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Arbeitgeber aus USA zahlt keinen Lohn - was tun?

16.07.2013 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Ein Arbeitgeber ist an seinem Geschäftssitz oder dem Sitz seiner Niederlassung auf Lohnzahlung zu verklagen.

Hallo,

und zwar geht es um folgendes:

Seit 29.05.2013 bin ich bei einem ausländischen Arbeitgeber als Managerin im Einkauf beschäftigt (Vertragsdauer erstmal 2 Monate). Am 02.07.2013 wurde mir, laut Arbeitgeber, mir mein Gehalt von 2.800 EUR überwiesen. Allerdings ist heute am 16.07.2013 das Gehalt noch nicht da. Der Arbeitgeber hat seinen Sitz in den USA, North Carolina, und ich hatte die auch gebeten, mal nachzuforschen bei deren Bank, aber jetzt seit einer Woche tun die so, als würde ich nicht mehrmals am Tag denen eine E-Mail schicken, und fragen, wo mein Gehalt bleibt. Meine Bank meinte, normalerweise hätte das Geld jetzt da sein müssen.

Was ich jetzt wissen will ist, was ich für Möglichkeiten habe an mein Gehalt zu kommen. Gerade da es ein ausländischer Arbeitgeber ist, bin ich da ziemlich unsicher. Und ich bin auch noch nicht lange da beschäftigt. Hab ich überhaupt Möglichkeiten, oder hab ich jetzt sozusagen einen Monat umsonst gearbeitet?

Vielen Dank für die Antwort!

MfG

Sybille Bühler



Einsatz editiert am 16.07.2013 22:09:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach deutschem Zivilprozessrecht kann ein Arbeitgeber wegen einer Klage auf Lohnzahlung entweder an seinem Sitz der (Zweig-)Niederlassung oder am Erfüllungsort der Lohnzahlungspflicht verklagt werden.

Wenn Ihr Arbeitgeber eine Niederlassung im Inland hat, können Sie ihn dort vor dem Arbeitsgericht auf Lohnzahlung verklagen und das Urteil dort vollstrecken lassen.

Eine Vereinbarung über den Erfüllungsort im Arbeitsvertrag ist nach deutschem Recht nur wirksam, wenn beide Parteien Vollkaufkeute sind (§ 29 Abs. 2 ZPO). Ich gehe davon aus, dass dies bei Ihnen nicht der Fall ist. Hat Ihr Arbeitgeber keine Niederlassung im Inland, dann erfüllt er seine Pflicht zur Lohnüberweisung von seinem Sitz in den USA aus, da es sich bei der Zahlung durch Überweisung um eine sog. "Schickschuld" handelt (§§ 269, 270 BGB).

In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Ihren Arbeitgeber auf Lohnzahlung in den USA zu verklagen und das Urteil dort zu vollstrecken. Es gibt in Deutschland eine Reihe von Anwaltskanzleien mit Niederlassung in den USA, die sich auf die Durchsetzung von Ansprüchen gegen in den USA ansässige Schuldner spezialisiert haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Neumann, Rechtsanwalt

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