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Arbeitgeber nicht in Deutschland ansässig

01.10.2019 10:00 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin in der Vertragsverhandlung mit einem Arbeitgeber aus Belgien für den ich in Deutschland im Homeoffice tätig werden soll. Mein Arbeitsort und Arbeitseinsatz wäre Deutschland.
Der Arbeitgeber hat in Deutschland keine Niederlassung.
Bezüglich der Sozialabgaben würde ich dies gerne über ein Steuerbüro abwickeln. Sprich der Arbeitgeber überweist den kompletten Bruttolohn plus zusätzlicher Arbeitgeberanteil und das Steuerbüro meldet and alle Sozialvertreter und Kassen.
Ist dies möglich?
Muss ich dazu etwas in den Arbeitsvertrag schreiben lassen?
Welcher % Anteil kommt für den Arbeitgeber auf den Bruttolohn?

Danke vorab.

Sehr geehrter Fragensteller,

natürlich muss im Arbeitsvertrag vereinbart werden, wohin der Lohn ausgezahlt wird und wer die Versteuerung zu verantworten hat. Im Vorfeld sollte man mit dem Finanzamt absprechen, dass man selbst bzw. sein Steuerberater die Versteuerung besorgen wird.

Die Höhe des Arbeitgeberanteils kann bis zu 1/3 zusätzlich zum Bruttolohn ausmachen.

Am besten man vereinbart einen Bruttolohn und schreibt:

"Zusätzlich zu dem Bruttolohn zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss für Sozialabgaben wie Krankenversicherung, Pflege- und Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung und der Arbeitslosenversicherung etc.. Dabei richtet sich die variable Höhe des Zuschusses nach den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben."

MfG RA Saeger

Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2019 | 11:30

Sehr geehrter Herr Säger,
danke für ihre Antwort.
Muss dies nur dem Finanzamt angezeigt werden oder allen Solzialversicherungsträgern?

Gilt hier der Artikel 109 EWGVO 574/72 noch oder ist dies überholt?

Danke vorab.
Nicole Kosellek

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2019 | 11:35

Sehr geehrter Fragesteller,

es reicht die Anzeige beim Finanzamt sowie die regelmäßige Abführung der Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitnehmer an die entsprechenden Sozialträger unter Angabe der jeweiligen Identifikationsnummern.

MfG RA Saeger

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