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Arbeitgeber veröffentlicht Fotos ohne Zustimmung

12.06.2018 10:41 |
Preis: 25,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Löschung Bild

Guten Tag,

ich habe mich gestern auf der Facebook-Seite meines Arbeitgebers entdeckt. Ich sitze (im Rahmen meiner Arbeit) in einer Gruppe u. bin nur von hinten zu sehen. Allerdings habe ich mich und die Situation sofort wieder erkannt, in der das Bild entstanden ist. Offensichtlich sind wir fotographiert worden, ohne das wir es gemerkt haben.

Bei einem anderen Foto habe ich zwar gemerkt, daß mich jemand ablichtet, habe aber - da es so schnell ging - weder zugesagt noch abgelehnt. Dieses Foto fand ich dann als Teil einer Collage ausgehängt in unserer Einrichtung wieder. Dort bin ich eindeutig erkennbar, man kann mein Gesicht sehen.

Wie sieht hier die rechtliche Grundlange aus, kann ich mich in beiden Fällen auf mein Recht am eigenen Bild berufen ?

Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, wenn mein Arbeitgeber sich weigert, die Bilder zu entfernen ?

Eingrenzung vom Fragesteller
12.06.2018 | 21:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben grundsätzlich das Recht am eigenen Bild und damit einen Anspruch auf Löschung Ihres Bildes bzw. in der Gruppe auf Unkenntlichkeitmachung,
Nach der "neuen" DSGVO benötigt der Arbeitgeber ohnehin Ihre (vorherige) Zustimmung, hier gibt es jedoch noch keine Rechtsprechung sodass Sie hier Schwierigkeiten bei der Durchsetzung hätten (Arbeitgeber könnte ein berechtigtes Interesse z.B. nachweisen). Allerdings würde der Anspruch auf Löschung/Unkenntlichkeitmachung auch nur für das Bild gelten, auf dem Sie eindeutig identifizierbar sind. Das heisst nicht, dass man auf Bildern von hinten nicht eindeutig identifizierbar sein kann, es kann sein, dass man auch bei Bildern von hinten eine Person genau "erkennen" kann.

Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein, haben Sie den Anspruch nur auf das Bild von vorne.

Hier müssen Sie (schriftlich) dem Arbeitgeber eine Frist zur Löschung/Unkenntlichkeitmachung setzen und ihn ggf. auf Löschung/Unkenntlichkeitmachung verklagen.

Ob das allerdings so sinnvoll ist, wenn Sie weiter fort arbeiten wollen, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht reicht ja auch bereits ein Gespräch mit dem Wissen über Ihre Rechte!

Ich wünsche Ihnen viel Glück!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.06.2018 | 20:53

Guten Tag,

ich möchte die Nachfrage-Funktion in Anspruch nehmen zu Ihrer Aussage: "benötigt der Arbeitgeber ohnehin Ihre (vorherige) Zustimmung".

Heißt das - auch wenn ich vielleicht später nicht eindeutig zu erkennen bin - der Arbeitgeber darf mich nicht heimlich fotografieren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2018 | 09:43

Der Arbeitgeber darf schon Gruppenfotos machen, allerdings nur, wenn keiner eindeutig erkennbar ist, sonst bedarf es der vorherigen Zustimmung. Hat er diese nicht eingeholt, kann er das zwar noch nachholen, erhält er diese nicht, muss er das Bild sofort auf seinem Chip/Kamera/PC oder im Internet löschen. Daher wir die vorherige Zustimmung empfohlen. Das Problem hat - wenn diese nicht erteilt wird - dann der Fotografierer/Veröffentlicher.

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