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Arbeiten nach dem Erziehungsurlaub

08.10.2008 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo, ich bin nun in meinem 3. Erzieungsurlaubsjahr und möchte gerne wissen wie es bald weiter geht. Ich habe vor ein paar Monaten bei meinem Arbeitgeber angefragt, bezüglich einer Teilzeitstelle, doch ich bekam keine Rückantwort. Die Firma fasst ca.150 Mitarbeiter. Ich war dort bis zur Entbindung etwas über 5 Jahre tätig. Da ich von anderen Kollegen gehört habe, dass der Chef keine Teilzeitbeschäftigten haben möchte, habe ich nun folgendes Problem. Durch die familiäre Situation kann ich nur Teilzeit arbeiten, da es aus organisatorischen Gründen nicht anders machbar ist und ich es auch nicht möchte. Wie verhalte ich mich nun? Muß ich warten bis mein Arbeitgeber sich vielleicht bei mir meldet? Wie kann ich vorgehen? Wer muß kündigen und habe ich evtl Anspruch auf eine Abfindung? Denn es wird ja nicht mehr dazu kommen, dass ich in dieser Firma wieder arbeite. wie ist das dann mit der Kündigungsfrist? Wann beginnt diese (Geburt 30.09.06)? Wenn diese erst nach den 3 Jahren beginnt, muß ich dann 3 Monate Vollzeit arbeiten gehen? Was ist wenn ich einen Aufhebungsvertrag angeboten bekomme? Wirkt sich dieser negativ für mich aus? Bitte helfen Sie mir. Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Sie haben gurndsätzlich einen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit, § 8 TzBfg. Sie müssen diese spätestens 3 Monate vor deren Beginn geltend machen. Der Arbeitgeber kann die Teilzeit nur Verweigern, wenn dieser dringende betriebliche Gründe entgegenstehen. Insofern ist es nicht die Frage, ob Ihr Chef Teilzeitbeschäftigung "haben möchte", sondern ob er dringende betriebliche Gründe ( z.B. Störung des Arbeitsablaufes ) vorbringen kann, um diese abzulehnen.
Da Sie nach Ihrer Schilderung die Teilzeittätigkeit erst nächster Jahr wieder beginnen möchte, empfehle ich Ihnen, die Teilzeit nochmals schriftlich unter Angabe der gewünschten Arbeitszeit geltend zu machen.
Lehnt der AG die teilzeit nicht spätestens bis einen Monat vor Beginn der Teilzeit schriftlich ab, verringert sich die Arbeitszeit in dem gewünschten Umfang, § 8 III TzBfG.

Die Frage einer möglichen Kündigung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Diese ist abhängig davon, ob der AG berechtigt ist, die Teilzeit abzulehnen oder nicht.

Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht grundsätzlich nicht. Eine solche kann aber natürlich insbesondere im Rahmen eines Aufhebungsvertrag vereinbart werden. Eine solche Vereinbarung sollte zur Vermeidung etwaiger Rechtsnachteile nicht ohne anwaltliche Beratung/Vertretung geschlossen werden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2008 | 11:04

Danke schon mal. Ich habe aber noch eine Frage. Wenn mein Arbeitgeber eine Teilzeitarbeit auf Grund einer Störung des Arbeitsablaufs ablehnt, wie verhalte ich mich dann? Wer muß kündigen? Was ist der unterschied zwischen einer "normalen Kündigung" und einem Aufhebungsvertrag? Mein Arbeitgeber hat nämlich verlauten lassen, dass es gerade bei Müttern schwierig ist, denn sie fallen öfter aus wegen der Kinder und für ihn ist es schwerer kurzfristig diese Zeit durch einen anderen Mitarbeiter aufzufangen, als bei einer Vollzeitstelle. Ich hatte schon mal vorgeschlagen mir eine Vollzeitstelle mit meiner Kollegin (Teilzeitwunsch, Mutter von 2 Kindern)zu teilen, aber das wurde abgelehnt. vielleicht können Sie mir erneut helfen und sagen, wie ich weiter vorgehen soll.
Vielen lieben Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2008 | 14:19

Sehr geehrte Fragstellerin,

wird die Teilzeitarbeit berechtigt abgelehnt - was unbedingt anwaltlich geprüft werden muss, da dies nicht ohne weiteres möglich ist - besteht Ihr Arbeitsverhältnis unverändert fort. Sofern Sie Ihre Arbeitsleistung aber nicht erbringen können, muss das Arbeitsverhältnis beendet werden. Die schlechteste Möglichkleit ist hier die eigene Kündigung. Sie haben hier Nachteile beim Arbeitslosengeld und erhalten keine Abfindung. Wird der Arbeitsvertrag mittels Aufhebungsvertrag einvernehmlich gelöst, besteht im Rahmen der Verhandlung die Möglichkeit eine Abfindung zu erhalten. Zusammenfassend ist der Themenkompelx zu umfangreich, um diese im Rahmen dieser Onlineanfrage zu beantworten. Es empfiehlt sich hier eine vollumfängliche anwaltliche Beratung, um eine für Sie optimierte Lösung zu finden.
Gerne stehen wir Ihnen hierfür zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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