besitzen würde, sondern nur arbeitsfaul sei. Und mit einem verstauchten Handgelenk kann man auch arbeiten verrichten.

Ich weiß momentan nicht, was ich meiner Tochter raten soll. Da sie eine eigene Wohnung hat, ist sie auf ihre Arbeitsstelle angewiesen. Die Chefin sitzt meiner Meinung nach am längeren Hebel. Und weist auch jegliche Argumente ab. Meine Tochter müsste jetzt ja auch in die Arbeit gefahren werden.
Was würden Sie uns anraten?
25.10.2018 | 16:10

Antwort

von


(379)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Verhalten der Arbeitgeberin hat mit "arbeitnehmerfreundlich" nichts mehr zu tun.

Prinzipiell gilt, dass wenn eine attestierte Krankmeldung vorliegt, der AG hier keine Weistungen ggü. dem AN erteilen kann, bis dieser wieder gesund ist. Daher hat Ihre Tochter keine Pflicht der Anweisung ihrer Chefin Folge zu leisten. Sie könnte sich einfach auf die attestierte Krankmeldung berufen.

Aber:

Das Problem liegt darin, dass der Betrieb des AG Ihrer Tochter vermutlich nicht mehr als 10 AN hat und somit das Kündigungsschutzgesetz nicht zur Anwendung kommt. Für Ihre Tochter würde das bedeuten, dass ihre Chefin sie ohne Grund kündigen könnte. Wenn Ihre Tochter auf die Einkünfte angewiesen ist, wäre dies nicht zielführend.

Aus taktischen Gesichtspunkten wäre daher anzuraten, den Anweisungen der Chefin nachzukommen. Ggf. müssten Sie Ihre Tochter dann am morgigen Tage zur Arbeit fahren. Wenn die Chefin sieht, dass der Arm eingegipst ist, erachtet Sie ggf. die gemachten Äußerungen und das Erscheinungsverlangen als verfehlt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2018 | 16:17

Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.
In diesem Fall ist es wohl wirklich ratsam, wie ich es mir auch schon gedacht habe, dass meine Tochter morgen zur Arbeit gehen soll. Inwieweit sich die Arbeitgeberin es sich vorstellt, dass meine Tochter ihrer Arbeit nachgehen kann, sehe ich auch so wie sie, dass sich die Chefin wohl selbst ein Bild darüber machen muss. Meine Tochter ist rechtshänderin....wie sie da die Terminierungen machen soll, ist auch fraglich...da sie ja dann mit links schreiben müsste.
Es wäre vielleicht auch ratsam, vom Arzt einen ausführlichen Bericht vorlegen zu können, oder?
Es ist nur auch ärgerlich für mich, mich an meinen Arbeitgeber zu wenden, damit ich meine Tochter zur Arbeit bringen kann.

Ich danke Ihnen für Ihre ausfühliche Antwort.

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2018 | 16:23

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, wenn ich Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnte.

Die Mühe mit einem ausführlichen Artzbericht müssen Sie sich meines Erachtens nicht machen. Es genügt sicherlich, wenn die Chefin den eingegipsten Arm sieht.

Sofern ich Ihnen weiter helfen konnte würde ich mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 25.10.2018 | 19:30

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.10.2018
5/5,0

ANTWORT VON

(379)

Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Wirtschaftsrecht, Steuerrecht, Insolvenzrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Zwangsvollstreckungsrecht, Vertragsrecht, Gesellschaftsrecht, Verwaltungsrecht