Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeiter der Staatsanwalt gewissenhaft?


13.08.2007 00:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich habe folgende Fragen:

Mich hat der neue Lebensgefährte meiner Ex wegen Körperverletzung angezeigt. Ich hätte ihm angeblich eine Backpfeife gegeben. Als Zeugin wurde meine Ex, welche mit meiner Tochter zwischen uns stand, benannt. Dies ist bei der Übergabe zum begleiteten Umgang, wo der neue LG so oder so laut Jugendamt nicht verloren hat, geschehen.

Ich habe ihn wirklich nicht gehauen sondern lediglich mit dem Zeigefinger auf ihn gezeigt und ihm gesagt dass er sich in unsere Elternebene nicht einmischen soll.

Hätte ich den neuen LG tatsächlich gehauen so hätte es doch meine Ex gar nicht sehen können da sie direkt zwischen uns stand. Ist sie überhaupt glaubwürdig? Er hatte ja auch keine Verletzungen (von was auch!).

Dennoch ist er nun mit meiner Tochter weg gegangen und hat sich mit meiner Tochter in seinem Auto versteckt. Ich habe ihn mehrfach aufgefordert mir meine Tochter zu geben. Dies hat er ignoriert und zeigte mir den "Scheibenwischer".

Nun rief ich die Polizei und er sagte gleich ich hätte ihn geschlagen was wirklich nicht stimmt! Ich war gegenüber ihm, meiner Tochter oder meiner Ex nie gewalttätig.

Auf jeden Fall habe ich ihn nun wegen Kindesentzugs, Beledigung, Falscher Verdächtigung, Nötigung, angezeigt.

Nun habe ich von der Staatsanwaltschaft vor 4 Tagen einen Brief erhalten, dass die Beledigung eingestellt wurde da diese meine Ehre nicht verletzen würde und eine Körperverletzung vorangegangen wäre.

Darf ein Staatsanwalt mich bereits ohne eine Verhandlung in einem solchen Schreiben vorverurteilen?

Kann ich eine Beschwerde gegen diesen Oberstaatsanwalt einreichen? Wenn ja, wo und wie?

Hat es etwas zu bedeuten das die Anzeige wegen Kindesentzugs nicht eingestellt wurde?

Ich glaube dass mir der Oberstaatsanwalt wahrscheinlich nicht zugeneigt ist.

Vor ca. 10 Jahren habe ich einige Jugendsünden begangen und werde nun immer wieder gleich als Schuldiger abgestempelt.

Beispielsweise ging es mir letztes Jahr mir meiner Selbstständigkeit nicht gerade gut so dass ich die Miete nicht mehr zahlen konnte. Daraufhin hat mich der RA meiner ehemaligen Mieterin wegen Einmietbetrugs angezeigt. Ich habe jedoch darlegen können dass ich über 80.000 EUR verdient habe jedoch Schulden bezahlen und somit meine Miete nicht mehr zahlen konnte. Die Mietschuld habe ich zwischenzeitlich auch beglichen. Dennoch möchte genau dieser Staatsanwalt, obwohl ich wirtschaftlich in der Lage gewesen wäre, dass eine Verhandlung gegen mich eröffnet wird.

Der entsprechende Richter hat nun diesen Fall seit ca. 3 Monaten auf seinem Tisch und noch nicht reagiert.

Weiterhin hat genau dieser Richter mit dem Rechtsanwalt des neuen Lebensgefährten telefoniert und dem RA geraten zur Sicherheit auch eine Zivilklage einzureichen.

Was kann ich gegen all dies tun?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratscuchender,

Sie haben die Möglichkeit gegen die Einstellung Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft einzulegen.

Normalerweise muss sich auch in dem Einstellungsbescheid, den Sie erhalten haben, diese Rechtsmittelbelehrung befinden. Dort wird dann auch die Generalstaatsanwaltschaft genannt sein. Sie können die Beschwerde auch an die Generalstaatsanwaltschaft gerichtet bei der Staatsanwaltschaft einreichen, die die Einstellung verfügt hat. Die Beschwerde wird dann weitergeleitet.

Beachten Sie bitte die Frist von zwei Wochen, nach Zugang des Einstellungsbescheides.

Grundsätzlich rate ich Ihnen, selber einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Sie haben Recht, dass die Formulierung im Bescheid, es sei eine Körperverletzung vorausgegangen, nicht zutreffend ist. Dennoch kann die Staatsanwaltschaft diese Formulierung wählen, wenn diese der Auffassung ist, dass es nach Aktenlage zu einer Verurteilung kommen könnte.

Dieses deutet darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft offensichtlich die Anzeige wegen Körperverletzung sehr ernst nimmt und Anklage erheben wird oder einen Strafbefehl erlassen will.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt beauftragt haben, kann dieser Akteneinsicht sowohl betreffend Ihrer Anzeige, als auch betreffend der Körperverletzung erhalten.

Nach Akteneinsicht kann das weitere Vorgehen geklärt werden. Insbesondere ist aus der Akteneinsicht zu erkennen, was die anderen "Beteiligte" ( Ex-Frau) ausgesagt hat. Der Rechtsanwalt kann dann reagieren und auch Ausführungen machen, warum die Frau eigentlicch gar nichts sehen konnte und auch auch gar nichts passiert ist.

Es kann dann auch überprüft werden, wie mit Ihren übrigen Anzeigen verfahren werden soll ( Kindesentziehung etc.).

Mit dem Rechtsanwalt können Sie dann auch erörtern, einen Antrag zu stellen, dem Staatsanwalt die Sachbearbeitung zu entziehen. Einen "Befangenheitsantrag" gegen Staatsanwälte sieht das Gesetz nicht vor. Allerdings kann der genannte Antrag bei der Generalstaatsanwaltschaft gestellt werden. Ohne vorangegegangene Akteneinsicht ist davon aber abzuraten. Dieser Antrag sollte auch durch einen Rechtsanwalt gestellt werden, da er sehr gut begründet werden muss. Ich muss aber auch sagen, dass diese Anträge fast nie zum Erfolg führen.

Es ist hier allein schon wegen des Umgangsrechts unerläßlich, dass Sie sich anwaltliche Unterstützung suchen. Nach Ihren Schilderungen ist es sehr schierig, die miteinander verflochtenen Verfahren allein durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2007 | 08:32

Hallo,

was ist mit dem Richter und dem Anwalt?

Dürfen die einfach so miteinander über den Fall reden?

Darf mir den Anwalt damit drohen dass er mit der Staatsanwaltschaft reden wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2007 | 09:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Richter in der Sache wegen der Miete ist nicht befugt, mit dem Rechtsanwalt über Sie zu reden. Das könnte einen Befangenheitsantrag begründen. Nur müssen Sie die Gespräche natürlich nachweisen können. Dieses gilt auch für den Rat, in der jetzt aktuellen Angelegenheit.

Unter Umständen kennen sich die beiden persönlich. Insoweit kann ich nur meinen rat wiederholen, selber sofort einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Drohen darf Ihnen der Rechtsanwalt nicht. Will er Sie insoweit unter Druck setzen, können Sie sich an die Rechtsanwaltskammer wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60164 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Toll. vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Meine Frage wurde ausreichend beantwortet, jedoch finde ich es nicht besonders hilfreich wenn man nur auf Paragraphen verweist, die zur Anwendung kommen, ohne deren Inhalt bzw. deren Auswirkung zu nennen. In meinem Fall hätte ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an RA Fork! Kurz und präzise auf den Punkt, zügige Rückmeldung - jederzeit gerne wieder! ...
FRAGESTELLER