Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitgeber-Kündigung während der Probezeit ohne Angabe von Gründen

13.04.2021 11:20 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Einleitung:
Die Kündigung kann während der Probezeit grundsätzlich ohne Angabe von Gründen erfolgen. Ergo muss es sich bei einer Arbeitgeberkündigung während der Probezeit nicht um eine personenbedingte, verhaltensbedingte oder betriebliche Kündigung handeln. Es müsste also auch profan ausreichen: "Dieser AN XYZ passt einfach nicht in unser Unternehmen hinein". Schließlich ist das ja der Sinn einer Probezeit.

#1 Hätte das Fehlen von Kündigungsgründen allerdings für den AN zur Folge, dass diesem eine Sperrzeit verhängt werden kann, da der AN anhand der unbegründeten Kündigung gerade nicht nachweisen kann, dass dieser die Kündigung nicht selbst zu verantworten hat?

#2 Muss der Arbeitgeber ggf. in einem solchen Fall der Arbeitsagentur gegenüber nur bestätigen, dass er dem AN nicht aus verhaltensbedingten Gründen gekündigt hat, um eine Verhängung der Sperrfrist entgegenzuwirken?

Vielen Dank bereits im Voraus.

Beste Grüße
13.04.2021 | 12:58

Antwort

von


(158)
August-Bebel-Str. 13
33602 Bielefeld
Tel: 0521/9 67 47 40
Web: http://www.kanzlei-alpers.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Wie Sie selbst festgestellt haben, ist für die Kündigung innerhalb der Probezeit ein Kündigungsgrund nicht erforderlich. Grundsätzlich ist es daher auch empfehlenswert, einen solchen nicht anzugeben (also auch nicht „passt nicht in unser Unternehmen"), sondern einfach innerhalb der Probezeit fristgerecht zu kündigen, ohne einen Grund anzugeben.

Für eine Sperrzeit müsste die Arbeitsagentur nachweisen, dass der Arbeitnehmer durch arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben hat. Es ist also nicht so, dass der Arbeitnehmer nachweisen muss, dass er „keine Schuld" an der Kündigung hat.

Natürlich hat die Arbeitsagentur in der Regel ein Interesse daran, die Umstände aufzuklären. Dementsprechend fordert sie vom Arbeitgeber regelmäßig eine sog. Arbeitsbescheinigung gem.
§ 312 SGB III. Dort wird abgefragt, ob vertragswidriges Verhalten Anlass für die Kündigung war, was - wie alle Fragen - wahrheitsgemäß zu beantworten ist. Wenn der Arbeitgeber dies verneint und auch sonst kein pflichtwidriges Verhalten im Sinne des § 159 SGB II vorliegt, droht auch keine Verhängung einer Sperrzeit.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

ANTWORT VON

(158)

August-Bebel-Str. 13
33602 Bielefeld
Tel: 0521/9 67 47 40
Web: http://www.kanzlei-alpers.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80553 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,0/5,0
Ich habe das erfahren,was ich wissen wollte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine Antwort (die Mut macht) kam schon kurze Zeit nach meiner Fragestellung ! Auch auf eine Nachfrage meinerseits wurde umgehend reagiert! Besser geht es nun wirklich nicht! Herzlichen Dank und gern immer wieder ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und präzise Antwort. Frage zu 100% beantwortet. ...
FRAGESTELLER